Köln - Der FC Bayern München nimmt die Meisterschale in Empfang und verabschiedet Philipp Lahm und Xabi Alonso. Beim 1. FC Köln steigt nach dem Sprung ins internationale Geschäft die größte Party seit 25 Jahren und der Hamburger SV hat den Abstieg - mal wieder - vermieden. Über diese Themen spricht die Bundesliga nach dem letzten Spieltag.

1) Meisterfeier und Abschiede

Es war ein großer Tag in München! Nicht nur, dass der FC Bayern nach dem 4:1-Sieg gegen den SC Freiburg zum 26. Mal die Bundesliga-Meisterschale entgegennahm, auch zwei ganz Große des Weltfußballs feierten mit der letzten Partie der Saison ihren Abschied vom Profifußball. "Es war ein emotionaler Tag für Xabi Alonso, für Philipp Lahm, für alle", erklärte Trainer Carlo Ancelotti. "Sie haben eine fantastische Saison und Karriere gespielt", fügte der Italiener, der um die obligatorische Bierdusche natürlich nicht herumkam, an. "Für das nächste Jahr bitte ich um etwas wärmeres Bier." Und Phillip Lahm? Der scheidenden FCB-Kapitän ergriff bei der Feier am Münchner Marienplatz das Wort: "Mein Dank gilt allen meinen Mitspielern, den Trainern und Betreuern mit denen ich zusammengearbeitet habe. Nur die haben es möglich gemacht, dass ich so eine Karriere hatte." Bodenständig und bescheiden bis zum Schluss, dieser Philipp Lahm!

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2) Der FC ist wieder da!

Auch wenn die Bayern in München die Meisterschaft feiern konnten, fand die größte Fußballparty des Landes gestern wohl in Köln statt. Der 1. FC Köln schlug vor heimischem Publikum den 1. FSV Mainz 05 mit 2:0 und machte auch dank der Ergebnisse der Europa-Konkurrenz den direkten Sprung in die Gruppenphase der Europa League klar. 25 lange Jahre mussten die Geißböcke auf die Rückkehr auf die internationale Bühne warten – kein Wunder, dass in der Domstadt nach Abpfiff alle Dämme brachen. "Das ist unbeschreiblich - wir werden jetzt eine Woche durchfeiern", erklärte ein euphorisierter Timo Horn nach der Partie. Klare Sache, ob im Stadion oder auf den Kölner Ringen oder unzähligen Kneipen in der Innenstadt: Die Party fand in dieser schönen Mainacht am Rhein kein Ende mehr.

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3) Die Uhr tickt weiter

Und jährlich grüßt der Dino... so könnte die Überschrift hier mittlerweile durchaus auch lauten. Denn erneut machte es der Hamburger SV im Abstiegskampf mal wieder richtig spannend. So kam es am letzten Spieltag zum direkten Duell mit dem VfL Wolfsburg und zunächst sah es so aus, als müssten die Hanseaten erneut in der Relegation antreten - die Wölfe sorgten mit ihrem Führungstreffer nämlich erst einmal für Stille im Volksparkstadion. Dem HSV gelang zwar nur ein paar Minuten später der Ausgleich, ein Remis hätte aber nicht gereicht, um die Relegation zu verhindern. Dann kam aber der große Moment des Luca Waldschmidt. Kurz zuvor erst eingewechselt, erlöste der gebürtige Siegener den HSV und seine Fans in der 88. Minute mit seinem Tor zum 2:1 - es war das erste Bundesliga-Tor überhaupt für Waldschmidt. Der Dino ist – mal wieder – gerettet.

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4) Auba krallt sich die Krone

Spannung bis zum Schluss bot in dieser Saison auch der Kampf um die Torjägerkrone. Vor dem letzten Spieltag lag Robert Lewandowski mit 30 Saisontoren genau ein Tor vor Verfolger Pierre-Emerick Aubameyang. Es sah so aus, als könnte der Bayern-Stürmer sich erneut zum Torschützenkönig krönen lassen. Doch Auba hatte etwas dagegen, erzielte beim unterhaltsamen Dortmunder 4:3-Sieg gegen Werder Bremenseine Saisontore 30 und 31 und zog so auf den letzten Metern noch an Lewy vorbei. Damit ist Aubameyang der vierte BVB-Torschützenkönig in der Bundesliga-Historie – ein Platz in den Geschichtsbüchern ist dem Gabuner also sicher!

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5) Wolfsburg in der Relegation

"Das Ergebnis ist eine Riesen-Enttäuschung für die Spieler, den Stab und die Fans", blieb VfL-Trainer Andries Jonker nach dem Schlusspfiff nur noch zu sagen. Kurz zuvor hatte seine Mannschaft das Endspiel in Hamburg gegen den HSV verloren – der VfL Wolfsburg muss damit erstmals in die Relegation. Für die Wölfe ist es der traurige Schlusspunkt hinter einer turbulenten Saison. Doch Jonker gab direkt wieder die Marschrichtung vor: "Wir kriegen das hin. Das Vertrauen ist noch immer da." Hinkriegen müssen es die Wölfe nun auch – in der Relegation warten gegen Eintracht Braunschweig jetzt sogar sogar zwei Derbys auf den VfL – ein Abstieg wäre dann wohl noch schmerzhafter als ohnehin schon.

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