
Mainz beendet Heidenheims Bundesliga-Traum
Der 1. FC Heidenheim 1846 hat im letzten Saisonspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 0:2 (0:2) verloren und ist damit aus der Bundesliga abgestiegen. Phillip Tietz (7.) und Nadiem Amiri (43.) haben die Tore für die Gäste erzielt. Heidenheim traf zweimal das Aluminium und konnte den Rückstand nicht aufholen.
Am letzten Spieltag der Saison 2025/26 empfing der 1. FC Heidenheim 1846 den 1. FSV Mainz 05 in der ausverkauften Voith-Arena. Für den FCH war es ein Alles-oder-Nichts-Spiel: Nur ein Sieg hätte die Chance auf den Relegationsplatz offengehalten – vorausgesetzt, die Ergebnisse der Parallelpartie zwischen dem FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg stimmten. Heidenheim hatte sich in den Wochen zuvor mit einer beeindruckenden Serie von drei Siegen und drei Remis aus den letzten sieben Spielen zurück ins Rennen gebracht und den Rückstand auf Rang 16 von zehn auf null Punkte verkürzt. Mainz hingegen reiste ohne Druck an – der Klassenerhalt war bereits gesichert, die Gäste wollten die Saison mit einem positiven Ergebnis abschließen.
Früher Schock: Tietz trifft per Kopf
Die Partie begann nervös, Mainz wirkte von Beginn an ballsicherer. In der 7. Minute folgte der frühe Schock für die Hausherren: Kacper Potulski marschierte links an die Grundlinie, seine leicht abgefälschte Hereingabe landete beim gut postierten Phillip Tietz, der aus weniger als zwei Metern per Kopf ins leere Tor einnickte – 0:1. Heidenheim versuchte zu reagieren, doch Mainz blieb das gefährlichere Team. In der 12. Minute hätte Phillip Tietz nach einem Freistoß von Nadiem Amiri beinahe auf 0:2 erhöht – sein Volleyschuss klatschte an die Latte. Arijon Ibrahimović antwortete für den FCH mit einem Volleyschuss aus rund 13 Metern, der knapp am Pfosten vorbeiging (14.).
Doppelchance und Aluminium: Heidenheim so nah am Ausgleich
In der 30. Minute hatte Heidenheim die große Chance auf den Ausgleich: Marvin Pieringer stand nach einem Zuspiel von Jan Schöppner frei vor dem Tor, schoss aber an die Latte. Im Nachschuss scheiterte Arijon Ibrahimović an einem Mainzer Block. Kurz darauf traf auch Nadiem Amiri in der 35. Minute den linken Außenpfosten, als er sich durch die Heidenheimer Abwehr kurvte. Eren Dinkçi versuchte es in der 40. und 41. Minute, wurde aber jeweils geblockt. Heidenheim kämpfte, doch die Effizienz fehlte.
Amiri eiskalt: 0:2 kurz vor der Pause
In der 43. Minute folgte der nächste Nackenschlag für den FCH: Mainz konterte schnell, Sheraldo Becker leitete den Ball zu Phillip Tietz weiter, der die Übersicht bewies und Nadiem Amiri bediente. Der Mainzer Mittelfeldmann ließ Patrick Mainka und Torwart Frank Feller aussteigen und schoss eiskalt zum 0:2 ein. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause – Heidenheims Traum vom Klassenerhalt rückte in weite Ferne.
Zweite Halbzeit: Heidenheim kämpft, Batz hält alles
Zur Halbzeit brachte Frank Schmidt mit Christian Conteh und Omar Haktab Traoré zwei frische Kräfte. Heidenheim startete mit mehr Druck in die zweite Hälfte. In der 51. Minute traf Jan Schöppner nach einer Flanke von Conteh per Kopf erneut die Latte – das vierte Aluminium der Partie.
Mainz-Keeper Daniel Batz zeigte in der 79. und 80. Minute überragende Reflexe gegen Budu Zivzivadze, der mehrfach aus kurzer Distanz scheiterte. Patrick Mainka rettete in der 72. Minute auf der Linie, als er einen Schuss von Jae-sung Lee klärte. Trotz aller Bemühungen gelang Heidenheim kein Treffer – Mainz verteidigte den Vorsprung souverän bis zum Abpfiff.
Spieler des Spiels: Nadiem Amiri (53 Prozent)
Nadiem Amiri war am häufigsten von allen Mainzern am Ball (58-mal), sorgte mit seinem Treffer für die Vorentscheidung und kein Spieler war an mehr Torschüssen beteiligt (fünf).
Bundesliga Match Facts
xGoals: Heidenheim 0,97 - Mainz 2,22
Schnellster Spieler: Christian Conteh (FCH), 36,04 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Phillip Tietz (M05), 98 Prozent
Most Pressed Player: Arijon Ibrahimović (FCH), 10 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Silvan Widmer (M05), +2,11
Fantasy Heroes: Nadiem Amiri (1. FSV Mainz 05, 323 Punkte), Phillip Tietz (1. FSV Mainz 05, 317 Punkte), Patrick Mainka (1. FC Heidenheim 1846, 231 Punkte)










