Der Hamburger SV (mit Martin Harnik, l.) und der VfB Stuttgart (mit Marc-Oliver Kempf) gehören zu den heißesten Aufstiegskandidaten - © Boris Streubel/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images
Der Hamburger SV (mit Martin Harnik, l.) und der VfB Stuttgart (mit Marc-Oliver Kempf) gehören zu den heißesten Aufstiegskandidaten - © Boris Streubel/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images
2. Bundesliga

2. Bundesliga vor dem Rückrundenstart: Noch ist alles offen

Die 2. Bundesliga startet am 28. Januar in die zweite Saisonhälfte. Der Kampf um Auf- und Abstieg ist nach wie vor extrem spannend, noch ist alles drin - für alle Mannschaften.

Vor dem Rückrundenstart kann die SpVgg Greuther Fürth als bestes Beispiel dafür dienen, wie eng die 2. Bundesliga in dieser Saison beieinander ist. Die SpVgg - derzeit Tabellenachter - hat sechs Punkte Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsrang und ebenso viele Zähler Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsrang. Wohin geht die Reise? Diese Frage stellt sich nicht nur in Fürth, sondern auch in vielen anderen Städten, etwa in Osnabrück, Kiel oder Darmstadt. Viele Vereine haben ein ähnliches Leistungsniveau, jeder kann jeden schlagen. Noch kein Team hat eine zweistellige Anzahl an Siegen auf dem Konto. Das gab es in der 2. Bundesliga nach 18 Runden zuletzt vor 16 Jahren (2003/04). Das macht diese Saison besonders spannend.

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An der Tabellenspitze hat diese Erkenntnis zur Folge, dass sich weder Tabellenführer DSC Arminia Bielefeld noch die ersten Verfolger Hamburger SV und VfB Stuttgart allzu sicher sein dürfen, auch am Ende auf den ersten drei Plätzen zu stehen. Gerade einmal fünf Punkte trennen aktuell den Fünftplatzierten FC Erzgebirge Aue vom Spitzenreiter Bielefeld. Enger ging es in der 2. Bundesliga zu diesem Zeitpunkt an der Spitze zuletzt vor 16 Jahren zu (2003/04 waren es vier Punkte zwischen Mainz auf Rang fünf und Oberhausen an der Spitze).

Zugleich dürfen die Teams am unteren Ende der Tabelle nach wie vor darauf hoffen, zum Abschluss der Spielzeit den Klassenerhalt bejubeln zu können. Die SG Dynamo Dresden, die vom letzten Platz in die Rückrunde startet, hat sich mit Marco Terrazzino vom SC Freiburg und Patrick Schmidt vom 1. FC Heidenheim verstärkt und glaubt an die Rettung. Was für die Sachsen spricht: Mehr Punkte als Dresden (13) hatte ein Tabellenletzter der 2. Bundesliga nach 18 Spieltagen zuletzt vor elf Jahren (Koblenz mit 15 Zählern).

Auch der SV Wehen Wiesbaden auf Rang 17 und der 1. FC Nürnberg auf dem Relegationsplatz wollen unbedingt drinbleiben. Das Feld ist eng beieinander. Lediglich zwei Punkte zwischen Tabellenplatz 16 und Tabellenplatz 11, so wie aktuell zwischen Nürnberg und dem FC St. Pauli, gab es im Drei-Punkte-Zeitalter in der 2. Bundesliga nach 18 Runden erst einmal zuvor (2004/05 zwischen Unterhaching und Karlsruhe) – weniger waren es nie!

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Am 28. Januar geht die 2. Bundesliga mit einem Spieltag unter der Woche weiter. Bielefeld eröffnet um 18.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen den VfL Bochum die zweite Saisonhälfte, die Spannung auf allen Plätzen verspricht.