FC Bayern München gegen VfB Stuttgart - in diesem Duell kann sich am Samstag (ab 15 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) das Titelrennen entscheiden, zumindest aber der Kampf um die Champions-League-Plätze.

Der Sieger hat zumindest Platz 2 und damit die direkte Qualifikation für die europäische "Königsklasse" sicher, dem Verlierer droht dagegen die Teilnahme an der finanziell weniger lukrativen UEFA Europa League.

Wer hat in der Allianz Arena die besseren Karten am 34. Spieltag der Bundesliga-Saison 2008/09?

bundesliga.de hat vor dem Süd-Kracher die Schlüsselspieler beider Vereine unter die Lupe genommen.

Butt und Lehmann: Unentschieden

Jörg Butt ist mit einer Quote gehaltener Bälle von 77 Prozent drittbester Keeper der Liga. Lehmann liegt auf Rang 6, er wehrte 71 Prozent der Schüsse auf seinen Kasten ab. Dem Stuttgarter unterliefen in dieser Saison vier schwere Fehler, die zu Gegentoren führten, aber auch Butt leistete sich schon einen derartig schweren Patzer. Kein Torhüter hielt in dieser Spielzeit öfter zu Null als Lehmann (13 Mal). Der VfB-Schlussmann kassierte sechs seiner letzten elf Gegentreffer per Fernschuss. Insgesamt musste nur Gerhard Tremmel mehr Gegentore aus der Distanz hinnehmen (elf) als der Stuttgarter (neun).

Lucio und Delpierre: Vorteil Bayern

Lucios Offensivdrang ist deutlich ausgeprägter als der von Delpierre (35 gegenüber sechs Torschüsse), aber das Ergebnis ist dasselbe: Beide kommen auf ein Saisontor. Der Stuttgarter gab sogar mehr Torvorlagen (zwei) als der Münchner (eins). Bei den Ballkontakten, Flanken und Dribblings hat Lucio allerdings klar die Nase vorn. Auch die Zweikampfwerte des Brasilianers sind eine Klasse für sich: Mit 75 Prozent gewonnener Duelle am Ball (Delpierre nur 61 Prozent) ist er der zweitbeste Zweikämpfer der Liga.

Van Bommel und Hitzlsperger: Unentschieden

In der Offensive ist Hitzlsperger erheblich präsenter als van Bommel: Er kam mehr als doppelt so oft zum Abschluss und gab mehr als doppelt so viele Torschussvorlagen. Mit neun Scorerpunkten hat Hitzlsperger klare Vorteile gegenüber van Bommel (zwei). Der Holländer wiederum ist häufiger am Leder und führte erheblich mehr Zweikämpfe am Ball. Auch seine Erfolgsquote ist dabei deutlich besser als die von Hitzlsperger (55 Prozent gegenüber 44 Prozent). Ligaweit schlägt van Bommel die meisten langen Pässe (355) und zeigt dabei eine erstaunliche Passsicherheit von 73 Prozent.

Ribery und Hilbert: Vorteil Bayern

Ribery ist Hilbert in fast allen Belangen überlegen. Trotz weniger Einsatzzeit gab der Franzose doppelt so viele Torschüsse ab (68 gegenüber 34) und lieferte doppelt so viele Torschussvorlagen (78 gegenüber 39). Beinahe entsprechend ist auch die Zahl der Torbeteiligungen bei Ribery doppelt so hoch (16 gegenüber 8). Im Schnitt gibt Ribery alle 25 Minuten eine Torschussvorlage - das ist Ligabestwert. Hilbert benötigt dafür durchschnittlich 58 Minuten. Der Franzose ist wesentich häufiger am Ball als Hilbert und hat eine erheblich bessere Passquote (84 Prozent gegenüber 75 Prozent).

Toni und Gomez: Vorteil Stuttgart

Luca Toni kommt ligaweit am häufigsten zum Abschluss (im Schnitt alle 19 Minuten). Mario Gomez braucht pro Torschuss gut 3 Minuten länger. Dafür trifft der VfB-Stürmer häufiger ins Schwarze (alle 115 Einsatzminuten) als der Italiener (alle 141 Minuten). Die Chancenverwertung von Gomez ist mit 23 Prozent erheblich besser als die von Luca Toni (15 Prozent). Als Vorbereiter traten beide sechs Mal in Erscheinung - dafür benötigte Gomez fast dopppelt so viele Torschussvorlagen wie Toni.