Der VfL Wolfsburg steht dank großer Geschlossenheit auf Platz zwei - © imago images/Christian Schroedter
Der VfL Wolfsburg steht dank großer Geschlossenheit auf Platz zwei - © imago images/Christian Schroedter
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Der unschlagbare VfL Wolfsburg: Mit Granit und Weghorst

Punktemäßig ist der VfL Wolfsburg schon einmal besser in eine Bundesliga-Saison gestartet, aber dennoch sorgten die Wölfe an den ersten sieben Spieltagen für ein Novum der Clubgeschichte: Noch nie waren die Niedersachsen so spät in der Saison noch ungeschlagen. Damit hat die Mannschaft von Oliver Glasner in Deutschland auch ein Alleinstellungsmerkmal, denn kein anderes Team von der Bundesliga bis zur 3. Liga ist ohne Niederlage.

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Jetzt wartet auf die Wölfe die bislang anspruchsvollste Aufgabe, denn am Samstag tritt der Tabellenzweite bei RB Leipzig zu einem echten Spitzenspiel an. Die Sachsen konnten zuletzt zwar zwei Mal in Folge nicht gewinnen, rangieren aber dennoch nur einen Punkt hinter dem VfL auf Rang vier.

Wolfsburg stellt die beste Abwehr der Bundesliga

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Das Prunkstück der Glasner-Truppe ist dabei eindeutig die Defensive. Mit bislang erst vier Gegentoren stellt der VfL die beste Abwehr der Liga. Auch die drei Spiele ohne Gegentreffer sind der Topwert der Bundesliga. Einen großen Anteil daran haben die Torhüter. War Koen Casteels an den ersten drei Spieltagen ein sehr solider Rückhalt, wurde nach dessen Verletzung Ersatzmann Pavao Pervan zum Überraschungshit: Der 31-jährige Österreicher kassierte in seinen 360 Einsatzminuten nur zwei Gegentreffer und wehrte sensationelle 88 Prozent der Bälle ab, die auf seinen Kasten kamen - das ist Ligabestwert!

Aber auch vor dem Torhüter steht die Defensive wie eine Eins. Bislang ließ Wolfsburg nur 79 Torschüsse zu - nur drei Teams weniger. Außerdem ist der VfL das einzige Team, gegen das sich noch keine Mannschaft eine Großchance herausspielen konnte. Auch, weil das Umschaltspiel der Wölfe erstklassig ist. Neben dem FC Schalke ist Wolfsburg das einzige Team, das noch kein Kontergegentor hinnehmen musste. Auch per Kopf oder nach einer Standardsituation wurde der VfL noch nie bezwungen.

Die Dreierkette steht also bombensicher und vorne findet Wolfsburg eigentlich immer einen Weg. Oder besser gesagt: einen Weghorst. Der niederländische Angreifer hat seine starke Rückrunden-Form konserviert und ist mit vier Treffern schon wieder der gefährlichste Angreifer der Niedersachsen. Im Kalenderjahr 2019 hat nur Robert Lewandowski (23) mehr Bundesliga-Treffer erzielt als der schlaksige Wout Weghorst (15).

Die Meister der engen Spiele

Und die Aktionen des 27-Jährigen waren durch die Bank extrem wichtig für den Spielausgang: Zwei Mal brachte er seine Mannschaft mit 1:0 in Führung, traf zudem einmal zum Ausgleich und half bei seinen beiden Assists jeweils, einen Rückstand zu egalisieren. So ist Wolfsburg gerade in engen Partien häufig im Vorteil: Drei Mal siegten die Wölfe mit einem Tor Differenz und bei den drei Unentschieden glich der VfL jeweils Rückstände aus.

Die Unbezwingbarkeit wird nun von Timo Werner und Co. auf die Probe gestellt und auch wenn der VfL derzeit in der Tabelle besser postiert sind, geht Leipzig sicherlich als leichter Favorit ins Spiel. Wobei es eigentlich auch niemanden überraschen sollte, wenn sich auch die Nagelsmann-Truppe am Wolfsburger Abwehrverbund die Zähne ausbeißen würde.