Am 8. Spieltag der Europa League hat der VfB Stuttgart 3:2 gegen die Young Boys Bern gewonnen. Die Treffer für Stuttgart erzielen Deniz Undav (6. Minute) und Ermedin Demirović (7. Minute), für Bern verkürzte Armin Gigović kurz vor dem Halbzeitpfiff. Nach dem Seitenwechsel traf Lauper zum Ausgleich (56. Minute). In der 90. Minute machte Chema mit dem 3:2 den Deckel drauf.
Der VfB Stuttgart erwischte einen Traumstart und überrumpelte die Gäste bereits in den Anfangsminuten. Nach einem Ballverlust im Berner Aufbauspiel schaltete Stuttgart blitzschnell um: Chabot schickte Assignon über rechts auf die Reise, dessen flache Hereingabe am Elfmeterpunkt genau bei Deniz Undav landete. Der Stürmer musste nur noch den ersten Kontakt setzen und traf früh zum 1:0 (6.).
Nur Augenblicke später folgte der nächste Nackenschlag. Diesmal steckte Undav selbst stark durch auf den startenden Ermedin Demirović, der vor dem herauseilenden Keeper die Ruhe behielt und eiskalt zum 2:0 vollendete (7.). Ein Doppelschlag, der das Spiel zunächst komplett in Stuttgarter Bahnen lenkte.
In der Folge blieb der VfB gefährlich. Verteidiger Finn Jeltsch schaltete sich in die Offensive ein und zog aus der Distanz wuchtig ab, doch Torwart Keller bekam noch die Fingerspitzen an den Ball und lenkte ihn an den Pfosten – Zentimeter fehlten zum dritten Treffer.
Kurz vor der Pause kam Bern jedoch zurück ins Spiel. Nach einem Fehlpass von Bredlow im Spielaufbau landete der Ball bei Gigović, der damit frei vor dem Tor stand und überlegt ins lange Eck ein schob. Der Anschlusstreffer zum 2:1 (43.) war aus VfB-Sicht unnötig und gab den Gästen neue Hoffnung.

Letzte Minute dann der Siegtreffer: Chema zum 3:2 - Alex Grimm
VfB gab es zunächst aus der Hand
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie zunächst zugunsten der Gäste. Eine Ecke von Fernandes landete im Rückraum bei Lauper, der den Ball ohne Zögern per Volley nahm und ihn wuchtig in den Winkel jagte. Ein spektakulärer Treffer zum 2:2 (56.), der sich zuvor bereits angedeutet hatte und den VfB plötzlich wieder unter Druck setzte.
Stuttgart mühte sich in der Folge um Kontrolle, tat sich aber lange schwer gegen nun selbstbewusste Berner. Als vieles schon auf ein Unentschieden hindeutete, schlugen die Gastgeber doch noch eiskalt zu. Ein schneller Konter lief über die linke Seite, Leweling brachte den Ball scharf und flach vor das Tor. Am zweiten Pfosten lauerte Chema Andrés, der nur noch den Fuß hinhalten musste und in der 90. Minute den umjubelten Siegtreffer zum 3:2 erzielte.
Der Liveticker zu Stuttgart gegen Bern:
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Fazit
Was ein Finale in diesem Spiel! Mit einem der letzten Aktionen trifft der VfB zum Sieg und belohnt sich dann am Ende doch für eine überragende erste Hälfte.
© Alex Grimm
Spielende
DER LUCKYPUNCH!
Chema erlöst den VfB! Im Konter geht es über links dann über Leweling schnell, der den Ball scharf vor das Tor bringt. Am zweiten Pfosten wartet Chema und drückt ihn über die Linie.
Doppelchance!
Vor dem Berner Tor bekommt Stuttgart den Ball einfach nichts ins Tor - Leweling und Demirović versuchen sich da dran, immer ist irgendein Bein im Weg.
Cordova!
Hinten ist der VfB jetzt ziemlich luftig und das kann noch teuer werden. Cordova zieht zu zentral ab, Bredlow kann den Ball unter sich begraben
Offene Visiere
Jetzt geht es hier hin und her - Die Schweizer treffen in Person von Males im Konter den Ball beim Abschluss nicht richtig, zuvor vergibt Leweling, weil sein Schuss geblockt wird.
Beide Teams brauchen den Sieg
Der Blick auf die Tabelle zeigt: Keinem Tem bringt hier ein Unentschieden etwas. Die Crunchtime läuft.
Stuttgart kommt wieder
Bouanani hält an seinem starken Auftritt weiter fest - und schlägt eine Flanke auf den zweiten Pfosten, wo El Khannouss aber daneben haut.
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Wahnsinnstor!
Lauper traf zum 2:2 per schönem Volley aus der Distanz!
© THOMAS KIENZLE
Gigovic erneut!
Der Schuss des Torschützen geht aber nur ans Außennetz!
Dreierwechsel
Jetzt wird viel rotiert - bringt das die Wende in dem hergeschenkten Spiel?
