Zwei Schüsse, zwei Tore: Frankfurts Sebastian Rode ist vor dem gegnerischen Tor besonders effizient - © IMAGO/Jan Huebner/IMAGO/Jan Huebner
Zwei Schüsse, zwei Tore: Frankfurts Sebastian Rode ist vor dem gegnerischen Tor besonders effizient - © IMAGO/Jan Huebner/IMAGO/Jan Huebner
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Zwischenbilanz: Spieler und Clubs mit der besten Abschluss-Effizienz

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Noch ist die Saison 2022/23 jung, aber nach sieben Spieltagen bietet die erste Länderspielpause eine ideale Gelegenheit, um ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. bundesliga.de wirft einen Blick auf die besten Spieler und Clubs in verschiedenen Kategorien. Hier: Die Akteure und Mannschaften mit der besten Abschluss-Effizienz.

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Da die Abschluss-Effizienz anders als bei den xGoals nicht alleine aus der Torwahrscheinlichkeit der erspielten Chancen berechnet wird, sondern ebenfalls die tatsächlich erzielten Treffer zugrunde liegen, setzt sich die Top-Fünf aus Spielern aller Positionen zusammen.

Angeführt wird die Rangliste dennoch von Top-Torjäger Sheraldo Becker. Der Angreifer des 1. FC Union Berlin liegt mit einer Abschluss-Effizienz von 4,3 weit vorne, hat nach sieben Spieltagen schon sechs Mal getroffen. Dafür hat er aber auch 17 Torschüsse benötigt.

Gefolgt wird Becker von Kerem Dermirbay (2,5), Sebastian Rode (1,9), Sven Michel (1,8) und Matthias Ginter (1,7) - die Plätze drei bis fünf liegen dicht beieinander.

Rode - eiskalter Vollstrecker

Vor allem Rode erwies sich in der Anfangsphase der Saison als eiskalter Vollstrecker. Der Frankfurter Mittelfeldspieler gab nur zwei Torschüsse ab - und versenkte beide. Sein xGoals-Wert liegt bei gerade einmal 0,1. Ähnlich sieht es bei Michel aus. Der Angreifer aus Berlin-Köpenick traf ebenfalls mit zwei Torschüssen zwei Mal. Sein xGoals-Wert liegt mit 0,2 nur unwesentlich höher als der von Rode.

Mit Ginter findet sich auch ein Abwehrspieler in der Rangliste der fünf Akteure mit der besten Abschluss-Effizienz. Der Innenverteidiger des SC Freiburg hat bereits zwei Tore (fünf Torschüsse) geschossen. Häufiger hatte er in einer gesamten Bundesliga-Saison zuletzt vor fünf Jahren getroffen (2017/18, fünf Treffer).

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Abschluss-Effizienz der Clubs

Tabellenführer Union Berlin führt auch die Top-Fünf Clubs mit der besten Abschluss-Effizienz an. Mit einem Wert von 7,1 liegen die Eisernen unangefochten an der Spitze. Auf Platz zwei folgt Eintracht Frankfurt (2,4), Dritter ist der SV Werder Bremen (1,8). Der FC Bayern München (1,6) und die TSG Hoffenheim (0,3) vervollständigen die Rangliste.

Bei den Berlinern bestätigen die Werte die herausragende Saison. Die Tabellenführung ist keineswegs ein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis eines richtig starken Saisonstarts. Mit 15 Treffern hat die Elf von Urs Fischer die zweitmeisten Tore der Liga erzielt - und gerade einmal 85 Torschüsse haben sie dafür benötigt.

Bayern profitieren vom guten Saisonstart

Noch seltener aufs Tor geschossen hat aus den Top-Fünf nur die zweitplatzierte Eintracht, die aus 80 Versuchen 14 Tore gemacht hat und damit auf Platz drei der Torliste steht. Und auch die Trefferquote des SV Werder kann sich sehen lassen: Für 13 Tore haben sie 86 Schüsse abgegeben.

Beim FC Bayern sieht das schon wieder etwas anders aus. Zwar haben die Münchner mit Abstand die meisten Tore geschossen (19), doch haben sie hierfür auch 164 Versuche gebraucht - mit Abstand die meisten der ganzen Liga. Rein auf die Torabschlüsse bezogen, folgt auf die Bayern der SC Freiburg (104), RB Leipzig (101), der 1. FC Köln (98) und Bayer 04 Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund (je 97), die zwar eine negative Abschluss-Effizienz, dafür aber fast alle einen hohen xGoals-Wert aufweisen.

Der FCB profitiert bei seiner Abschluss-Effizienz besonders von den ersten drei Spieltagen, als diese noch bei +6,5 lag. An den folgenden vier Spieltagen lag sie mit -4,9 sogar deutlich im negativen Bereich. Interessant ist die Abschluss-Effizienz (0,3) auch bei der TSG Hoffenheim. Die Kraichgauer haben 12 Bundesliga-Treffer erzielt und liegen bei einem xGoals-Wert von 11,7 damit noch so gerade im Soll.

Wenn Bremen vor dem gegnerischen Tor auftaucht, wird es gefährlich - IMAGO / Nordphoto