Zusammenfassung

  • Hannes Wolf freut sich auf seine neue Aufgabe als HSV-Trainer.

  • Der frühere Stuttgart-Trainer unterschrieb einen Vertrag bis 2020.

  • Wolf war der Wunschkandidat der HSV-Verantwortlichen

Hamburg - Am Dienstagnachmittag wurde Hannes Wolf beim Hamburger SV als neuer Trainer vorgestellt. Zuvor hatte der Verein Christian Titz beurlaubt. Nach 226 Tagen wurde der 47-Jährige mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbundenn. Der frühere Stuttgart-Trainer Wolf unterschrieb einen Vertrag bis 2020 und wird am Mittwoch sein erstes Training leiten.

"Das Feuer ist zu hundert Prozent da. Ich weiß, dass der Weg für den HSV relativ schwer ist. Aber alleine wegen der Bedeutung des HSV musste ich nicht lange überlegen. Das ist eine große Herausforderung, die ich gerne annehme", sagte der 37-Jährige bei seiner Vorstellung und ergänzte drei Tage vor seinem Debüt auf der HSV-Bank beim Aufsteiger 1. FC Magdeburg: "Wir werden nicht aufsteigen, wenn wir viel reden. Wir müssen viel und hart arbeiten."

"Alleine wegen der Bedeutung des HSV musste ich nicht lange überlegen. Das ist eine große Herausforderung, die ich gerne annehme." Hannes Wolf

HSV-Sportvorstand Ralf Becker begründete den Trainerwechsel folgendermaßen: "Es war meine absolute Überzeugung, dass wir in dieser Konstellation mit Christian Titz unsere Saisonziele nicht erreichen. Wir sind zu der Erkenntnis gelangt, dass wir leider nicht die angestrebte Entwicklung genommen haben." Titz habe die Entscheidung professionell aufgenommen, verriet Becker, der Wolf als eines der "größten Trainertalente in Deutschland" bezeichnete.

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© gettyimages / Cathrin Mueller/Bongarts

Der Bundesliga-Absteiger ist nach zehn Spieltagen mit 18 Punkten Tabellenfünfter. Der Rückstand zum Relegationsplatz beträgt einen Zähler, zum Tabellenführer 1. FC Köln sind es zwei. In den letzten drei Heimspielen holte der HSV nur zwei Punkte und erzielte dabei kein Tor. Am vergangenen Sonntag kam der Klub nicht über ein 0:0 gegen den VfL Bochum hinaus. Saisonziel der Hamburger ist der direkte Wiederaufstieg. Weil das nach Ansicht der Klub-Bosse aktuell in Gefahr ist, musste mit Titz inklusive Interimslösungen HSV-Trainer Nummer 16 seit 2008 gehen.

Wolf war Topkandidat

Wolf, der den VfB 2017 zurück in die Bundesliga geführt hatte, geht seinen Job an der Elbe auch mit Humor an. "Hier hört sich das Willkommen fast wie eine Drohung an", sagte er angesichts der vielen Trainerwechsel in der Hansestadt in den vergangenen Jahren. Der 37-Jährige war am 28. Januar 2018 beim VfB entlassen worden. "Er steht für all das, was wir beim HSV wollen. Deshalb war er unser Topkandidat", sagte Becker. 

SID