
Heidenheim hält mit Sieg gegen St. Pauli die Hoffnung am Leben
Der 1. FC Heidenheim 1846 gewinnt verdient gegen den FC St. Pauli mit 2:0 (1:0). Budu Zivzivadze (3.) und Eren Dinkçi (82.) sichern dem 1. FC Heidenheim drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Mit dem Erfolg gegen den direkten Konkurrenten aus Hamburg wahrt der FCH seine minimalen Chancen auf den Ligaverbleib.
Eine Partie mit Endspielcharakter erwartete die Zuschauer auf der Ostalb. Für den 1. FC Heidenheim 1846 ging es gegen den FC St. Pauli um die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Bei einer Niederlage wäre der Abstieg bei dann zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz auch rechnerisch besiegelt gewesen.
Der FCH war zuletzt in ordentlicher Form, verlor nur eines der letzten vier Spiele. St. Pauli hingegen fehlten in der entscheidenden Phase die Siege – von den letzten sechs Partien konnte keines gewonnen werden (drei Remis, drei Niederlagen).
Zivzivadze mit frühem Treffer
Der FCH erwischte einen Start nach Maß. Bereits in der zweiten Minute kam Eren Dinkçi zu einem ersten gefährlichen Abschluss, den Vasilj über die Latte lenkte. Aus der folgenden Ecke fiel dann direkt die Führung: Eine Hereingabe von Hennes Behrens wurde von Adrian Beck in die Mitte geköpft, und nach kurzem Hin und Her drückte Budu Zivzivadze den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (3.). Es war der früheste Treffer in Heidenheims Bundesliga-Geschichte.
Die beste Chance zum Ausgleich hatte Andréas Hountondji in der 24. Minute, doch Diant Ramaj parierte stark und hielt die Führung fest. Insgesamt entwickelte sich eine intensive, aber chancenarme Begegnung ohne große Höhepunkte.

Dinkçi sorgt für die Entscheidung
Nach der Pause brachte St. Paulis Trainer Alexander Blessin mit Martijn Kaars und Eric Smith frische Kräfte, während Frank Schmidt bei Heidenheim erst in der 55. Minute wechselte und Luca Kerber für Beck einwechselte. Die Partie blieb umkämpft, mit leichten Vorteilen für die Gäste, die mehr Ballbesitz hatten. Danel Sinani probierte es in der 49. Minute, traf aber nur das Außennetz.
Heidenheims Defensive und besonders Keeper Ramaj standen jedoch sicher. In der 82. Minute dann die Entscheidung: Nach einer St. Pauli-Ecke reagierte Ramaj schnell und warf den Ball zu Dinkçi, der Eric Smith stehen ließ und mit einem präzisen Schuss zum 2:0 traf. Der FCH brachte den ersten Zu-Null-Sieg der Saison sicher über die Zeit und darf weiter auf den Klassenerhalt hoffen – vier Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz.
Man of the Match: Budu Zivzivadze
Der georgische Stürmer war der entscheidende Mann auf dem Platz. Nicht nur erzielte Zivzivadze das wichtige frühe Führungstor, er arbeitete auch unermüdlich für die Mannschaft. Mit seinem Treffer aus kurzer Distanz (xG-Wert 0,5271) bewies er seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.
Trotz intensiver Bewachung – er war mit 21 Situationen unter Gegnerdruck der meistbedrängte Spieler des Spiels – behauptete er sich immer wieder und gewann die meisten Zweikämpfe (14) auf Seiten des FCH. Zivzivadze wurde von den Fans verdient zum Man of the Match gewählt.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Heidenheim 1,24 - St. Pauli 1,18
Schnellster Spieler: Arkadiusz Pyrka (STP), 35,37 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:0 von Eren Dinkçi (FCH), 14 Prozent
Most Pressed Player: Budu Zivzivadze (FCH), 21 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Adrian Beck (FCH), 2,11
Fantasy Heroes: Diant Ramaj (1. FC Heidenheim 1846, 360 Punkte), Eren Dinkçi (1. FC Heidenheim 1846, 265 Punkte), Budu Zivzivadze (1. FC Heidenheim 1846, 256 Punkte)
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