Fast die Berner Führung!
Was geht hier ab? Sanches bekommt eine Flanke, wie sie nicht besser hätte sein können und köpft aus fünf Metern auf Bredlow, der sich mit einem guten Reflex auszeichnen kann.
Stiller!
Da wäre fast die direkte Antwort gewesen - Stillers Schuss geht nur knapp über die Querlatte!
Was! Eine! Rakete!
Es hat sich angedeutet und jetzt ist er da! Und was für ein Tor, unglaublich! Fernandes tritt die Ecke in den Rückraum, wo Lauper per Volley und First Touch direkt draufhält und den Ball in den Winkel setzt. Jetzt muss der VfB antworten!
Chance auf das 2:2!
Wieder ist es Bedia, der vorne Alarm macht! Zuerst dribbelt er Chabot aus, rutscht beim Abschluss wenige Meter vor dem Tor aber weg und verzieht.
Bouanani zu schwach!
Der erste etwas vernünftigere Angriff des VfB im zweiten Durchgang: Am Ende ist es Bouanani, der zum Schlenzer ansetzt - etwas zu schwach mittig in die Arme von Keller.
Bern beginnt
Stuttgart darf sich jetzt nicht hinten reindrücken lassen, was jedoch der Eindruck der ersten Minuten im zweiten Durchgang ist.
Weiter gehts!
Zurzeit steht Stuttgart auf Platz 9 der Tabelle, ergo kein direkter Achtelfinaleinzug - eine bessere Tordifferenz könnte das "Problem" lösen. Wie geht es hier weiter?
Beginn zweite Hälfte
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Pause in Stuttgart
Hier spielt bislang nur eine Mannschaft - und das ist der VfB Stuttgart. Durch einen Doppelschlag machen sie hier vermeintlich früh alles klar. Doch dann wenige Minuten vor der Halbzeit der Anschluss! Eigentlich schien hier alles entschieden, doch nun wirkt das Spiel wieder völlig offen.
© THOMAS KIENZLE
Halbzeit
Ziemlich aus dem Nichts der Anschluss!
Das ist bitter für Bredlow, der bis hierhin wenig zu tun hatte. Im Aufbauspiel spielt er den Fehlpass, sodass der Ex-Kieler Gigović frei vor dem Keeper steht und ins lange Eck einschiebt.
Deutlich
Der VfB hat hier alles im Griff. Sie haben meistens den Ball und drücken auf das nächste Tor.Beste Berner Chance!
Bedia steht plötzlich frei vor Bredlow! Zuvor konnte er sich durch zwei VfB'ler durchdribbeln, den Schuss setzt er aber knapp links am Tor vorbei.
Führich auf Undav
Am zweiten Pfosten lauert der Torschütze und geht zum Kopfball. Anstatt den Ball aber aufs Tor zu bringen, will er uneigennützlich nochmal ablegen, wonach die Situation aber geklärt wird.
Jeltsch! Pfosten!
Da macht der Verteidiger mal die Meter mit nach vorne und zieht beherzt aus der Distanz ab! Torwart Keller kommt noch minimal an den Ball und lenkt ihn so an den Pfosten. Knappes Ding!
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Locker geblieben
Beim 2:0 von Demirović blieb der Stürmer vor Keller eiskalt.
© IMAGO/kolbert-press/Martin Agüera
Führich! Zu schwach...
Ein überragender Pass von Mittelstädt setzt Führich wunderbar in Szene, der alleine auf Keller zulaufen kann. Der Stürmer entscheidet sich aber im falschen Moment für den Abschluss, nämlich dann, wenn der Ball etwas hinter ihm liegt. Die größte Chancen aufs 3:0 verpufft damit.
Überlegen
Nach einer knappen halben Stunde spiegelt sich das Ergebnis auch in den Torschüssen wider. Da steht bei den Gästen bislang nur der halbherzige Freistoß aus der Distanz zu Buche.Über rechts
Die dominante Seite der Schwaben ist heute Abend die rechte: Assignon und Bouanani machen dort ziemlich viel Dampf. Eine Stiller-Ecke, ebenso von rechts, bringt er direkt aufs Tor, die Keller doch ein wenig überrascht.
Erster Bern-Schuss
...und der resultiert aus einem doch recht weit entfernten Standard. Sanches setzt ihn gut einen Meter rechts am Tor vorbei.
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Früher Jubel
Schon nach sechs Minuten brachte Undav seinen VfB auf die Siegerstraße.
© IMAGO/Eibner-Pressefoto/Edward Cheung
Stiller! Geblockt!
Der Schuss wäre gut gekommen - Stiller holt zum Schlenzer aus, da kommt aber noch ein Berner Fuß dran, es folgt eine Ecke. Die bringt nichts ein.
Gute Idee!
Bouanani versucht aus dem rechten Halbfeld den einlaufenden Demirović zu finden - der Ball ist aber etwas zu scharf für den Torschützen und geht ins Toraus.
