Köln - Rekorde, Bestmarken und bemerkenswerte Fakten: Diese 10 Dinge stachen am 17. Spieltag der Bundesliga-Saison 2015/16 heraus.

1) Rekorde, Rekorde, Rekorde!

Der FC Bayern München spielte zwar nur die zweitbeste Hinrunde der Bundesliga-Geschichte, aber zwei Spieler sorgten in Hannover für bemerkenswerte Bestmarken. Thomas Müller verwandelte den Elfmeter zum 1:0 bei Hannover 96. Das ist zwar nicht weiter spektakulär, aber die Bayern blieben zum 67. Mal in Serie ungeschlagen, wenn der Ur-Bayer traf. Damit überholte Müller den vorherigen Rekordhalter Michael Zorc (66 Spiele zwischen 1988 und 1996). Für Manuel Neuer war es die 143. Partie ohne Gegentor im 300. Bundesliga-Spiel. Auch das ist einmalig!

Hintergrund: Manuel Neuer – Der beste Torhüter der Bundesliga-Geschichte

2) Vollsprint aus dem Keller

Nach dem 12. Spieltag zierte der FC Augsburg noch das Tabellende. Fünf Spiele und 13 Punkte später sind die Fuggerstädter auf Rang 12 geklettert und haben fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Auch, weil die Mannschaft von Markus Weinzierl auswärts groß auftrumpft. In Hamburg feierte der FCA den dritten Auswärtssieg in Serie und stellte damit den eigenen Vereinsrekord ein (gab es zuvor nur einmal Anfang 2014).

Hintergrund: Fit, fitter, Augsburg.

3) Chicharito Superstar

Der Mexikaner ist derzeit überhaupt nicht zu stoppen. Beim Leverkusener 1:0-Erfolg in Ingolstadt markierte der Torjäger bereits sein elftes Saisontor. Es war sein zehnter Treffer in den letzten acht Bundesliga-Partien. Die beste Quote in diesem Zeitraum. Wettbewerbsübergreifend knipste Chicharito in den vergangenen 14 Pflichtspielen 17 Mal. Die „kleine Erbse“ ist für Defensivreihen derzeit äußerst schwer verdaulich.

4) Modeste trifft wieder

Er hätte sich kaum einen besseren Zeitpunkt aussuchen können: Gegen Borussia Dortmund erzielte Anthony Modeste in der 90. Minute den 2:1 Siegtreffer. Der athletische Mittelstürmer beendete damit seine Flaute von 681 torlosen Minuten. Nebenbei bescherte er dem 1. FC Köln die beste Hinrunde seit 15 Jahren. Zuletzt holte der FC 2000/01 unter Ewald Lienen mehr Zähler als die 24 in dieser Spielzeit.

5) Immer wieder Freitags

Freitagabend ist regelmäßig Partystimmung auf Schalke. Die Knappen bauten durch den 1:0-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim eine fast unheimliche Serie aus. Von den letzten 13 Heimspielen an einem Freitagabend gewann der FC Schalke zwölf (ein Remis). Da wird es S04 ärgern, dass zumindest die nächsten beiden Heimspiele nicht an Schalkes Lieblingstag stattfinden.

Hintergrund: Video "Magischer Freitag"

6) Auf den Dreier folgt die Unterschrift

Der VfB Stuttgart unterstich gegen den VfL Wolfsburg seine aufsteigende Form und fuhr den ersten Bundesliga-Sieg unter Jürgen Kramny ein. Zur Belohnung befördern die Schwaben den 44-Jährigen bis 2017 zum Cheftrainer. Entscheidender Mann gegen die Wölfe war Daniel Didavi, der für seine beiden Treffer nur zwei Torschüsse benötigte und für den VfB erstmals zu Hause einen Doppelpack schnürte.

7) Der Hertha-Lauf geht weiter

Der 2:0-Erfolg gegen den 1. FSV Mainz 05 war für Hertha BSC bereits der zehnte Sieg in dieser Saison. Das ist jetzt schon einer mehr als in der gesamten letzten Saison. Mit 32 Zählern spielten die Berliner zudem die zweitbeste Hinrunde der Vereinsgeschichte. Nur in der Spielzeit 2008/09 war die Alte Dame noch erfolgreicher.

8) Frankfurter Befreiungsschlag

Nach nur einem Erfolg aus den letzten 12 Partien und sechs sieglosen Spielen in Serie feierte Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen einen enorm wichtigen Dreier im Tabellenkeller. Für Siegtorschütze Stefan Aigner ging auch eine persönliche Durststrecke zu Ende: Der Treffer zum 2:1 war für den Rechtsaußen das erste Erfolgserlebnis nach zuvor 20 torlosen Bundesliga-Spielen (die Topdaten zur Partie).

9) Premiere für die Fohlen

Der dramatische 3:2-Erfolg von Borussia Mönchengladbach gegen Darmstadt 98 war ein würdiger Abschluss einer Aufregenden Hinrunde. Die Fohlen sammelten die Zähler 27 bis 29 unter André Schubert und festigten den vierten Platz. Nebenbei sorgten Stindl und Co. gegen die Lilien für ein Novum in der ruhmreichen Bundesliga-Geschichte der Borussia: Nie zuvor drehte Mönchengladbach ein Spiel in Unterzahl. Der nächste Vereinsrekord für Erfolgstrainer Schubert.

10) Hop oder Top

Weihnachten ist zwar ein fest des Gebens, aber Punkte wollte am letzten Spieltag vor den Feiertagen niemand teilen. In allen neun Partien ging eine Mannschaft als Sieger vom Platz. Das hatte es in dieser Spielzeit zuvor nur am 10. Spieltag gegeben.

Florian Reinecke