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Der VAR darf ab der kommenden Saison auch bei ungerechtfertigten Gelb-Roten Karten eingreifen
Der VAR darf ab der kommenden Saison auch bei ungerechtfertigten Gelb-Roten Karten eingreifen - © IMAGO/DeFodi.de
Der VAR darf ab der kommenden Saison auch bei ungerechtfertigten Gelb-Roten Karten eingreifen - © IMAGO/DeFodi.de
bundesliga, 2. Bundesliga

Das sind die Regeländerungen zur Saison 2026/27

Die meisten bei der WM eingeführten Regeln kommen nun ebenfalls in Bundesliga und 2. Bundesliga zum Einsatz. So sollen vor allem Unterbrechungszeiträume reduziert werden. Es gibt aber auch in weiteren Bereichen neue Regeln, etwa bezüglich des VAR-Protokolls.

Zeitspiel: Fünf-Sekunden-Countdown und mehr 

Abstöße und Einwürfe 

Um die Partie bei Unterbrechungen schnellstmöglich fortzusetzen, können Schiedsrichter in der neuen Saison bei Abstößen und Einwürfen einen Fünf-Sekunden-Countdown anzeigen. Bei Überschreiten dieses Zeitlimits wird aus dem Abstoß eine Ecke für das gegnerische Team und das Einwurfrecht wechselt. 

Auswechslungen 

Bei Auswechslungen haben die Spieler zehn Sekunden Zeit, um das Spielfeld zu verlassen. Überschreiten sie diese, darf der einzuwechselnde Akteur den Platz erst bei der ersten Spielunterbrechung nach Ablauf einer Minute betreten. 

Verletzungsunterbrechungen 

Zudem müssen Spieler, die noch auf dem Spielfeld behandelt werden oder eine verletzungsbedingte Unterbrechung der Partie verursachen, den Platz zunächst verlassen und nach Spielwiederaufnahme eine Minute lang draußen bleiben. Diesbezüglich gibt es bestimmte Ausnahmen, etwa wenn es sich um den Torwart handelt.

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Persönliche Strafen

VAR-Eingriff bei Gelb-Roten Karten
Der Video-Assistent darf im Spieljahr 2026/27 bei ungerechtfertigten Gelb-Roten Karten eingreifen, wenn die zweite Gelbe Karte eindeutig falsch war. Gleiches gilt für den Fall, dass ein Akteur eine Karte sieht, obwohl ein anderer Spieler das Vergehen beging.

Vorteilsauslegung
Zudem gibt es etwa Regeländerungen bei der Ahndung der Vereitelung einer deutlichen Torchance, wenn im Anschluss nach Vorteilsauslegung ein Treffer fällt; dies hat keine Verwarnung mehr zur Folge. Auf Vorteil können Schiedsrichter jetzt ebenso bei einer nicht korrekten Spielfortsetzung entscheiden, zum Beispiel wegen des Einwurforts oder der Ballruhe.

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Standardsituationen
Der VAR wird keine zu Unrecht vergebenen Eckbälle aberkennen. Diese Situationen werden in der Bundesliga auch weiterhin nicht überprüft.

Bedecken des Mundes und Verlassen des Platzes
Das Bedecken des Mundes in der konfrontativen Kommunikation mit Gegenspielern wird in der Bundesliga nicht automatisch eine Rote Karte zur Folge haben. Wird der Mund bedeckt, dann kann der Schiedsrichter den betreffenden Spieler aber verwarnen, wenn er in einer konfrontativen Situation darin ein unsportliches Verhalten erkennt (etwa, weil dadurch eine Rudelbildung ausgelöst wird). Auch das Verlassen des Spielfeldes aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung wird nicht automatisch in einer Roten Karte resultieren.

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