San Pedro - Der FSV Frankfurt hat das erste Testspiel im Rahmen des Trainingslagers in San Pedro del Pinatar mit 0:2 (0:1) verloren. Gegner war der diesjährige Champions-League-Kontrahent des FC Bayern München, ZSKA Moskau.

Die größte Chance in Reihen des FSV Frankfurt, ein Schuss von Zlatko Dedic, sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. Darüber hinaus wurden zwei Tore des FSV nicht anerkannt. Bei extrem starkem Wind benötigte das Spiel einige Minuten, um in Gang zu kommen. Die erste Torgelegenheit ergab sich aus einem Weitschuss von Joan Oumari, der damit den gegnerischen Torhüter überlisten wollte.

Nach einer Kopfballchance des russischen Teams erzielte Odise Roshi ein Tor, indem er Gegenspieler und Torhüter stehen ließ. Der Albaner wurde jedoch wegen Foulspiels zurückgepfiffen.  Auch Roshis Landsmann Edmond Kapllani kam kurz darauf zu einer guten Torchance: Nach einer Hereingabe von Mario Engels brachte die Nummer 9 des FSV Frankfurt den Ball mit einem Flachschuss auf das gegnerische Tor, kam aber nicht an Schlussmann Ilya Pomazun vorbei.

FSV beginnt zweite Hälfte schwungvoll

Auch ZSKA Moskau hatte zwei bis drei Gelegenheiten, eine davon nutzte die Mannschaft von Trainer Leonid Slutskiy: Nach einem Einwurf und einer Hereingabe in den Strafraum kam Alexan Makarov an den Ball, der das Spielgerät flach ins rechte Eck zur 1:0-Führung einschoss.  

Die zweite Hälfte begann mit einem schwungvollen Vorstoß von Patrick Schorr über die linke Seite, doch dessen Flanke fand keinen Abnehmer. Eine Minute darauf zog Schorr selbst ab, sein Schuss aus spitzem Winkel flog über das Tor. Noch in der Anfangsphase des zweiten Abschnitts gab es eine erneut sehr zweifelhafte Entscheidung zu Ungunsten des FSV: Amine Aoudias Treffer wurde wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt.

Die Schwarz-Blauen ließen sich davon nicht beirren und machten weiter Dampf: Dieses Mal kam Ahmed Azaouagh über die linke Seite, doch der russische Keeper hatte seine Hände noch an der Flanke. Die beste Tormöglichkeit verzeichnete Zlatko Dedic, der innerhalb des Strafraums zum Abschluss kam. Er wollte es jedoch zu genau machen und traf nur den Innenpfosten. Von dort sprang der Ball wieder zurück ins Feld.

Möhlmann: "Abwehrarbeit konsequenter verrichten"

Auch Moskau hatte Chancen: Einen Schuss von Kirill Pachenko konnte FSV-Torhüter Patric Klandt hervorragend abwehren, mit dem Lupfer von Alexander Golovin wäre er jedoch fast überlistet worden. Doch wie bei Dedic landete der Ball am Pfosten. Eine Viertelstunde vor Abpfiff fiel die Vorentscheidung: Der FSV konnte den Ball im Strafraum nicht entscheidend klären, so dass Pachenko wenige Meter vor dem Tor stehend mit einem beherzten Volleyschuss das 2:0 erzielen konnte. In der Schlussphase kam Aoudia noch zu zwei Möglichkeiten, aber sein Schlenzer folg knapp am langen Pfosten vorbei und bei der zweiten Gelegenheit ließ der Algerier seinen Gegenspieler ins Leere laufen, entwickelte anschließend aber nicht genügend Druck auf den Ball.

FSV-Cheftrainer Benno Möhlmanns Fazit nach dem Spiel: "Wir sind das Spiel in beiden Halbzeiten konzentriert und engagiert angegangen. Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, viele Torchancen heraus zu spielen und haben unnötigerweise das 0:1 hinnehmen müssen. In der zweiten Halbzeit waren wir 20-30 Minuten am Drücker, haben dann aber auch wieder ein unnötiges Gegentor kassiert. Da müssen wir die Abwehrarbeit konsequenter und klarer verrichten."

Aufstellung FSV

1. Halbzeit: Klandt – Huber, Balitsch, Oumari, Bittroff – Engels, Konrad, Kruska, Roshi – Kapllani, Grifo

2. Halbzeit: Klandt – Ballmert, Ballas, Schlicke, Schorr – Toski, Kauko, Burdenski, Azaouagh – Aoudia, Dedic