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Logisch, dass es läuft!
Die Fans boten vor dem Spiel eine tolle Choreo - und die Mannschaft liefert von Beginn an!
© IMAGO/Eibner-Pressefoto/Edward Cheung
Führichs Ecke...
...ist deutlich zu lang - die Schwaben drücken hier aber auf das dritte Tor.
Doppelschlag!
Was ist hier los? Und Undav ist diesmal Assistgeber: Er sieht den tieflaufenden Demirović, der dann vor dem Keeper cool bleibt und einnetzt. Einfaches 2:0 schon nach wenigen Minuten!
So schnell gehts! 1:0!
Bern verliert im Spielaufbau den Ball, ehe Chabot Assignon über rechts auf die Reise schickt. Der Flügelflitzer legt quer Richtung Elfmeterpunkt, wo Undav richtig steht und mit dem ersten Kontakt einnetzt.
Bern am Ball
Die ersten Minuten "gehören" den Gästen - zu sehen am Ballbesitz. Weiter nach vorne kamen sie jedoch nicht. Chabot kann einen Ball in die Tiefe von Benito ablaufen.
Zweimal lang
Das Spiel startet mit jeweils einem Versuch, den Ball hinter die gegnerische Kette zu befördern, beide Male scheitern die Teams.
Los gehts!
Der Ball rollt in Stuttgart.
Anstoß
Weitere Änderungen
Im Vergleich zum 3:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach rücken außerdem Assignon, Mittelstädt, Chema, Undav und Führich wieder in die Startelf. Dafür nehmen Vagnoman, Hendriks, Karazor und Leweling zunächst draußen Platz.
Überraschung im Tor
VfB-Coach Sebastian Hoeneß sorgt in seiner Anfangsformation für eine unerwartete Änderung: Statt Nübel, der zunächst auf der Bank Platz nimmt, hütet Bredlow das Tor. Für den 30-Jährigen ist es der erste Einsatz in der Europa League, nachdem er in dieser Spielzeit bislang nur im DFB-Pokal gespielt hatte.
So startet der VfB
Bredlow - Assignon, Jeltsch, Chabot, Mittelstädt - Chema, Stiller - Bouanani, Undav, Führich - Demirović
So starten die Gäste
Keller - Janko, Wüthrich, Lauper, Benito - Fernandes, Gigovic, Fassnacht, Sanches, Joel Monteiro - Bedia
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Es kann losgehen!
Die MHP-Arena ist bereit für den letzten Spieltag der Europa League-Ligaphase!
© IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank
Das sagt Hoeneß
"Die ganze Rechnerei interessiert mich nicht, da wir auch das direkte Weiterkommen nicht in der eigenen Hand haben. Wir wollen mit einer weißen Weste aus den Heimspielen gehen und vor allem den Zuschauern etwas bieten."
Tore voraus
Stuttgart erzielte in den bisher drei Begegnungen gegen die Young Boys satte zehn Treffer. Die Hälfte erzielten die Schwaben beim letzten Aufeinandertreffen in der vergangenen Champions-League-Saison beim 5:1.
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Die kriselnden Berner
Bei den Young Boys läuft es derweil in beiden Wettbewerben eher mittelmäßig: In der Schweizer Super League belegt das Team von Ex-Bundesliga-Trainer Gerardo Seoane mit nur 29 Punkten Rang sechs, in der Europa League gehört man mit neun Punkten und Platz 23 gerade noch so zum Feld der für die Playoffs vorgesehenen Teams. Ein Sieg in Stuttgart ist beinahe Pflicht – doch ein solches Erfolgserlebnis, also einen Sieg, kennen die Schweizer seit Mitte Dezember nicht mehr.
© IMAGO/Manuel Winterberger
Die zwei Gesichter des VfB
So gut es für den VfB Stuttgart in dieser Saison in der Bundesliga läuft (mit 36 Punkten ist man aktuell auf Champions-League-Kurs), so durchwachsen läuft es in der Europa League: Zwar gewann der VfB alle drei Heimspiele, auswärts musste man jedoch ebenfalls dreimal eine Niederlage hinnehmen (jeweils ohne eigenen Treffer). Lediglich beim 4:0 bei den GA Eagles aus den Niederlanden gelang es den Schwaben, in der Fremde zu siegen.
Die Bilanz
Bisher trafen die beiden Teams dreimal im Europapokal aufeinander – einmal in der Champions League und zweimal in der Europa League. Die bisherigen Heimspiele gewannen die Schwaben mit 3:0 bzw. 5:1, auswärts setzte es in Bern in der Gruppenphase der Saison 2010/2011 ein 2:4 für den VfB.
Herzlich willkommen!
Am 8. Spieltag der Europa-League-Ligaphase empfängt der VFB Stuttgart den BSC Young Boys aus Bern. Anstoß ist am Donnerstag, 21. Januar um 21:00 Uhr.