Bochum - Die georgische Fraktion beim VfL Bochum 1848 wächst: Alexander Iashvili wechselt vom Karlsruher SC an die Castroper Straße. Der ablösefreie Angreifer (34) erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013.

Sportvorstand Jens Todt: "Wir werden zu Beginn der kommenden Saison zehn Spieler im Kader haben, die 21 Jahre oder jünger sind. Alexander ist nicht nur ein erfahrener Akteur, sondern auch ein ausgeprägter Führungsspieler. Er kann der Mannschaft auf und neben dem Platz helfen."

"Ein echtes Schlitzohr"



In den vergangenen drei Jahren war Iashvili Kapitän beim Karlsruher SC, verpasste aus gesundheitlichen Gründen in den vergangenen zwei Spielzeiten nur eine Partie und steuerte während dieser Zeit in den Pflichtspielen insgesamt 32 Scorerpunkte bei. "Er ist ein laufstarker, wendiger und trickreicher Angreifer, der ein Auge für seine Mitspieler hat, aber auch selbst torgefährlich ist. Dabei agiert er stets sehr mannschaftsdienlich und ist ein echtes Schlitzohr", beschreibt Cheftrainer Andreas Bergmann seinen neuen Offensivspieler.

Iashvili spielt seit 1997 in Deutschland, darunter zehn Jahre beim SC Freiburg sowie die letzten fünf Jahre beim Karlsruher SC. Er hat in seiner Karriere 198 Spiele in der 1. Bundesliga bestritten (33 Tore) sowie 213 Spiele in der 2. Bundesliga (46 Tore). "Bochum ist eine sehr gute Adresse im deutschen Profi-Fußball. Als mir Jens Todt und Andreas Bergmann davon berichtet haben, was sie mit der Mannschaft vorhaben, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich will dazu beitragen, dass uns mit der jungen Truppe in der kommenden Saison eine positive Überraschung gelingt."

In der georgischen Nationalmannschaft kommt Iashvili bislang auf 67 Einsätze (14 Tore). Dort stürmt er an der Seite von Nika Gelashvili, der seit Januar 2012 das VfL-Trikot trägt. Das Wort von Iashvili hat in Georgien Gewicht, schließlich ist er nicht nur rund 90 Mal für den Renommierclub Dinamo Tiflis aufgelaufen (84 Tore), sondern wurde in seiner Heimat 2004 und 2008 Fußballer des Jahres gewählt. Beim VfL wird Iashvili auch mit einem alten Bekannten zusammenarbeiten. Während seinem Engagement beim SC Freiburg (1997-2007) war Karsten Neitzel die ganze Zeit Assistent von Cheftrainer Volker Finke.