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Dramatisches Nachspielzeit: Kamiński entreißt Wolfsburg den Sieg

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In einem spektakulären Spiel sichert sich der 1. FC Köln mit einem Last-Minute-Treffer einen Punkt beim VfL Wolfsburg. Besonders die Nachspielzeit hatte es in sich, als innerhalb von 15 Minuten noch drei Tore fielen.

Mit großen Emotionen feierte der VfL Wolfsburg am Samstag seinen 80. Geburtstag in der Volkswagen Arena. Doch statt eines Jubiläumssieges erlebten die ausverkauften Ränge ein Spektakel der besonderen Art. Die Wölfe hofften, ihre Heimschwäche zu überwinden – seit Januar hatten sie kein Heimspiel mehr gewonnen.

Auf der anderen Seite reiste der 1. FC Köln mit breiter Brust an, nach dem ersten Bundesliga-Saisonstart mit zwei Siegen seit 20 Jahren. Ein besonderes Augenmerk lag auf Luca Waldschmidt, der von 2021 bis 2023 für den VfL spielte und nun im Kölner Trikot auflief.

Pure Freude: Luca Waldschmidt feiert seinen frühen Führungstreffer gegen seinen Ex-Klub. Der Angreifer nutzte eine der ersten Gelegenheiten eiskalt und brachte den FC früh auf die Siegerstraße. - IMAGO/Darius Simka

Blitzstart und Gewitterunterbrechung

Der 1. FC Köln erwischte einen Traumstart in der Volkswagen Arena. Bereits in der fünften Minute war es ausgerechnet Ex-Wolf Waldschmidt, der zur Führung traf. Nach einem scharfen Rückpass von Marius Bülter scheiterte zunächst Jan Thielmann an Kamil Grabara, doch Waldschmidt staubte entschlossen ab. Die Kölner dominierten die Anfangsphase klar, während Wolfsburg kaum ins Spiel fand.

In der 24. Minute musste die Partie wegen eines Gewitters unterbrochen werden. Die unfreiwillige Pause half den Gastgebern – nach der Wiederaufnahme zeigten sich die Wölfe deutlich verbessert. Der Ausgleich fiel in der 42. Minute: Maximilian Arnold flankte präzise von links, und Mohamed Amoura köpfte trotz seiner geringen Körpergröße aus kurzer Distanz ein. Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Hochsprung zum Ausgleich: Mohamed Amoura setzt sich im Kopfballduell durch und erzielt das wichtige 1:1 für die Wölfe. Der algerische Stürmer zeigte seine Qualitäten in der Luft. - IMAGO/Darius Simka

Wolfsburger Dominanz nach der Pause

Köln reagierte zur zweiten Halbzeit mit einem Wechsel: Ísak Jóhannesson ersetzte Torschütze Waldschmidt. Auch die zweite Hälfte begann mit einer kurzen Unterbrechung – dieses Mal wegen Rauchentwicklung aus dem Wolfsburger Block. Nach einer Stunde verstärkte sich der Druck der Hausherren, die sich für ihre Bemühungen belohnten.

Nach einem schnellen Angriff über rechts legte Kilian Fischer den Ball auf Joakim Mæhle, dessen präzise Hereingabe Lovro Majer aus kurzer Distanz zum 2:1 verwertete. Der VfL hatte nun das Momentum auf seiner Seite und erspielte sich weitere Chancen. Marvin Schwäbe verhinderte mit starken Paraden gegen Andreas Skov Olsen und Dženan Pejčinović eine höhere Führung.

Die Wende perfekt gemacht: Lovro Majer bejubelt seinen Treffer zum 2:1 für Wolfsburg. Der Kroate nutzte eine perfekte Vorlage von Joakim Mæhle und brachte die Wölfe erstmals in Führung. - RONNY HARTMANN

Dramatisches Finale mit Achterbahnfahrt der Gefühle

Als die reguläre Spielzeit bereits abgelaufen war, folgte ein dramatisches Finale mit 14 Minuten Nachspielzeit. Zunächst war es der eingewechselte Saïd El Mala, der sich stark auf dem Flügel durchsetzte und den Ball zu Jóhannesson legte. Der Isländer schob zum umjubelten 2:2-Ausgleich ein (90.+1).

Die Freude der Kölner währte jedoch nur kurz. In der neunten Minute der Nachspielzeit traf Arnold mit einem traumhaften Freistoß aus 23 Metern in den Winkel – der vermeintliche Siegtreffer zum 3:2! Doch das letzte Wort hatte der 1. FC Köln: Ausgerechnet der vom VfL ausgeliehene Jakub Kamiński traf nach Kopfballvorlage von Ragnar Ache zum 3:3-Endstand (90.+14). Ein packendes Ende eines denkwürdigen Spiels!

Ekstase pur: Die Kölner Spieler feiern einen der späten Ausgleichstreffer. Das Team von Trainer Lukas Kwasniok bewies beeindruckende Moral und wurde für seinen Kampfgeist belohnt. - IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov

Spieler des Spiels: Luca Waldschmidt

Luca Waldschmidt war nun in beiden Gastspielen dieser Saison an Toren beteiligt (Vorlage in Mainz, Tor heute). Er verwertete in Wolfsburg seinen einzigen Torschuss, war viel unterwegs 6,7 Kilometer in 45 Minuten) und spielte keinen Fehlpass.

Luca Waldschmidt eröffnete den Torreigen mit seinem Treffer zum 1:0. - IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov

Bundesliga Match Facts
xGoals: Wolfsburg 1,48 - Köln 1,6
Schnellster Spieler: Joël Schmied (KOE), 34,34 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 3:2 von Maximilian Arnold (WOB), 8,31 Prozent
Most Pressed Player: Joakim Mæhle (WOB), 16 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Kilian Fischer (WOB), +2,96

Fantasy Heroes: Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg, 340 Punkte), Mohamed Amoura (VfL Wolfsburg, 243 Punkte), Lovro Majer (VfL Wolfsburg, 232 Punkte)