Im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn FC St. Pauli wollen die Ostsee-Kicker von Hansa Rostock nach zuletzt drei sieglosen Spielen in der Liga wieder Anschluss an die Aufstiegsplätze herstellen. Doch auch die Hamburger sind nach dem Erfolg gegen 1860 München guter Dinge. Erleben Sie die drei Freitagsspiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio!

Bei seinen insgesamt sechs Gastspielen in Rostock hat sich der FC St. Pauli nicht unbedingt in Torlaune präsentiert - nur zwei Treffer gelangen dem Hamburger Traditionsverein in diesen 540 Minuten.

Einer der beiden Torerfolge genügte allerdings, um einen Auswärtssieg zu landen (1:0 in der Saison 1993/94). Die anderen Duelle im Ostseestadion konnte dagegen der FC Hansa mehr oder weniger klar gewinnen.

"Nachbarschaftsduell"

Nur zwei Stunden mit dem Auto braucht man von Hansestadt zu Hansestadt, so dass mit großer Unterstützung mitgereister St. Pauli-Fans in Rostock zu rechnen ist. Vielleicht hilft das ja der Mannschaft von Holger Stanislawski, in dieser Saison endlich auch auf fremdem Platz erfolgreich zu sein.

Auch der Gegner ist nach dem bisherigen Saisonstart bei weitem nicht wunschlos glücklich. Mit bisher sechs Punkten steht das Team von Trainer Frank Pagelsdorf auf dem 9. Tabellenplatz.

Die Ostseestädter holten bisher einen Sieg und drei Unentschieden. Zuletzt wurde aber gegen Mainz und Ahlen jeweils ein Rückstand aufgeholt und am Ende ein Punkt gerettet.

Meggle fehlt weiter

Auf ein Wiedersehen mit Thomas Meggle müssen die Fans verzichten. Der Ex-Rostocker, mittlerweile wieder in Diensten der Hamburger, befindet sich nach einer Knie-Operation noch im Aufbautraining.

Mit Björn Brunnemann, der bislang zu drei Kurzeinsätzen gekommen ist, dürfte aber dennoch ein ehemaliger Rostocker im St.Pauli-Kader stehen. Er war im Sommer 2007 auf dem Umweg über Cottbus und Erfurt am Hamburger Millerntor gelandet.

Große Hoffnungen verknüpfen die Fans des FC St. Pauli vor diesem Spiel indes mit Filip Trojan. Der wuselige Tscheche hat in den vergangenen beiden Heimspielen jeweils getroffen und mit tollen Leistungen überzeugt. In Kaiserslautern fehlte er mit einem Bänderriss und auch gegen Rostock muss um seinen Einsatz gebangt werden, da er an einer Grippe leidet.

VfL Osnabrück - TuS Koblenz

Für die TuS geht's nach dem 2:1-Sieg gegen den FC Augsburg nun darum, den nächsten "Dreier" einzufahren. Beim VfL Osnabrück, der zuletzt knapp in Ingolstadt unterlag, wird dies sicherlich keine leichte Aufgabe. Daheim sind die Niedersachsen stark einzuschätzen - das hat die TuS bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison erfahren.

Damals unterlag Koblenz - im Gefühl des sicheren Klassenerhalts - mit 0:2. Eine Niederlage, die erst im Nachhinein so richtig schmerzte, als der Punktabzug völlig neue Fakten schaffte.

"Wir werden dort mit voller Leidenschaft antreten und wollen auf jeden Fall punkten. Mit einem Sieg würden wir uns vom unteren Tabellendrittel erst einmal richtig absetzen. Und ich bin optimistisch, mein Team ist gut drauf. Bereits in der vergangenen Saison haben wir bewiesen, dass wir auch auswärts gewinnen können. Immerhin haben wir fünf Mal in der Fremde gewonnen", macht TuS-Trainer Uwe Rapolder seinen Jungs Mut.

"Wir müssen sie stoppen"

Den Gastgeber nimmt Rapolder derweil nicht auf die leichte Schulter: "Osnabrück lebt von seiner Heimstärke. Spieler wie Reichenberger, Frommer oder Sykora muss man immer auf der Rechung haben. Für uns zählt nur eines: Wir müssen ihren Angriffsschwung stoppen."

Bei der TuS fehlen momentan insgesamt zehn Spieler, darunter auch so wichtige Spieler wie Fatmir Vata (Achillessehnen-Riss), Goran Sukalo (Oberschenkelprobleme) und auch Noureddine Daham (Schienbeinbruch). Zudem ist der Einsatz von Emmanuel Krontriris (krank), Matej Mavric (Rippenverletzung) und Ardijan Djokaj (Wadenprobleme) ungewiss.

Auf Seiten der Osnabrücker müssen in Rene Trehkopf, Paul Thomik und Assimiou Touré gleich drei Spieler passen, die sich derzeit noch im Aufbautraining befinden. Weiter stehen Trainer Claus-Dieter Wollitz auch Gaetano Manno (Syndesmoseband) und Keeper Stefan Wessels, der sich noch mit Adduktorenproblemen herumplagt, nicht zur Verfügung.

Rot-Weiß Oberhausen - SpVgg Greuther Fürth

Nach drei Niederlagen in Serie ist Rot-Weiß Oberhausen vor dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Zudem ist die RWO-Defensive mit 14 Gegentreffern die löchrigste der Liga. Fürth hat bereits zwölf Treffer erzielt, wartet aber seit acht Partien auf einen Auswärts-"Dreier".

Die von Benno Möhlmann trainierten Fürther befinden sich nach der jüngsten 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern auf dem 6. Tabellenplatz. Nach der Auftaktniederlage beim FC Ingolstadt 04 (2:3) knüpften die Fürther neben einem Remis gegen den FSV Frankfurt (1:1) sowohl dem FC St. Pauli (5:2) als auch der TuS Koblenz (4:3) jeweils drei Zähler ab.

Ausgeglichene Bilanz

In jeder Hinsicht ausgeglichen ist die Bilanz des Aufeinandertreffens zwischen RWO und Greuther Fürth. Die Vereine standen sich in Pflichtspielen bislang 14 Mal gegenüber. Beide Mannschaften verließen je fünf Mal als Sieger den Platz. Die übrigen vier Begegnungen endeten unentschieden. Sowohl Fürth als auch RWO erzielten dabei insgesamt 23 Tore.

Verzichten muss RWO-Trainer Jürgen Luginger vorerst auf Christopher Nöthe. Der Stürmer hatte sich im Training die Schulter ausgekugelt. Immerhin konnte Luginger Abwehrspieler Tino Westphal nach überstandener Muskelverletzung wieder im Mannschaftstraining begrüßen.

Dort findet sich seit Mittwoch auch Marcel Landers wieder, der früher als erwartet seine Spezialschiene erhalten hat, nachdem er sich im Spiel beim FSV Frankfurt einen zweifachen Mittelhandknochbruch zugezogen hatte. Bei den Fürthern fehlt lediglich Marco Caligiuri, den ein Haarriss im Mittelfuß außer Gefecht setzt.