Hamburg - Noch zwei Spiele stehen im engsten Abstiegskampf der Bundesiga-Historie an. Im Kurzinterview verrät HSV-Torwart René Adler, warum der Hamburger SV die Klasse halten wird.

Frage: Herr Adler, wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Spürt man eine besondere Anspannung im Team?

René Adler: Gegen den SC Freiburg haben wir kein gutes Spiel gemacht. Aber wir haben uns nicht lange mit dem Unentschieden befasst. Im Gegensatz zur vergangenen Saison, als wir ebenfalls im Abstiegskampf verwickelt waren, hat die Mannschaft wesentlich mehr Erfahrung. Auch im Umfeld des Vereins ist es ruhiger. In der vergangenen Saison war es unruhiger und es gab mehr Tumulte.

"Wir haben es in der eigenen Hand"

Frage: Was spricht für Ihre Mannschaft?

Adler: Wir sind alle hundertprozentig vom Klassenerhalt überzeugt. In den vergangenen Wochen haben wir brutal hart an uns gearbeitet. Wir treten jetzt noch geschlossener auf und sind noch enger zusammengerückt. Bruno Labbadia hat uns diesen Zusammenhalt vorgelebt. Es schert keiner aus, das würde Labbadia auch sofort unterbinden.

Frage: Woran arbeiten Sie jetzt noch konkret im Training?

Adler: Wir werden uns in dieser Woche einen Plan ausarbeiten und versuchen diesen auch gegen den VfB durchzudrücken.

Frage: Wie bewerten Sie das Restprogramm des HSV?

Adler: Ich fokussiere mich nur auf das nächste Spiel beim VfB Stuttgart. Es kostet mich auch zu viel Energie, wenn ich auf die anderen Teams schaue. Wir wollen nicht auf Remis spielen, sondern dort gewinnen. Dann haben wir unser Endspiel am übernächsten Samstag gegen den FC Schalke 04.

Frage: Gute Nerven oder die Qualität: Was entscheidet im Abstiegskampf?

Adler: Vor ein paar Wochen nach der 0:1-Niederlage in Bremen hatten uns schon fast alle abgeschrieben. Jetzt haben wir es in der eigenen Hand. Wir haben in den jüngsten Spielen viele Nackenschläge wegstecken müssen. Die Gegner wissen, dass sie uns nicht abschreiben dürfen. Als Team sind wir noch näher zusammengerückt, und jeder Spieler übernimmt ein Stück mehr Verantwortung. Wir haben trotz der angespannten Lage wieder sehr viel Spaß beim Training. Das halte ich für sehr wichtig. Die Mannschaft, die am konzentriertesten und mit Spaß und Freude am Fußball spielen zu Werke geht, wird am Ende die Klasse halten. Davon bin ich überzeugt. Und bei uns macht es derzeit brutal viel Spaß beim Training.

Aus Hamburg berichtet Alexander Barklage

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