München - Es wird ein besonderes Spiel für Sascha Rösler. Von 2005 bis 2007 streifte sich der Angreifer das schwarz-gelbe Trikot der Alemannia aus Aachen über und hatte einen großen Anteil am Aufstieg in die Bundesliga im Jahr 2006. Am Samstag kehrt er nun an seine alte Wirkungsstätte zurück und tritt mit Fortuna Düsseldorf gegen seine "alte Liebe" an.

Auf seinen ersten Saisonsieg wartet dagegen noch der FSV Frankfurt. Nach der klaren 0:4-Niederlage im Derby gegen Eintracht Frankfurt wollen die Hessen beim Karlsruher SC nun eine Trotzreaktion zeigen (Sa., ab 12.45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Alemannia Aachen - Fortuna Düsseldorf

Dieses Derby ist ein Duell der Gegensätze. Während die Fortuna einen guten Start in die Saison erwischt hat und mit elf Punkten auf Rang fünf liegt, stehen die Aachener mit nur einem Punkt und einem Tor an letzter Stelle.

Und ausgerechnet jetzt ist auch noch der Nachbar aus Düsseldorf zu Gast am Tivoli, der saisonübergreifend seit zwölf Partien ungeschlagen ist und damit einen neuen Vereinsrekord aufgestellt hat. "Ihnen gelingen momentan vielleicht Dinge, die sie gar nicht so analysieren können", sagt Aachens Cheftrainer Peter Hyballa, der mit seiner Elf auf die Leistung aus dem vergangenen Spiel gegen Rostock aufbauen will. "Dort hat nicht alles funktioniert, aber die Mannschaft hat malocht und sich den Punkt erkämpft", lobt der 35-Jährige Einstellung und Leidenschaft. Und er strahlt Optimismus aus: "Der Plan ist, am Samstag mit unseren Fans einen Sieg zu feiern." Dieses Vorhaben wollen Düsseldorfer natürlich mit allen Mitteln verhindern. Auch Routinier Sascha Rösler will keine Rücksicht auf seinen Ex-Club nehmen. "Ich will das Spiel mit der Fortuna gewinnen und werde mich nur darauf fokussieren. Ich kann zum Glück ganz gut ausblenden, dass ein paar Freunde auf der Tribüne sitzen, die Aachen die Daumen drücken, und dass mein bester Kumpel Thomas Stehle für die Alemannia spielt. Ich will die Partie unbedingt gewinnen, und alles andere zählt in diesem Moment nicht", stellt der 33-Jährige klar.

Personell muss Hyballa weiterhin Florian Müller, Bilal Cubukcu, Tim Krumpen, Mirko Casper, Kevin Maek und Kim Falkenberg ersetzen. Der Einsatz von Anouar Hadouir (muskuläre Probleme in der Hüfte) und Fabian Bäcker (Außenbandzerrung im linken Knie) ist zudem äußerst fraglich. Fortuna-Trainer Norbert Meier stehen hingegen alle Akteure zur Verfügung.




Karlsruher SC - FSV Frankfurt

Auf den Boden der Tatsachen ist der Karlsruher SC wieder gelandet. Nach einem ordentlichen Saisonstart kassierten die Badener zuletzt zwei Niederlagen in Folge und fielen auf den zehnten Platz zurück. Hoffnung macht, dass der Gegner aus Frankfurt auch nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt.

Ganz im Gegenteil. Die Elf von Trainer Hans-Jürgen Boysen wartet saisonübergreifend seit neun Partien auf einen Sieg und holte ihren letzten "Dreier" am 15. April beim 2:1 gegen 1860 München. Zudem zeigten die FSV-Kicker bei der deutlichen 0:4-Derbyniederlage gegen Eintracht Frankfurt kaum Gegenwehr. "Wir sind uns sehr wohl bewusst, was wir abgeleistet haben. Unsere Unzufriedenheit soll keine Unsicherheit, sondern eine Trotzreaktion bewirken", fordert Boysen. Eine Reaktion erwartet auch KSC-Coach Rainer Scharinger von seiner Truppe nach der 0:2-Niederlage im vergangenen Spiel gegen den FC Energie Cottbus. "Wir haben das schlechteste Spiel der Saison gemacht. In Cottbus kann man verlieren - aber nicht auf die Art und Weise wie wir es getan haben", gibt KSC-Kapitän Alexander Iashvili zu. Gegen den FSV wollen die Badener wieder so agieren wie zu Beginn der Saison. "Wir brauchen selbstbewusste Akteure, die ins Spiel gehen und zeigen, dass sie unbedingt gewinnen wollen und die wieder das zeigen, was uns stark machte", sagt der Georgier.

Dabei muss Rainer Scharinger auf Moses Lamidi (Musekfaserriss) verzichten. Bei den Gästen wird Marc Heitmeier den Platz des verletzten Kapitäns Björn Schlicke (Zehenbruch) in der Innenverteidigung übernehmen. Ob Sven Müller ebenfalls dabei sein wird, ist noch offen. Verzichten muss der FSV außerdem auf Jutae Yun (Knöchelverletzung) sowie Tufan Tosunoglu (Kreuzbandriss).