Leverkusen - Auf Alexander Meier ist weiterhin Verlass. Der Torjäger der Frankfurter Eintracht traf auch beim 1:1 der Hessen in Leverkusen. Mit nun 13 Treffern auf dem Konto führt der 31-Jährige die Torjägerliste der Bundesliga an. Doch seine persönliche Bestmarke interessiert Alexander Meier nicht, wie er im Interview mit bundesliga.de betont.

bundesliga.de: Alexander Meier, die Eintracht hat zum Abschluss der Hinrunde ein 1:1-Unentschieden in Leverkusen erreicht. Wie bewerten Sie das Ergebnis?

Alexander Meier: Es war ein gerechtes Unentschieden. In der ersten Halbzeit waren wir besser, in der zweiten war Leverkusen klar besser. Wir können mit dem Punkt gut leben. Vor dem Spiel wären alle mit einem Unentschieden zufrieden gewesen.

bundesliga.de: Bis zur 83. Minute lag die Eintracht in Führung. Warum hat es nicht zum Sieg gereicht?

Meier: In der zweiten Halbzeit haben wir viel zu wenig nach vorne getan. In den letzten Situationen hatten wir auch noch ein wenig Glück, dass nicht noch ein Ball reingeht.

bundesliga.de: Wie bewerten Sie Ihren Wert von nun 13 Toren in der Hinrunde?

Meier: Die sind unwichtig, wichtiger sind die Punkte.

bundesliga.de: Aber den Elfmeter wollten Sie unbedingt schießen?

Meier: Ja, das steht mir ja auch zu. Ich bin erster Schütze. Und dann mache ich das auch.

bundesliga.de: Die Eintracht hat 23 Punkte in der Hinserie geholt. Sind Sie damit zufrieden oder sind es sogar ein paar Punkte als erwartet?

Meier: Ich denke, dass wir eine gute Hinrunde gespielt haben. Ich weiß nicht, ob es mehr Punkte sind als erwartet. Wir haben wichtige Spieler abgeben müssen. Deshalb können wir mit der Ausbeute zufrieden sein.

"Die Kanone holt einer von Bayern"

bundesliga.de: Die Mannschaft startete gut, war nach dem 7. Spieltag Fünfter und musste dann eine Niederlagenserie verkraften. Ist die Mannschaft gestärkt aus der Minikrise gegangen?

Meier: Der Zusammenhalt der Mannschaft war eigentlich immer gut. Natürlich kommt so eine Serie innerhalb einer Saison immer mal vor. Dafür haben wir danach eine neue Serie hingelegt, mit der auch keiner gerechnet hat. Es gleicht sich aus.

bundesliga.de: Sie hatten vor zwei Jahren schon einmal eine Hinrunde, in der Ihnen viele Tore gelungen sind. Damals ließen Sie den elf Treffern in der Vorrunde "nur" noch fünf folgen. Was können die Fans diesmal in der Rückrunde von Ihnen erwarten?

Meier: Das weiß ich nicht. Ich wäre ein reicher Mann, wenn ich in die Zukunft schauen könnte.

bundesliga.de: Was hätten Sie dann jemandem geantwortet, der Ihnen prophezeit hätte, dass Sie nach der Hinrunde mit 13 Toren klar die Torjägerliste anführen würden?

Meier: Keine Ahnung. Wahrscheinlich hätte ich aus Flachs gesagt: "Du hast keine Ahnung." Aber hätte, wäre, wenn. Jetzt können wir uns erst einmal zwei Wochen ausruhen und uns danach auf die Rückrunde vorbereiten.

bundesliga.de: Ist die Torjäger-Kanone ein Ziel von Ihnen?

Meier: Nein, das ist nicht so wichtig. Ich habe ja schon oft gesagt, dass ich mir sicher bin, dass ein Spieler vom FC Bayern die Kanone holt.

bundesliga.de: Wie verbringen Sie nun Ihr Weihnachtsfest?

Meier: Ich mache Urlaub, ich weiß aber noch nicht wo.

bundesliga.de: Haben Sie denn eher die Frisbee-Scheibe im Gepäck oder einen Fußball?

Meier: Einen Fußball eher nicht. Ich werde Laufschuhe einpacken und ein bisschen Laufen gehen. Ansonsten steht Entspannung im Vordergrund.

bundesliga.de: Was wünschen Sie sich fürs neue Jahr?

Meier: Ich will eigentlich nur gesund bleiben. Viel mehr Wünsche habe ich nicht.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski