Zusammenfassung

  • Keine Tore im 100. Stadtduell zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli

  • Der HSV ist seit drei Partien sieg- und torlos

  • Cenk Sahin hatte aus 39 Metern die große Chance zum Last-Minute-Siegtreffer für die Gäste.

Hamburg - Dämpfer im Derby, wieder kein Sieg: Der Hamburger SV hat seinen Negativlauf auch im 100. Stadtduell gegen den FC St. Pauli nicht gestoppt. Die Mannschaft von Trainer Christian Titz musste sich im Heimspiel gegen den Erzrivalen mit einem 0:0 begnügen und blieb in der 2. Bundesliga zum dritten Mal hintereinander sieg- und torlos.

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Damit hält auch die Hamburger Derby-Durststrecke weiter an: Der HSV wartet nun schon seit über 16 Jahren auf einen Dreier gegen den ungeliebten Kontrahenten.

St. Pauli, das den bis dato letzten Vergleich der beiden Teams vor siebeneinhalb Jahren mit 1:0 gewonnen hatte, blieb im dritten Spiel hintereinander ungeschlagen und schloss die Englische Woche mit sieben Punkten ab.

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Rund um das Spiel herrschte der Ausnahmezustand. 2783 Tage hatte es die Partie zwischen den "Rothosen" und den Kiezkickern nicht mehr gegeben - und so war das Spiel in Hamburg tagelang das große Thema. "Das ist für die Menschen das Spiel des Jahres", sagte Titz vor dem Anpfiff und konstatierte: "Der Sieger erntet die Lorbeeren, der Verlierer die Häme."

Entsprechend engagiert gingen beide Teams vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion zu Werke. Der HSV, bei dem Top-Torjäger Pierre-Michel Lasogga zunächst nur auf der Bank saß und Youngster Fiete Arp stattdessen sein Zweitliga-Startelfdebüt gab, agierte gewohnt ballbesitzorientiert, ohne sich dabei allerdings echte Torchancen zu erspielen. St. Pauli stand defensiv kompakt, präsentierte sich griffig in den Zweikämpfen - und war im ersten Abschnitt offensiv gefährlicher.

"Wir wurden gestern durch die Fans beim Abschlusstraining unglaublich motiviert. Wir wollten das Spiel gewinnen, deswegen ist jetzt erstmal die Enttäuschung da." Julian Pollersbeck (Hamburger SV)

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Die beste Möglichkeit vor der Pause vergab Mats Möller Daehli, dessen Schuss kurz vor dem Halbzeitpfiff im letzten Moment abgeblockt wurde (44.). In der Anfangsphase musste HSV-Keeper Julian Pollersbeck nach einem Kopfball von St. Paulis Kapitän Johannes Flum abtauchen - es war bezeichnenderweise die einzige Szene vor dem Seitenwechsel, in der einer der beiden Torhüter überhaupt eingreifen musste.

Wirklich zielstrebiger wurden die Aktionen auch nach dem Wechsel zunächst nicht. Zwar erhöhten die Gastgeber die Schlagzahl, doch Douglas Santos scheiterte mit einem Fernschuss (51.) und Hee-Chan Hwang setzte den Ball aus kurzer Distanz neben das Tor (60.). St. Pauli lauerte unterdessen weiter auf Konter, entlastende Angriffe wurden aber seltener. Kurz vor Ende hätte Cenk Sahin aber doch noch zum Derbyheld avancieren können: Mit einem frechen Heber aus 39 Metern zwang der Paulianer HSV-Keeper Julian Pollersbeck zu einer letzten Glanztat (90.+3).

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Der HSV war spielbestimmend, fand aber kaum eine Lücke in der FCSP-Defensive
Der HSV war spielbestimmend, fand aber kaum eine Lücke in der FCSP-Defensive © imago / Jan Huebner