München - Der VfL Bochum peilt den direkten Weg in die Bundesliga an und will mit dem zweitplatzierten FC Augsburg in der Tabelle gleichziehen. Nur so kann sich der VfL die Möglichkeit offen halten, dem Relegationsplatz zu entgehen.

Dafür muss der VfL im Spitzenspiel gegen Hertha BSC vor heimischem Publikum gewinnen (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Verlieren die Berliner, sind auch sie nicht mehr vor dem Relegationsplatz sicher, denn dann sind sowohl der FCA als auch die Bochumer schon auf einen Punkt an die Hertha herangerückt.

Serie ausbauen

VfL-Trainer Friedhelm Funkel weiß, dass es nicht leicht ist, noch an Berlin und Augsburg vorbeizuziehen: "Die beiden führenden Mannschaften spielen eine überragende Runde und es wird verdammt schwer, sie einzuholen." Dennoch wittert der Coach eine große Chance: "Wenn sie schwächeln, sind wir da!"

Vor allem in den Zweikämpfen sieht Funkel den Schlüssel zum Erfolg. "Dass Hertha schlagbar ist, haben andere Mannschaften schon gezeigt", erklärt der Übungsleiter. Wichtig für seine Mannschaft werde sein, sich "geschickt im Zweikampf zu verhalten. Die höhere Anzahl an gewonnenen Zweikämpfen kann entscheiden."

Statistisch gesehen sieht es nach zuletzt 15 Spielen ohne Niederlage (zwölf Siege, drei Unentschieden) für den VfL bestens aus. Allerdings muss Funkel gegen seinen Ex-Club auf seinen erfolgreichsten Angreifer Chong Tese verzichten, der sich bei einem Sturz im Spiel gegen den FSV Frankfurt den Halswirbel angebrochen hat. Außerdem fehlen die Langzeitverletzten Patrick Fabian (Kreuzbandriss), der Schwede Matias Concha (Schien- und Wadenbeinbruch) und Paul Freier, der zuletzt noch bei der 2. Mannschaft Spielpraxis sammelte.

Blick auf die Tabelle motiviert die Spieler

Herthas Chef-Coach Markus Babbel freut sich auf die Partie: "Das ist ein tolles Spiel für einen Trainer. Eigentlich müssen die Spieler nur auf die Tabelle sehen, dann sind sie motiviert genug." Gewinnt die Hertha das Spiel, haben die Berliner sieben Punkte Vorsprung auf die Westfalen und den Relegationsplatz.

Babbel sieht Bochums Ambitionen auf einen direkten Aufstiegsplatz als Vorteil für seine Mannschaft: "Wir müssen dort nicht hinfahren und ein Offensiv-Feuerwerk abbrennen. Bochum muss kommen und wir haben uns bisher immer leichter getan, wenn der Gegner mitgespielt hat."

Im Gegensatz zum VfL muss die Hertha nur auf einen Akteur verzichten. Sascha Bigalke wird nicht dabei sein. Der 21-jährige Mittelfeldspieler steht wegen einem Mittelfußbruch nicht im Kader.