Zusammenfassung

  • Der FC Bayern München ist am 8. Spieltag zu Gast beim VfL Wolfsburg
  • Die Schwächephase der Münchner könnte den Wölfen in die Karten spielen
  • VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer: "Gladbach hat eindrucksvoll bewiesen, dass es möglich ist, die Bayern zu schlagen"

Wolfsburg - Bayern München? Marcel Schäfer lächelt, seine Augen beginnen zu glänzen. "Ich glaube, dass es ein guter Zeitpunkt ist, Bayern München nach einer Länderspielpause zu Gast zu haben", sagt Marcel Schäfer, Sportdirektor des VfL Wolfsburg.

Die Vorfreude auf das Heimspiel gegen den schwächelnden Rekordmeister am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ist dem Ex-Profi deutlich anzumerken. Kein Wunder. Als Spieler hat Schäfer große Erfolge gegen die Bayern errungen, er gehörte zur legendären Meistermannschaft, die den Münchnern 2009 die Schale wegschnappte. Aber Schäfer weiß auch: "Wir wissen, dass man einen besonderen Tag braucht, an dem man all seine Stärken zur Geltung bringen muss, um Bayern München zu schlagen."

Mit ihren vielen Nationalspielern habe das Münchner Team allerdings "keine lange Vorbereitungszeit auf das Spiel", meint der ehemalige Fußballprofi, der seit Anfang Juli die Geschicke des VfL als Sportdirektor an der Seite von Geschäftsführer Jörg Schmadtke leitet und damit an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte.

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Vor allem spielt den Wölfen aber die Schwächephase des Rekordmeisters in die Karten. Die Niederlage der Münchner gegen Borussia Mönchengladbach habe aufgezeigt, "wie man gegen München spielen kann". Gladbach habe "eindrucksvoll bewiesen, dass es möglich ist". 

Aber auch in Wolfsburg sehnt man sich nach drei Remis und zwei Niederlagen seit Mitte September nach einem Erfolg. Bei Betrachtung der Leistung in den letzten fünf Spielen, habe man einfach zu wenig Punkte geholt, sagte der 34-Jährige. Denn trotz Punktedürre spielt man in Wolfsburg wieder Fußball mit Spielfreude und Leidenschaft, die Mannschaft gebe "ein ganz anderes Bild ab als in der vergangenen Saison".

"Wir wollen mittelfristig nach Europa zurück" Marcel Schäfer (Sportdirektor VfL Wolfsburg)

Trotzdem gilt für den VfL in dieser Saison: Auf keinen Fall zu hoch stapeln. Nach zwei Relegationen will der Werksklub "da unten raus" und sich "stabilisieren". Aufgrund der Konstellation mit Volkswagen sei der Anspruch des Vereins auf Sicht "aber natürlich ein ganz anderer, als nur im Mittelfeld der Tabelle mitzuspielen", sagte Schäfer: "Es wäre allerdings vermessen, jetzt schon von wieder von Europa zu reden. Dorthin wollen wir aber mittelfristig zurückkehren."

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Erst einmal empfangen die Niedersachsen Bayern München. Für den Serienmeister wartet beim VfL die Chance zur Wiedergutmachung. Nervosität verspürt Schäfer dennoch nicht: "Es ist eher die Vorfreude auf die tolle Herausforderung", sagt der 34-Jährige: "Aber wenn man in 17 Jahren als Spieler gegen München schöne Siege gefeiert hat und die eine oder andere Niederlage einstecken musste, kann man damit ganz gut umgehen."

SID