Mit dem Titel im eigenen Land wurde es für das DFB-Team zwar nichts, aber die WM 2006 bleibt unvergesslich. bundesliga.de blickt zurück.

Der Wettergott muss Fußball-Fan sein.

Anders lässt sich kaum erklären, dass zwischen dem 9. Juni, dem Tag des Eröffnungsspiels, und dem Finalerfolg der Italiener über Frankreich praktisch kein Tropfen Regen deutschen Boden berührte.

Traumhaftes Wetter

Und wenn doch, dann ganz sicher mitten in der Nacht. Sömmermärchen im Regen wären schließlich nur halb so märchenhaft.

Aber der Reihe nach. Das Wetter mag seinen Teil dazu beigetragen haben, dass die WM 2006 in Deutschland ein Erfolg auf ganzer Linie war.

Für den "Rest" sorgten eine perfekte Organisation, eine beherzt auftretende deutsche Nationalmannschaft und fantastische Fans.

Auftaktsieg über Costa Rica

Welche Rolle der 4:2-Auftakterfolg Deutschlands über Costa Rica gespielt hat, lässt sich im Nachhinein schwer sagen.

Spätestens nach dieser Partie setzte sich jedoch eine Welle der Euphorie quer durchs Land in Gang, die bisher unbekannte Ausmaße erreichte.

Souveräne Erfolge

Und die Nationalmannschaft ließ sich davon tragen. Vorrunden-Siege gegen Polen (1:0) und Ecuador (3:0) folgten, im Achtelfinale war Schweden beim 2:0 kein ernsthafter Prüfstein.

Anders Argentinien im Viertelfinale. Aber auch die "Gauchos" konnten die Klinsmann-Elf nicht stoppen, die im Elfmeterschießen die Nerven behielt.

Halbfinal-Aus und Party gegen Portugal

Im Halbfinale war dann leider Schluss. Italien war einfach abgezockter. Ende der landesweiten Euphorie? Denkste.

Das Spiel um Platz drei gegen Portugal (3:1), traditionell eigentlich das überflüssigste Spiel einer Weltmeisterschafts-Endrunde, wurde spontan zu einer rauschenden Abschiedsparty.

Und auch wenn am Ende Italien, und nicht Deutschland, seinen vierten WM-Titel bejubelte - diese WM wird kein deutscher Fußball-Fan jemals vergessen.

Christof Greiner