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Union Berlin nach 1:0-Sieg gerettet - SC Paderborn steigt ab

Steffen Baumgart lief an der Seitenlinie auf und ab, er brüllte und klatschte sein Team bis zuletzt nach vorne, doch alle Mühe war vergebens. Der SC Paderborn steht als erster Absteiger aus der Bundesliga fest und muss als Schlusslicht den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Die Ostwestfalen verloren am 32. Spieltag beim nun geretteten Mit-Aufsteiger Union Berlin trotz einer beherzten Leistung mit 0:1 (0:1). Der Rückstand auf den Relegationsplatz ist in den verbleibenden zwei Saisonspielen nicht mehr aufzuholen.

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FANTASY HEROES: Reichel (14 Punkte) | Andrich (12) | Andersson (11)

Für Paderborn ist es nach 2015 der zweite Bundesliga-Abstieg - besiegelt wurde er ausgerechnet am Tag der Bundesliga-Rückkehr des Lokalrivalen Arminia Bielefeld. Zudem wechselt der SC Paderborn im dritten Jahr in Folge die Spielklasse, nachdem er in den beiden Vorsaisons von der 3. Liga bis in die Bundesliga durchmarschiert war.

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Großer Jubel herrschte dagegen bei Union Berlin: Dem Liganeuling gelang der vorzeitige Klassenerhalt, Union darf ein weiteres Jahr im Oberhaus planen - zwei Derbys gegen Hertha BSC inklusive. Der ehemalige Unioner Ben Zolinski (27., Eigentor) hatte die Berliner mit einer verunglückten Abwehraktion in Führung geköpft.

Angesichts der scheinbar aussichtslosen Lage im Tabellenkeller hatte Trainer Baumgart vor dem Spiel bei seinem Herzensklub Union den Druck von seiner Mannschaft genommen. "Die Spieler sollen sich gegenseitig unterstützen und mutig nach vorne spielen. Wir können befreit aufspielen", hatte der Coach gesagt.

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Das "Feuerwerk", das sich Baumgart von seiner Mannschaft gewünscht hatte, blieb jedoch aus. Der SCP suchte im Spielaufbau vergeblich nach Lösungen gegen die gut organisierten Berliner und leistete sich zu viele einfache Ballverluste. In der Defensive bot Paderborn den Berlinern zudem immer wieder Räume.

Berlins Trimmel im Zweikampf mit Paderborns Vasiliadis - O.Behrendt/Contrast/Pool/imago images

Union nutzte diese mit teils guten Kombinationen. Sebastian Andersson (2.), Ken Reichel (13.) und Marius Bülter (24.), der an den Außenpfosten köpfte, kamen zu guten Möglichkeiten, ehe Zolinski Paderborns ohnehin geringe Chancen auf die Rettung weiter verschlechterte.

Für die einzig gefährliche Aktion der Gäste sorgte Mohamed Dräger (38.), der aus kurzer Distanz aber nur das Außennetz traf. Paderborns Gegenwehr wurde nach dem Seitenwechsel größer.

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Baumgarts Team kam besser in die Zweikämpfe und verlagerte das Spiel zunehmend in die Hälfte des Gegners. Union sorgte nur noch selten für Entlastung - wurde dann aber brandgefährlich: Robert Andrich (72.) scheiterte am Innenpfosten.

Auch defensiv zur Stelle: Berlins Sebastian Andersson - O.Behrendt/Contrast/Pool/imago images

Spieler des Spiels: Sebastian Andersson

Sebastian Andersson arbeitete unermüdlich, gab vier Torschüsse ab (kein Spieler mehr), bestritt die meisten Zweikämpfe auf dem Platz (30) und gewann davon für einen Stürmer ordentlich 47 Prozent.