Innerhalb der eigenen Grenzen sind die vier Teilnehmer der Gruppe G wahre "Titelhamster". Gemeinsam holten der FC Arsenal, der FC Porto, Fenerbahce Istanbul und Dynamo Kiew 78 nationale Meisterschaften und gewannen 57 Mal die einheimischen Pokalwettbewerbe.

Doch auf europäischer Bühne konnte sich bislang nur der FC Porto "königlich" belohnen. Zwei Mal gewannen die Portugiesen die Champions League beziehungsweise den Europapokal der Landesmeister. In diesem Jahr backt Porto etwas kleinere Brötchen und überlässt ebenso wie Istanbul und Kiew den "Gunners" die Favoritenrolle in Gruppe G.

Größte Erfolge: 13-facher Englischer Meister (1931, 1933, 1934, 1935, 1938, 1948, 1953, 1971, 1989, 1991, 1998, 2002, 2004), zehnfacher FA-Cup-Sieger (Englischer Pokal) (1930, 1936, 1950, 1971, 1979, 1993, 1998, 2002, 2003, 2005), zweifacher Englischer Ligapokal-Sieger (1987, 1993), zweifacher UEFA-Pokal-Sieger (1970 Messepokal, 1994 Europapokal der Pokalsieger)

Letzte Champions-League-Teilnahme: Vergangene Saison schaffte Arsenal den Sprung in die K.o.-Phase als Zweiter der Gruppe H hinter dem FC Sevilla. Mit 13 Zählern waren die "Gunners" der beste Zweitplatzierte anno 2007/08. Highlight der Vorrunde war ein 7:0-Erfolg gegen Slavia Prag am 3. Spieltag der Gruppenphase. Im Achtelfinale schaltete Arsenal Titelverteidiger AC Mailand aus (0:0, 2:0). Im Viertelfinale unterlagen die "Gunners" gegen Ligakonkurrent FC Liverpool (1:1, 2:4).

Der Star: Die Liste der Superstars in den Reihen des FC Arsenal ist lang: Cesc Fabregas, Tomas Rosicky, Robin van Persie, Mikael Silvestre und Emmanuel Adebayor sind nur einige Hochkaräter. Doch der eigentliche Star des Teams ist in diesem Fall der Trainer. Arsene Wenger coacht die "Gunners" seit 1996. In dieser Zeit gewann der 58-Jährige sieben große nationale Titel mit den Londonern. 2005/06 führte er Arsenal ins Finale der ""Königsklasse". Nur wenige Trainer, die Vereine mit solch hohen Ansprüchen leiten, bleiben über solch einen langen Zeitraum im Amt.

FC Porto

Größte Erfolge: zweifacher Gewinner der Champions League (1987, 2004), UEFA-Pokalsieger 2003, 23-facher Portugiesischer Meister, 17-facher Portugiesischer Pokalsieger.

Letzte Champions-League-Teilnahme: Der FC Porto gewann die Gruppe A, schied aber im Achtelfinale gegen den FC Schalke 04 aus.

Der Star: Lucho Gonzalez' Wechsel vom südamerikanischen Top-Club River Plate zum FC Porto im Jahr 2005 sorgte hüben wie drüben für wenig Schlagzeilen. Zu jenem Zeitpunkt war der Argentinier einer von vielen "Gauchos", die ihr Glück in Europa suchten. Doch was niemand vorhergesehen hatte, Gonzalez fand es auch. Der 27-Jährige ist das Herzstück des Spiels der Portugiesen: Ballverteiler, Vorbereiter, Torschütze, Tempomacher. Nicht umsonst lautet sein Spitzname "El Comandante". Gonzalez hat eine beeindruckende Titelsammlung vorzuweisen. Mit River Plate gewann er die Clausura (Argentinische Meisterschaft). Mit Porto holte er in den vergangenen drei Jahren den Titel und gewann ein Mal den nationalen Pokalwettbewerb. Zudem holte er 2004 Olympisches Gold mit den "Gauchos".

Fenerbahce Istanbul

Größte Erfolge: 17-facher Türkischer Meister, vierfacher Türkischer Pokalsieger.

Letzte Champions-League-Teilnahme: Der Zweitplatzierte der Gruppe G vor einem Jahr schaffte es bis ins Viertelfinale. Der FC Chelsea war dort aber eine Nummer zu groß.

Der Star: Er ist zurück in der Heimat: Emre Belözoglu. Nach sieben Jahren bei Inter Mailand und Newcastle United unterschrieb der Mittelfeldspieler im Sommer in Istanbul. Allerdings bei Fenerbahce und nicht beim Stadtrivalen Galatasaray - dem Club, der ihn groß gemacht hat. Vier Meistertitel, zwei Pokalsiege und den UEFA-Pokal gewann Emre mit "Gala". Nun sollen ähnliche Erfolge mit Fenerbahce folgen. Trotz aller spielerischen Klasse scheiden sich die Geister am 27-Jährigen. Sein ungestümes Temperament ging mehr als ein Mal mit ihm durch. Unrühmlicher Höhepunkt: Nach dem WM-Qualifikationsspiel der Türkei gegen die Schweiz im Jahr 2006 war Emre einer der Hauptakteure in einer Schlägerei. Diese brachte ihm eine Sperre von vier Spielen (ursprünglich sechs) ein.

Dynamo Kiew

Größte Erfolge: zweifacher Gewinner des Europapokals der Pokalsieger (1975, 1986), 13-facher Sowjetischer Meister, neunfacher Sowjetischer Pokalsieger, zwölffacher Ukrainischer Meister, neunfacher Ukrainischer Pokalsieger, vierfacher GUS-Pokalsieger.

Letzte Champions-League-Teilnahme: Vergangene Saison erlebte Kiew ein Debakel. Ohne Punkt und mit einer Bilanz von 4:19 Toren beendeten die Ukrainer die Gruppenphase als schlechtestes Team.

Der Star: Selten trifft auf ein Team die Phrase "der Star ist die Mannschaft" so zu wie auf die Ukrainer. Sie sind eine eingespielte Truppe, die sich blind versteht, und bei der Automatismen den Erfolg in der Liga sicherstellen. Dennoch hebt ein Spieler sich ab: Ismael Bangoura. Der 23-Jährige hat seine neue Heimat Kiew im wahrsten Sinne des Wortes im Sturm erobert. Der Mann aus Guinea traf vergangene Saison 15 Mal in 20 Spielen in der Liga. Pfeilschnell und eiskalt vorm gegnerischen Tor - diese Attribute machen Bangoura zu einem erstklassigen Konterstürmer.