München - Die Bayern verlieren auch in Hoffenheim nicht und ziehen mit der Jahrhundertelf des HSV gleich, BVB-Angreifer Robert Lewandowski schießt sich für Arsenal warm, Bayer-Coach Sami Hyypiä verzockt sich und Sebastian Polter übt sich in ungewohnter Rolle. Darüber spricht die Liga am 11. Spieltag...

Bayern auf Augenhöhe mit dem HSV

Unzählige Male wurde darüber geredet, jetzt ist es endlich passiert. Die Bayern feierten bei 1899 Hoffenheim einen umkämpften und etwas glücklichen 2:1-Sieg, blieben im 36. Bundesliga-Spiel in Serie ohne Niederlage und stellten damit den uralten Rekord der Jahrhundert-Elf des Hamburger SV ein, die zwischen 1982 und 1983 ebenfalls 36 Spiele in Folge nicht besiegt worden waren. "Von mir aus kann das noch ein paar Wochen so weitergehen", sagte FCB-Kapitän Philipp Lahm.

Hyypiä verzockt sich

Viel riskiert und verloren! Leverkusens Trainer Sami Hyypiä hat sich in Braunschweig ordentlich verzockt. Der Finne setzte auf Rotation und ließ die Leistungsträger Stefan Kießling, Lars Bender, Sidney Sam und Heung Min Son überraschend zunächst auf der Bank, um das Quartett für die anstehende Champions-League-Partie bei Shaktar Donetsk zu schonen. Zwar wechselte Hyypiä Bender, Kießling und Sam in der zweiten Hälfte ein, doch das Trio konnte dem Bayer-Spiel keine entscheidenden Impulse mehr verleihen.

Heimsieg nach über 10.000 Tagen

Nutznießer von Hyypiäs Rotationsgedanken war Aufsteiger Eintracht Braunschweig. Die Niedersachsen durften nach exakt 10.410 Tagen endlich wieder einen Heimsieg in der Bundesliga bejubeln. "Unsere Fans haben uns zu diesem Sieg getragen", meinte Trainer Torsten Lieberknecht. "Meine Jungs haben Leidenschaft gezeigt und sich den Sieg wirklich verdient." Durch den Überraschungsdreier gegen Leverkusen rücken die Löwen bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heran und sind im Klassenkampf wieder voll im Geschäft (Tabelle).

Polter macht den Wetklo

Drei verschiedene Keeper standen bei Mainz 05 am Sonntag zwischen den Pfosten. Zunächst musste in Augsburg Heinz Müller nach 45 Minuten angeschlagen den Platz verlassen und wurde durch Christian Wetklo ersetzt. In der 88. Minute wurde Letzterer dann zum Duschen gebeten, als er FCA-Stürmer Arkadiusz Milik unsanft auf den Boden der Tatsachen holte und Schiedsrichter Bastian Dankert die Aktion zurecht als Notbremse auslegte . Weil die 05er schon dreimal gewechselt hatten, streifte sich Angreifer Sebastian Polter das Torhütertrikot über und fischte sogar einen Freistoß souverän aus dem Winkel.

Baumann zehn Kilo leichter

Apropos Torhüter: Während Freiburgs Schlussmann Oliver Baumann vor Wochenfrist noch der Unglücksrabe war, ist er jetzt der gefeierte Held. Der 23-Jährige entschärfte im Kellerduell beim 1. FC Nürnberg etliche Großchancen und avancierte so zum Matchwinner für den Sport-Club, der einen immens wichtigen 3:0-Auswärtserfolg feierte. "Oliver hat herausragend gespielt", lobte Trainer Christian Streich seinen Keeper (Stimmen). Baumann selbst fielen sämtliche Steine vom Herzen: "Ich bin einfach nur glücklich und bestimmt zehn Kilo leichter."

Lewandowski schießt sich für Arsenal warm

Robert Lewandowski hat sich für die Champions League schon mal richtig warmgeschossen. Der BVB-Angreifer erzielte gegen Angstgegner VfB Stuttgart einen lupenreinen Hattrick binnen 18 Minuten, seinen ersten in der Bundesliga überhaupt. "Wir sind sehr zufrieden. Wir haben das geschafft, was wir uns vorgenommen hatten. Nun konzentrieren wir uns auf die Aufgabe gegen Arsenal, gegen die wir auch drei Punkte holen wollen", sagte der nun Führende der Torjägerliste mit Blick auf das Königsklassen-Duell mit dem FC Arsenal am kommenden Mittwoch.


David Schmidt