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Kapitän Alphonso Davies könnte Kanada gegen Südafrika wieder aufs Feld führen
Kapitän Alphonso Davies könnte Kanada gegen Südafrika wieder aufs Feld führen - © IMAGO/BOB FRID
Kapitän Alphonso Davies könnte Kanada gegen Südafrika wieder aufs Feld führen - © IMAGO/BOB FRID
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WM: Bayern-Star soll Kanada gegen Südafrika "großen Schub" verleihen

Im ersten Sechzehntelfinale der WM 2026 zwischen Co-Gastgeber Kanada und Südafrika könnte es zu einem besonderen Comeback kommen: Bayern-Star Alphonso Davies steht vor seinen ersten Einsatzminuten, nachdem er in der Gruppenphase nicht zum Einsatz gekommen war. Jesse Marsch glaubt, dass der Linksverteidiger den "Maple Leafs" einen entscheidenden Push geben kann.

Kanadas Trainer sieht in einer möglichen Rückkehr von Alphonso Davies einen "großen Moment für das Team und einen großen Schub". Ein Einsatz gegen Südafrika im WM-Sechzehntelfinale wären Davies' erste Minuten bei diesem Turnier. "Die Wirkung, die er auf die Mannschaft hat, wenn er auf dem Platz steht, verändert aus meiner Sicht die Möglichkeiten, was wir in diesem Turnier erreichen können", so der 52-Jährige weiter. Marsch hatte seinen Kapitän in den Gruppenspielen gegen Bosnien (1:1), Katar (6:0) und Schweiz (1:2) wegen einer erst kürzlich überstandenen Muskelverletzung im Oberschenkel vorsichtshalber auf der Bank gelassen. 

"Es war schmerzhaft, nicht in der Gruppenphase spielen zu können. Das Einzige, was man will, ist Fußball zu spielen – dafür brenne ich. Beim ersten Spiel auf der Tribüne wollte ich unbedingt auf den Platz. Beim zweiten war dieses Gefühl noch stärker, und vor dem dritten Spiel bin ich zu Jesse Marsch gegangen und habe ihn gefragt, ob ich wenigstens ein paar Minuten spielen könnte", schildert Davies, der aber Verständnis für die Entscheidung seines Trainers zeigt, den Rehabilitationsprozess erst vollständig zu beenden. Nun könnte das Warten für den "Road Runner" endlich ein Ende haben!

Davies, der erste Kanadier, der bei einer WM traf 🇨🇦

"Ein großer X-Faktor für uns"

Final bestätigen wollte Marsch den Einsatz des Bayern-Sprinters zwar nicht, doch Davies sei "mehr als bereit" für einen Einsatz gegen die Südafrikaner. "Alphonso ist ein großer X-Faktor für uns, weil er so ein außergewöhnliches Talent ist. Er bringt so viele dynamische Qualitäten ins Spiel, die uns besser machen", erklärt Marsch. Überhaupt wäre es der erste Einsatz Davies' seit dem 23. März 2025. Zwischenzeitlich hatte "Phonzie" einen Kreuzbandriss auskurieren müssen.

Für Davies schließt sich damit ein Kreis. In jenem SoFi-Stadium in Los Angeles, in dem Kanada auf Südafrika trifft, zog sich der 25-Jährige die schlimme Verletzung zu. Er versichert aber: "Ich denke nicht wirklich darüber nach. Die Verletzung hätte überall passieren können. "Für die "Maple Leafs" ist Davies bei der WM besonders wichtig, da er neben seiner sportlichen Klasse auch internationale Erfahrung mitbringt.

"Wenn es um die K.-o.-Phase einer Weltmeisterschaft geht, betreten wir Neuland, weil unsere Mannschaft diese Erfahrung bisher noch nicht gemacht hat. "Gleichzeitig kennen wir ähnliche Situationen. Alphonso hat beispielsweise bereits ein Finale der UEFA Champions League bestritten. Im Spiel werden wir schwierige Momente erleben, aber auch erfolgreiche Phasen", meint Marsch, der hinten links zuletzt auf Richie Laryea zurückgriff.

Alphonso Davies neben Trainer Jesse Marsch bei der Pressekonferenz vor dem Duell gegen Südafrika - IMAGO/Mao Siqian

Weiterkommen wäre für Südafrika ein "Wunder"

Für Kanada und Südafrika ist es die erstmalige Teilnahme an einer K.-o.-Runde bei einer WM und gleichzeitig die erste Pflichtspielbegegnung. Zuvor hatte man sich nur 2007 bei einem Testspiel gegenübergestanden – Südafrika siegte damals mit 2:0. Beide Teams sind mit je vier Punkten als Zweiter ihrer Gruppen ins Sechzehntelfinale eingezogen. Ein gutes Omen könnte aus Sicht Kanadas sein, dass die Südafrikaner auch gegen Co-Gastgeber Mexiko verloren (0:2). Die Mannschaft von Trainer Hugo Broos, zu der auch Hannover-Profi Ime Okon gehört, erlebte mit zwei Roten Karten einen bitteren Auftakt.

Nach dem 1:0-Sieg gegen Südkorea am 3. Spieltag und dem etwas überraschenden Weiterkommen ist die Brust der Südafrikaner jedoch so breit wie lange nicht: "Wir wollen das Spiel morgen gewinnen. Wenn wir die gleiche Mentalität und das gleiche Niveau wie gegen die Republik Korea zeigen können, dann denke ich, dass wir eine Chance auf den Sieg haben, obwohl Kanada ein sehr gutes Team ist. Aber sollten wir noch eine Runde weiter kommen, würde ich schon sagen, dass es wirklich ein Wunder für 'Bafana Bafana' ist", gibt sich Broos kämpferisch und stolz zugleich.

Kanada geht jedoch als klarer Favorit in dieses Sechzehntelfinale, wenn die Nummer 32 auf die 54 der FIFA-Weltrangliste trifft. Erst recht mit einem fitten und hungrigen Alphonso Davies auf der linken Schiene.

Der Hannoveraner Ime Okon beim WM-Gruppenspiel Südafrikas gegen Südkorea - IMAGO/Luis Revilla Mata

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