Achim Beierlorzer hat aufgrund der Länderspielpause zwischen seinem Engagement in Köln und dem Start in Mainz keinen Bundesliga-Spieltag verpasst - © imago images/Martin Hoffmann
Achim Beierlorzer hat aufgrund der Länderspielpause zwischen seinem Engagement in Köln und dem Start in Mainz keinen Bundesliga-Spieltag verpasst - © imago images/Martin Hoffmann
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Nach Hoffenheim ist vor der TSG: Kuriose Situation für Mainz-Trainer Beierlorzer

Wenn es nach Steffi Beierlorzer gegangen wäre, müsste der 1. FSV Mainz 05 nach wie vor einen neuen Trainer suchen. "Geplant war eigentlich ein Urlaub. Den hatte meine Frau am letzten Montag gebucht - am Mittwoch wären wir geflogen", gab Achim Beierlorzer bei seiner halbstündigen Präsentation am Montag zu Protokoll: "Aber es ist ein Privileg, Trainer in der Fußball-Bundesliga zu sein. Den Zeitpunkt kann man sich nicht aussuchen."

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Der Zeitpunkt sorgt dafür, dass das Engagement Beierlorzers beim FSV als eine der ungewöhnlichsten Trainerverpflichtungen in die Bundesliga-Geschichte eingehen wird. Am 9. November wurde er beim 1. FC Köln freigestellt, neun Tage später vom nächsten Club wieder angeheuert. "Sicherlich ist dies eine kuriose Situation im Fußball. Vor einer Woche war ich noch Trainer in Köln, nun werde ich in Mainz als Chefcoach vorgestellt", gestand Beierlorzer ein.

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Tatsächlich war der 51-Jährige, der bei den Rheinhessen einen Vertrag bis 2022 unterschrieben hat, im Grunde nie weg. Durch die Länderspielpause verpasste Beierlorzer kein Spiel. Zudem ist sein letzter Gegner mit dem FC sein erster mit Mainz 05 - am Sonntag müssen die Rheinheesen bei der TSG Hoffenheim antreten.

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"In diesem Geschäft kann es manchmal schnell gehen, besonders wenn es einfach passt", äußerte der Nachfolger des am 10. November entlassenen Sandro Schwarz: "Da geht eine Tür zu - und eine andere auf. Dass sie so schnell aufgeht, war sicher nicht der Plan." Zumindest die Analyse vom letzten Spiel des kommenden Gegners dürfte Beierlorzer ziemlich leicht fallen.

Der Auftrag für Beierlorzer ist klar: Er soll den Drittletzten aus dem Tabellenkeller führen. Unter Schwarz hatte der FSV binnen einer Woche zwei Vereins-Negativrekorde aufgestellt. Das 0:8 bei RB Leipzig am 10. Spieltag war die höchste Liga-Niederlage, die folgende Pleite gegen Aufsteiger Union Berlin (2:3) war bereits die achte in der laufenden Saison. So viele Niederlagen hatten die Mainzer an den ersten elf Spieltagen noch nie kassiert.

"Bei sachlicher und inhaltlicher Betrachtung ist Achim Beierlorzer ein typischer Trainer für Mainz 05. Er ist ein akribischer und reflektierter Fußballfachmann, der eine enorme persönliche Entwicklung genommen hat", sagte FSV-Sportvorstand Rouven Schröder, der Beierlorzer aus gemeinsamen Zeiten bei der SpVgg Greuther Fürth kennt: "Er verfügt über eine natürliche Autorität und ein Talent, Fußballer zu führen und zu entwickeln und in seinen Teams einen besonderen Teamgeist zu wecken. Die Erfahrung, die er beim 1. FC Köln gemacht hat, mindert meine fachliche Einschätzung nicht."

Doch nun soll knapp 200 Kilometer rheinaufwärts alles besser werden. "Mainz 05 ist ein besonderer Verein, eine Erfolgsgeschichte, vor der ich den größten Respekt habe. Beim FSV lebt man eine klare Fußballphilosophie, und diese deckt sich mit meiner", sagte Beierlorzer: "Wir wollen aktiven Fußball spielen mit hohem läuferischen Einsatz und großer Leidenschaft. So können wir die Fans begeistern." Im zweiten Versuch soll es jetzt auch mit Punkten gegen die TSG klappen.