Mainz - Paukenschlag des Neulings: Der FC Ingolstadt 04 hat bei seinem Debüt in der Bundesliga den ersten Sieg gelandet. Der Aufsteiger setzte sich zum Saisonauftakt mit 1:0 (0:0) beim 1. FSV Mainz 05 durch. Die Mainzer kassierten dagegen erstmals eine Heimspiel-Niederlage am ersten Spieltag.

Lukas Hinterseer (66.) erzielte den Premierentreffer für den 54. Bundesligisten, der in der ersten Runde des DFB-Pokals noch eine Niederlage (1:2) beim Viertligisten SpVgg Unterhaching erlitten hatte. Der FSV, im Pokal beim Drittligisten Energie Cottbus ohne Probleme (3:0), enttäuschte hingegen.

FCI hält in allen Belangen mit

Die 27.152 Zuschauer in der Mainzer Arena sahen in der ersten Viertelstunde eine mäßige Partie. Weder die Ingolstädter noch die Mainzer konnten sich eine Torchance erarbeiten. Kampf war auf beiden Seiten Trumpf.

Die Gäste, bei denen der bisherige Stammtorhüter Ramazan Özcan den Vorzug vor dem norwegischen Neuzugang Örjan Nyland erhalten hatte, konnten mit ihrem Auftritt in der Anfangsphase aber sicher eher zufrieden sein als die Mainzer. Die Mannschaft des österreichischen Trainers Ralph Hasenhüttl hielt in allen Belangen mit den Gastgebern mit.

Mainz enttäuscht in der Offensive

Bei den Mainzern, die kurz vor der Partie die Verpflichtung des künftigen Ersatztorhüters Gianluca Curci vom AS Rom bekannt gaben, lief nicht viel zusammen. Das Team von Trainer Martin Schmidt, der Julian Baumgartlinger zum neuen Kapitän gemacht hat, enttäuschte vor allem in der Offensive. Nur der Spanier Jairo Samperio hatte in der 27. Minute so etwas wie eine Chance.

Die Abgänge der Leistungsträger Johannes Geis und Shinji Okazaki waren den Mainzern deutlich anzumerken. Ingolstadt war in der ersten Hälfte das bessere Team, eine Führung wäre verdient gewesen.

Hinterseer eiskalt

Nach der Pause wurde Mainz dann stärker. In der 58. Minute verbuchte Neuzugang Florian Niederlechner eine richtig gute Möglichkeit für den FSV, Özcan war aber zur Stelle. Kurz darauf traf Hinterseer und bestrafte damit die Rheinhessen eisakalt. Nach dem Rückstand fiel den Mainzern nicht mehr viel ein.

Spieler des Spiels: Marvin Matip

Marvin Matip war der Fixpunkt der extrem starken FCI-Defensive. Genau wie sein Bruder Joel feierte er mit seinem Team einen Auswärtssieg zum Bundesliga-Auftakt. Er war der zweikampfstärkste FCI-Spieler, entschied 75 Prozent der Duelle für sich. Dabei kam Matip ohne ein einziges Foul aus. 

SID

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