München - Hansa Rostock muss seine Aufstiegsfeier um mindestens vier Tage verschieben. Der letzte DDR-Fußballmeister verlor am 33. Spieltag der 3. Liga 0:3 (0:1) beim 1. FC Saarbrücken, hat aber bei 14 Punkten Vorsprung auf den dritten Rang fünf weitere Matchbälle. Am Mittwoch kann Hansa gegen den SV Sandhausen vor heimischer Kulisse die Rückkehr in die 2. Bundesliga feiern - falls Kickers Offenbach nicht gewinnt, kann sich Rostock sogar eine Niederlage erlauben.

Dass der Betriebsunfall Abstieg nach einem Jahr korrigiert wird, ist allerdings nur noch Formsache. Die Planungen für die 2. Bundesliga laufen. Erster Neuzugang ist Offensivspieler Tino Semmer, der 25-Jährige wechselt ablösefrei von Rot-Weiß Erfurt an die Ostseeküste. Darüber hinaus sind zwei Rückkehrer im Gespräch. Marcel Stein (FSV Frankfurt) und Tobias Rathgeb (VfB Stuttgart II) spielten für die Rostocker bereits in der 2. Bundesliga.

3000 mitgereiste Fans wollten bereits am Samstag den Aufstieg feiern, das Spiel in Saarbrücken wurde live im dritten Programm übertragen. Doch aus der Party wurde nichts. Markus Fuchs (29./82.) und Manuel Stiefler (87.) erzielten die Treffer für Saarbrücken, parallel beendete Kickers Offenbach seine Schwächephase mit einem 2:0 (1: 0)-Sieg gegen Wacker Burghausen.

Platz 3 ist umkämpft

Für die Hessen war der Sieg Gold wert, denn Verfolger SV Wehen Wiesbaden ist dem früheren DFB-Pokal-Sieger dicht auf den Fersen. Nach einem 3:0 (0:0) gegen Rot-Weiss Ahlen liegt Wehen weiterhin nur einen Punkt hinter Offenbach. Dahinter lauert – mit drei Punkten weniger - Rot-Weiß Erfurt, das am Freitag in Sandhausen mit 2:3 verloren hatte. Auch Dynamo Dresden hat den Aufstieg noch nicht abgeschrieben. Im ersten Spiel unter Trainer Ralf Loose bezwang Dynamo die TuS Koblenz mit 1:0 (1:0).

Großer Sieger im Abstiegskampf war am Samstag der VfR Aalen, der bei Bayern München II 1:0 (0:0) gewann und nun Tabellensechzehnter ist. Die Bayern-Reserve ist so gut wie abgestiegen.