Köln – Da wegen der englischen Woche das Montagsspiel entfällt, hält der heutige Samstag in der 2. Bundesliga gleich drei Begegnungen parat. Der noch punktlose TSV 1860 München empfängt den 1. FC Kaiserslautern, der SV Sandhausen muss zum 1. FC Nürnberg und der SC Paderborn und der Karlsruher SC wollen sich im direkten Duell aus der Krise befreien.

Löwen mit schlechter Serie gegen Rote Teufel

Pünktlich zum Wiesn-Anstich will der TSV 1860 München den ersten Dreier landen (ab 12:45 Uhr im Liveticker). Aktuell gibt es jedoch wenig zu feiern, denn die Löwen haben mit vier Pleiten und zwei Remis den schlechtesten Saison-Start der Vereinsgeschichte hingelegt. Mit dem 1. FC Kaiserslautern kommt nun ein Gegner, der zuletzt zweimal in Folge verloren hat und seinen eigenen Ansprüchen hinterherläuft.

Dennoch sind die Roten Teufel sowas wie ein Angstgegner für die Sechzger. Seit zehn Spielen hat 1860 nicht mehr gegen Lautern gewonnen, der letzte Sieg datiert aus dem Jahr 2008. Immerhin ist die Bilanz während des Oktoberfests gut: Nur eines der letzten 16 Wiesn-Heimspiele verloren die Münchner. "Wir müssen unser Spiel machen und nicht das des Gegners annehmen", sagte Löwen-Kapitän Christopher Schindler vor der Partie.

FCN – SVS: Tore vorprogrammiert

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Die Überraschungsmannschaft aus Sandhausen konnte zuletzt dreimal in Folge nicht gewinnen, ist inzwischen auf Platz sieben abgerutscht. Sechs Plätze- aber nur einen Punkt dahinter steht der 1. FC Nürnberg, bei dem die Sandhäuser punkten wollen. Ein Duell, das aufgrund der Ausgeglichenheit in der 2. Bundesliga wegweisend sein kann (ab 12:45 Uhr im Liveticker).

"Wir wollen selbst wieder positive Schlagzeilen schreiben", sagte Club-Coach Rene Weiler, dem der Frust nach dem verlorenen Frankenderby (2:3) gegen Fürth am vergangenen Spieltag unter der Woche noch anzumerken war. Die Nürnberger bauen gegen Sandhausen auf ihre Heimstärke: Alle Zähler haben sie in der laufenden Saison vor eigener Kulisse geholt, sind zuhause noch ungeschlagen. Tore sollten zumindest fallen: Nach Freiburg (18) haben Sandhausen (15) und Nürnberg (12) die meisten Treffer erzielt.

SCP – KSC: Wer befreit sich aus der Krise?

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Sowohl Absteiger Paderborn als auch Relegations-Teilnehmer Karlsruhe haben sich den Start in die neue Saison sicher anders vorgestellt. Aktuell trifft hier der 16. Auf den 14. (ab 12.45 Uhr im Liveticker). Vor allem bei den Ostwestfalen war zuletzt ordentlich Sand im Getriebe: Die letzten vier Spiele wurden allesamt verloren, dabei hat die Mannschaft nur ein Tor erzielt. "Wir wollen ab der ersten Minute Vollgas-Fußball zeigen" kündigte SCP-Trainer Markus Gellhaus an.

Der KSC musste in den vergangenen zwei Spielen deutliche Pleiten gegen Braunschweig (0:6) und Union (0:3) einstecken, könnte die englische Woche aber für eine Aufholjagt nutzen, schließlich sind es im engen Mittelfeld der Liga nur zwei Zähler Rückstand auf Platz sieben. Unter der Woche wurde in Karlsruhe intensiv an den individuellen Fehlern gearbeitet, die für die letzten Niederlagen sorgten. "Wir wollen ein Erfolgserlebnis in Paderborn und werden alles dafür tun", so Trainer Markus Kauczinski.