Die kleine Siegesserie der Testspiele ist gerissen: Gegen den russischen Erstligisten Terek Grozniy bezog der SV Wehen Wiesbaden eine 0:2-Niederlage, bei der beide Gegentore durch direkte Freistoßtore fielen.

Also durchaus ein ansehnliches Ergebnis, und auch spielerisch wusste der SVWW durchaus mitzuhalten.

Viele Chancen nicht genutzt

Bei unangenehmen Bedingungen - strömender Regen und kein Dach zum Unterstellen am Spielfeldrand - lag der SVWW unverdientermaßen zur Pause zurück, denn er hatte mehr vom Spiel und auch ein Chancenplus vorzuweisen.

Besonders zwischen der 15. und 20. Minute gab es Tormöglichkeiten im Minutentakt, etwa als Vlado Jeknic mit einem Kopfball nach einer Catic-Ecke seinen Meister im gegnerischen Keeper fand. Auch bei Marcel Ziemer fehlte nicht viel zu einem Tor, er legte sich den Ball aber zu weit vor, so dass auch hier der Torwart Endstation war (30.). So war der erste Freistoßtreffer der Russen der einzige seiner Art bis zur Pause.

Und nur wenige Zentimeter fehlten, als erneut Jeknic per Kopf in der 46. Minute den Pfosten traf. Die Partie entwickelte sich in der Folgezeit zu einer sehr zweikampfbetonten, wurde zunehmend zerfahrener. Neben dem starken Jeknic fiel beim SVWW vor allem Björn Ziegenbein mit einigen Flankenläufen positiv auf. Doch ein weiteres Mal waren die Russen mit einem direkt verwandelten Freistoß erfolgreich (70.) und verließen den Platz als Sieger.

Aufstellung SV Wehen Wiesbaden: Birkenbach - Nakas (46. Hollmann), Jeknic, Barg, Kokot - Ziegenbein, Amstätter (79. Stroh-Engel), Catic (70. B. Hübner), Diakité - Ziemer (82. Lakicevic), König