Die Bundesliga-Saison 1995/96 begann mit einem Novum: Es wurden erstmals drei Punkte für einen Sieg vergeben.

Am Ende gab aber nicht die Anzahl der Dreier den Ausschlag zum Gewinn der Meisterschaft. Denn da hatten sowohl Borussia Dortmund als auch der FC Bayern 19 zu Buche stehen. Die Münchner verloren aber gleich zehn Mal und damit sechs Mal häufiger als der BVB.

Neue Puzzle-Teile für den "General"

Der Vaters des Erfolges für die "Schwarz-Gelben" war erneut Ottmar Hitzfeld. Mit der Titelverteidigung stieg er endgültig in die Trainer-Elite auf.

Der "General" schaffte es auf Anhieb, die Neuverpflichtungen Heiko Herrlich, Jürgen Kohler, Patrick Berger, Ruben Sosa und später auch Jörg Heinrich in den Meisterkader der vergangenen Saison zu integrieren.

76 Treffer ins Glück

Der Lohn: Die Mannschaft landete sowohl in der Heim- als auch in der Auswärtstabelle auf der Spitzenposition. Mit 76 Toren war das Team auch das torhungrigste der Liga.

Lediglich bei der Anzahl der Gegentreffer mussten sich die Westfalen mit Rang 4 begnügen. Doch das Tat der Freude der Fans über den fünften Meistertitel des BVB keinen Abbruch.

Einbruch nach Traumstart

Weniger erfreulich verlief die Saison für Otto Rehhagel, der nach 15 Jahren bei Werder Bremen als Trainer zu den Bayern gewechselt war.

Zwar gewannen Rehhagel, Lothar Matthäus, Jürgen Klinsmann und Co. die ersten sieben Saisonspiele, in der Folge lief aber vieles schief.

Kurz vor dem Saisonende und nur drei Tage vor dem UEFA-Pokal-Finale gegen Girondins Bordeaux wurde Rehhagel beim FCB entlassen. Franz Beckenbauer übernahm als Interimscoach und führte die Bayern im Endspiel zum ersten UEFA-Pokal-Sieg der Vereinsgeschichte. In der Liga reichte es aber dennoch "nur" zu Platz 2.