
Neun Tore! Magdeburg siegt in Fürth
Mateusz Zukowski hat mit seinem Hattrick für den 1. FC Magdeburg einen wichtigen Auswärtssieg gesichert: Die Elbestädter setzten sich bei der SpVgg Greuther Fürth mit 5:4 (5:3) durch.
Die Kleeblätter gingen mit einer beeindruckenden Serie in das Duell gegen den 1. FC Magdeburg – seit sechs Spielen ungeschlagen gegen die Elbstädter (zwei Siege, vier Remis). Das Hinspiel war ein wildes 5:4 zugunsten der Fürther, bei dem Noel Futkeu einen Doppelpack schnürte. Der Angreifer, der gegen Magdeburg in jedem seiner drei Spiele getroffen hatte (insgesamt vier Tore), startete diesmal allerdings auf der Bank.
Frühe Führung und schnelle Wende
Die Hausherren übernahmen in den ersten Minuten die Kontrolle und belohnten sich bereits in der 8. Minute. Nach einer Ecke von Aaron Keller verpasste Magdeburgs Keeper Dominik Reimann den Ball, sodass Brynjar Ingi Bjarnason aus kurzer Distanz ins leere Tor köpfen konnte.
Die Führung währte jedoch nicht lange. Nach einer Flanke von Rayan Ghrieb fälschte Münz das Spielgerät unglücklich ab, sodass der Ball als Bogenlampe über Schlieck hinweg ins Netz flog (13.). Nur zwei Minuten später drehten die Gäste das Spiel komplett: Nach einem Ballverlust der Fürther kam Ulrich an den Ball und legte für Zukowski ab, der mit einem strammen Schuss aus 14,86 Metern zum 2:1 traf.
Magdeburger Offensivfeuerwerk
Die Elbstädter zeigten sich in der Offensive äußerst effizient und bauten ihre Führung in der 23. Minute weiter aus. Atik legte von der linken Strafraumseite zurück auf den freistehenden Ghrieb, der mit einem präzisen Schuss ins untere Eck zum 3:1 traf.
Das Kleeblatt wirkte nun völlig von der Rolle. Nach einem Ballverlust von Bjarnason schickte Atik den startenden Zukowski auf die Reise, der allein auf Schlieck zulief und eiskalt zum 4:1 vollendete (29.).
Und der Magdeburger Angreifer war noch nicht fertig: Nur vier Minuten später spielte Atik erneut einen brillanten Pass auf Zukowski, der mit seinem dritten Treffer das 5:1 markierte (33.). Fürths Trainer Heiko Vogel reagierte und brachte Philipp Ziereis für Dardari (37.), um die Defensive zu stabilisieren.
Fürther Aufbäumen vor der Pause
Trotz des deutlichen Rückstands gab sich Fürth nicht geschlagen. In der 43. Minute brachte Branimir Hrgota eine Ecke gefährlich herein, und Doni Arifi köpfte zum 2:5 ein.
Tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sorgte eine weitere Hrgota-Ecke für Gefahr. Nach einem Gestochere im Strafraum drückte Jan Elvedi den Ball aus kürzester Distanz über die Linie zum 3:5-Halbzeitstand (45.+5). Zur zweiten Halbzeit wechselten beide Trainer: Futkeu kam für den gelbverwarnten Dehm bei Fürth, während Maximilian Breunig den ebenfalls gelbverwarnten Müller bei Magdeburg ersetzte.
Dramatische zweite Halbzeit
Die Kleeblätter erwischten einen Traumstart in den zweiten Durchgang. Bereits in der 47. Minute nutzte Sayfallah Ltaief einen fatalen Fehlpass von Atik, lief allein auf Reimann zu und lupfte den Ball gekonnt über den herausstürmenden Keeper zum 4:5 ins Netz.
Das Momentum lag nun klar auf Seiten der Fürther, die mit viel Ballbesitz den Ausgleich suchten. In der 58. Minute hatte Ltaief die große Chance zum 5:5, doch Reimann parierte seinen Abschluss aus spitzem Winkel sicher.
Magdeburg-Coach Petrik Sander reagierte und brachte Philipp Hercher für den gelbverwarnten Musonda (60.). In der Schlussphase wechselten beide Trainer mehrfach, um frische Kräfte zu bringen.
Die Elbstädter verteidigten jedoch geschickt und hielten den knappen Vorsprung. In der siebten Minute der Nachspielzeit kam Fürth nach einer Ecke zu einer letzten Großchance, doch Alexander Nollenberger klärte auf der Linie und rettete Magdeburg den wichtigen Auswärtssieg.

Bundesliga Match Facts
xGoals: Fürth 2,13 - Magdeburg 1,63
Schnellster Spieler: Mateusz Zukowski (FCM), 34,08 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:0 von Brynjar Ingi Bjarnason (SGF), 14 Prozent
Most Pressed Player: Branimir Hrgota (SGF), 25 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Paul Will (SGF), +4,29
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