
Abstiegskampf: Ein Trio will den Klassenerhalt
Der VfL Wolfsburg, der FC St. Pauli und der 1. FC Heidenheim wandeln nah am Abgrund und drohen in die 2. Bundesliga abzustürzen. Noch ist aber nicht aller Tage Abend, es bleibt die Hoffnung auf den Klassenverbleib.
Am vergangenen Wochenende konnten sich einige Teams wie der 1. FSV Mainz 05, Borussia Mönchengladbach oder der Hamburger SV den vorzeitigen Klassenerhalt sichern. Der 1. FC Köln und der SV Werder Bremen scheinen sicher, sind es rechnersich aber noch nicht ganz. Alles blickt auf die letzten drei Plätze, die es wahscheinlich unter sich ausmachen, wer auf dem "begehrten" Relegationsplatz landet.
Platz 16: VfL Wolfsburg (26 Punkte, Tordifferenz -25)
Der VfL Wolfsburg zeigt zuletzt eine stabile Form und ist seit drei Spielen ungeschlagen. Damit haben sie ihre längste Serie in diesem Jahr erreicht und konnten sich erstmals seit längerer Zeit von den direkten Abstiegsplätzen lösen – ein Zeichen für eine positive Entwicklung im Saisonendspurt.
Auch statistisch hat Wolfsburg Vorteile: Mit 42 erzielten Toren ist die Offensive deutlich stärker als die des FC St. Pauli, und auswärts steht das Team mit 16 Punkten im soliden Mittelfeld der Tabelle. Zudem überzeugt die Mannschaft durch intensives Pressing, hohe Laufbereitschaft und individuelle Qualität im Kader. In der Defensive sorgt Torwart Kamil Grabara für Stabilität.
Trotzdem bleibt die Lage spannend, da das Restprogramm schwierig ist: Zunächst wartet mit dem FC Bayern München ein echter Härtetest, bevor es am letzten Spieltag vermutlich zum entscheidenden direkten Duell mit St. Pauli kommt.

Platz 17: FC St. Pauli (26 Punkte, Tordifferenz -28)
Die Kiezkicker scheinen die vermeintlichen "Verlierer" des 32. Spieltages gewesen zu sein, so mussten sie gegen Mainz eine 1:2-Heimniederlage einstecken, die den Mainzern jedoch den Klassenerhalt sicherte. Seit acht Spielen ist das Team von Alexander Blessin sieglos und steht wieder auf einem direkten Abstiegsplatz. Dennoch haben die Hamburger den Klassenerhalt noch selbst in der Hand, da am letzten Spieltag das direkte Duell mit dem VfL Wolfsburg ansteht.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt jedoch auch Stärken: Defensiv steht St. Pauli vergleichsweise stabil, mit nur 55 Gegentoren deutlich besser als Wolfsburg (67) oder etwa 1. FC Heidenheim (69). Zudem lässt das Team nur wenige Abschlüsse zu und überzeugt durch hohen Einsatz sowie Laufbereitschaft. Im Tor sorgt Nikola Vasilj als starker Rückhalt für Sicherheit.
Allerdings gibt es auch ein schlechtes Omen: In der Hinrunde holte St. Pauli aus den letzten beiden Spielen nur einen Punkt – eine Ausbeute, die angesichts des kommenden Duells mit Wolfsburg und des ohnehin schlechteren Torverhältnisses wohl nicht reichen würde. Mit dem schweren Restprogramm gegen RB Leipzig und Wolfsburg bleibt die Lage daher angespannt.

Platz 18: 1. FC Heidenheim (23 Punkte, Tordifferenz -31)
Auch der 1. FC Heidenheim mischt im Abstiegskampf noch mit – und hat sich zuletzt eindrucksvoll zurückgemeldet. Am vergangenen Spieltag war sogar gegen den FC Bayern München eine Überraschung möglich, am Ende blieb immerhin ein Punkt, den sie vielleicht so garnicht erwartet hätten. Generell zeigt die Formkurve nach oben: Nur eine Niederlage aus den letzten sechs Spielen spricht dafür, dass sich das Team noch längst nicht aufgegeben hat.
Der Rückstand auf den Relegationsplatz ist inzwischen auf drei Punkte geschrumpft, nachdem er vor wenigen Spieltagen noch deutlich größer war. Rein rechnerisch ist der Klassenerhalt damit weiterhin möglich – auch wenn durch das direkte Duell zwischen Wolfsburg und St. Pauli am letzten Spieltag wohl mehr aufgeholt werden muss. Historisch gesehen ist so ein Comeback zwar selten, aber nicht unmöglich, wie etwa bei Eintracht Frankfurt im Jahre 1999.
Spielerisch setzt Heidenheim vor allem auf schnelles Umschaltspiel und gehört mit neun Kontertoren zu den gefährlichsten Teams der Liga in dieser Kategorie. Ein weiterer Hoffnungsschimmer ist das Restprogramm: Gegen den 1. FC Köln und den 1. FSV Mainz 05 warten Gegner, die bereits weitgehend gesichert sind. Damit bleibt für Heidenheim die realistische Chance auf ein kleines Fußball-Wunder.











