Fortuna Düsseldorf war der große Verlierer des 17. Spieltags der 3. Liga.

Während der SC Paderborn, Union Berlin und Kickers Emden mit Siegen ihre Aufstiegsambitionen untermauerten, musste die Fortuna als einziges der vier Spitzenteams eine Pleite hinnehmen. Entsprechend bedient war Trainer Norbert Meier.

Riemer trifft

"Wir sind unnötig in Rückstand geraten und hatten beim Tor keine richtige Zuordnung. Das darf uns nicht passieren. Wir sind einfach nicht ins Spiel gekommen, es war viel Kampf und Krampf", sagte der Coach nach der 0:1-Niederlage bei Carl Zeiss Jena durch den frühen Treffer von Marco Riemer (4.).

Die Düsseldorfer, die zuletzt dreimal in Folge gewonnen hatten, sind damit auf den vierten Tabellenplatz zurückgefallen und liegen sechs Punkte hinter Spitzenreiter Paderborn.

Lachende Konkurrenten

Meier war aber nicht nur mit der Abwehrleistung unzufrieden. Auch die vergebenen Chancen während der Schlussoffensive ärgerten den Trainer, der sich von dem Rückschlag aber nicht unterkriegen lassen will: "Wir hatten unsere Möglichkeiten, aber wenn man die Großchancen nicht nutzt, dann verliert man so ein Spiel. Wir werden die Köpfe aber nicht hängen lassen und das Spiel aufarbeiten."

Während die Fortuna patzte, sicherte sich die Konkurrenz die Punkte. Berlin setzte sich 2:0 gegen Erzegebirge Aue durch, Kickers Emden gewann 1:0 beim VfB Stuttgart II. Schon am Freitag hatte Paderborn mit 3:2 bei Schlusslicht Werder Bremen II die Oberhand behalten.

Sander siegt beim Debüt

Hinter den vier Topteams gibt es in der Tabelle einen Bruch. Der Fünfte Rot-Weiß Erfurt hat nach einem 0:0 bei Kickers Offenbach bereits sechs Zähler Rückstand auf Düsseldorf. Die SpVgg Unterhaching ging bei Eintracht Braunschweig mit 0:4 unter und ist nun punktgleich mit den Thüringern.

Dagegen hat Petrik Sander bei seinem Debüt als Trainer des VfR Aalen einen mühsamen 3:1-Sieg gegen den Vorletzten Stuttgarter Kickers eingefahren. "Das war ein Sieg der Moral. Zu Beginn hat man meiner Mannschaft die Verunsicherung noch angemerkt", sagte der erleichterte Ex-Coach von Bundesligist Energie Cottbus.

Allerdings hatten auch die Kickers großen Anteil am Aalener Erfolg. Schließlich sahen die Stuttgarter Angelo Vaccaro (57.) und Bashirou Gambo (90.) die Gelb-Rot Karte.

Wacker und Dynamo bleiben unten

Zwei Platzverweise gab es auch beim torlosen Remis zwischen dem Wuppertaler SV und dem Drittletzten Jahn Regensburg. Regensburgs Tobias Schlauderer sah in der 56. Minute die Gelb-Rote Karte. Nachdem Wuppertals Michael Lejan elf Minuten später wegen einer Notbremse Rot sah, war das numerische Gleichgewicht wieder hergestellt.

Weiter im Tabellenkeller befinden sich Dynamo Dresden und Wacker Burghausen. Dresden musste sich mit einem 1:1 (1:1) gegen den SV Sandhausen begnügen und liegt mit 17 Punkten weiter auf Platz 16. Burghausen (15) folgt nach dem 0:0 gegen die Reserve von Bayern München direkt dahinter.