Köln - Am 14. August ist es endlich wieder so weit - die Bundesliga startet in die neue Saison. Bis dahin nimmt bundesliga.de die Clubs unter die Lupe: Formcheck, Taktik, Neuzugänge und Schlüsselspieler von Borussia Mönchengladbach.

Der Formcheck

Die Elf vom Niederrhein blieb zwar abgesehen von einem verlorenen Elfmeterschießen gegen den Hamburger SV beim Telekom Cup in ihren neun Testspielen gegen Teams sieben Ländern ungeschlagen, konnte aber auch kein richtiges Ausrufzeichen setzen. Die Mannschaft befindet sich noch in der Findungsphase, kann aber auf ihren eingespielten Defensivblock setzen. Das macht die Sache einfacher. Allerdings muss die Elf von Lucien Favre ihr Offensivspiel neu definieren, da Stoßstürmer Josip Drmic ein ganz anderer Typ Angreifer ist als der nach Wolfsburg abgewanderte Max Kruse.

Die Taktik

"Wir trainieren ein 4-4-2 und ein 4-4-1-1, können aber auch auf andere Systeme wechseln", erklärt Favre im Gespräch mit bundesliga.de. "Ich denke, dass wir flexibler geworden sind." Favre hat die Borussia in seinen nun schon viereinhalb Dienstjahren taktisch immer wieder neu erfunden. Aus einer abwartenden Kontermannschaft, machte er zuletzt ein Team, dass den geduldigen und Risiken minimierenden Ballbesitzfußball mit einer Spitze beherrscht. So dürften die Fohlen auch in der kommenden Saison auftreten.

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Die Neuzugänge

Der aus Hannover gekommene Lars Stindl ist unter Borussias Neuzugängen der Mann mit der größten Erfahrung. In 154 Bundesliga-Spielen (23 Tore) hat der vielseitige Mittelfeldspieler seine Klasse oft bewiesen. Dazu kommt mit Josip Drmic ein Stürmer (58 Bundesliga-Spiele, 23 Tore), der in Nürnberg überragte, in Leverkusen aber stagnierte.

Die weiteren Neuen sind Perspektivspieler mit viel Potenzial. Der 19-jährige Andreas Christensen (ausgeliehen vom FC Chelsea) und der ein Jahr jüngere Nico Elvedi sind Alternativen für die Abwehr. Dazu kommt der aus Kaiserslautern geholte Tobias Sippel als Stellvertreter von Keeper Yann Sommer.

Der Schlüsselspieler: Granit Xhaka

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Granit Xhaka geht in seine vierte Saison bei der Borussia. Die letzte Spielzeit war seine bisher beste. Der mit seinen 22 Jahren immer noch junge Schweizer Nationalspieler hat gelernt, sein bisweilen überbordendes Temperament in den Griff zu bekommen und seinen forschen Sprüchen auch starke Leistungen folgen zu lassen. Xhaka ist die ordnende Hand im Mittelfeld. Er dirigiert, haut dazwischen und ist längst zu einem Führungsspieler der Fohlen geworden.

Über Borussia Mönchengladbach berichtet Tobias Gonscherowski