Zusammenfassung

  • Nürnberg spielt erstmals seit vier Jahren wieder in der Bundesliga.

  • Auch für den Trainer ist es die Premiere in der Bundesliga.

  • Eine Mischung aus Aufstiegshelden und Neuverpflichtungen soll den Klassenerhalt sichern.

Köln - Eine lange Vorbereitung neigt sich dem Ende zu und ab dem 24.8. rollt endlich wieder der Ball in der Bundesliga. bundesliga.de nimmt alle Teams der Bundesliga im Teamcheck genau unter die Lupe. Den Anfang macht der 1. FC Nürnberg.

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Die Aufstiegshelden sollen es richten: Der Kader

Nürnberg konnte das Aufstiegsteam größtenteils zusammen halten. Von den absoluten Stammspielern verließ nur Kevin Möhwald den Club Richtung Bremen. Schon im Winter verließ allerdings Top-Talent Cedric Teuchert die Franken. Trotzdem hielt sich der Aderlass in Grenzen. Dementsprechend holte der FCN mit Robert Bauer (Bremen) und Christian Mathenia (HSV) auch nur zwei gestandene Bundesliga-Profis. In der Startaufstellung wird Mathenia aber vermutlich zunächste der einzige Neuzugang bleiben - sofern er den Kampf um die Nummer 1 für sich entscheidet.

So könnte Nürnberg spielen

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Durchstarter auf der Trainerbank: Michael Köllner

Der Trainer des 1. FC Nürnberg war selber nie Profi, sondern machte bei der Bundeswehr eine Ausbildung zum Zahnarzthelfer. Bereits als Spieler bei der SG Fuchsmühl trainierte Köllner parallel die A-Jugend des Clubs und arbeitete sich stetig nach oben. 2004 schloss er seine Fußball-Lehrer-Ausbildung erfolgreich ab. Nun betritt er mit 48 Jahren zum ersten Mal die Bundesliga-Bühne. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer äußerst ungewöhnlichen Karriere.

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Aktuelle Form

Bis auf ein enttäuschendes 1:2 gegen den Hallescher FC relativ zum Beginn der Vorbereitung stimmten die Ergebnisse weitgehend - auch wenn Anfang August gegen den FC Bologna mit 1:0 verloren wurde. Stark dafür die Generalprobe gegen Real Valladolid im Max-Morlock-Stadion. In der Defensive wirkte das Team von Michael Köllner extrem sattelfest und nutzte vorne eine der wenigen Gelegenheiten zum 1:0-Erfolg.

Die Überraschung des Sommers

Törles Knöll kommt als amtierender Torschützenkönig der Regionalliga Nord aus der Reserve des Hamburger SV zu den Franken. Der 20-Jährige durfte bereits in der letzten Saison sein Bundesliga-Debüt für den HSV feiern und möchte sich jetzt in der Bundesliga etablieren. "Der Junge gefällt uns richtig gut und weiß, wo das Tor steht", lobt Trainer Köllner. In der Vorbereitung hat der Mittelstürmer mit vielen Toren gezeigt, dass er im Sturmzentrum eine echte Alternative sein kann.

Zielsetzung und Prognose

Für den Club gibt es nur ein Ziel - und das ist der Klassenerhalt. Die Mannschaft hat zwar wenig Bundesliga-Erfahrung, ist nach der erfolgreichen Saison 2017/18 aber weitgehend zusammengeblieben. Mit der Aufstiegs-Euphorie im Rücken könnte der Verbleib in der Liga möglich sein.