München - Gleich zwei Stürmer treffen erstmals seit mehr als einem Jahr wieder in der Bundesliga. Wolfsburgs Trainer Felix Magath sorgt gleich für mehrere Bestmarken. Die Splitter zum 20. Spieltag.

TORE: Es fielen nur 20 Tore an diesem "Eisschrank-Spieltag" - nur am 10. Spieltag waren es noch weniger (19). Keine Mannschaft traf öfter als zwei Mal. Odise Roshi traf fast unmittelbar nach seiner Einwechslung, es war sein erstes Bundesliga-Tor. Claudio Pizarro erzielte seine Bundesliga-Tore 156 und 157 und in der historischen Torjägerliste nun Fritz Walter auf Rang 12 ein. Chinedu Obasi war erstmals seit April 2010 wieder in der Bundesliga erfolgreich. Mohamed Zidan traf gleich bei seinem Comeback für Mainz und erzielte sein erstes Bundesliga-Tor seit März 2010. Lucas Barrios erzielte im vierten Spiel gegen Nürnberg sein sechstes Tor - doppelt so viele wie gegen jeden anderen Bundesligaverein.

NOCH MEHR TORE: Appetit auf Schwaben: Im 13. Spiel gegen den VfB schoss Kießling sein zehntes Tor - gegen keinen anderen Verein traf er so oft. Borussia Mönchengladbach gab in Wolfsburg nur sechs Torschüsse ab - so wenige wie in keinem anderen Saisonspiel. Gerne gegen Augsburg: Sejad Salihovic hat in allen drei Pflichtspielen diese Saison gegen Augsburg getroffen (zwei Mal Bundesliga, ein Mal DFB-Pokal), zudem gelang dem Bosnier auch seine erste Torvorlage diese Spielzeit gegen den Aufsteiger. Mohammed Abdellaoue erzielte jetzt die Hälfte aller 96-Tore (elf von 22).

SERIEN: Historischer Sieg: Köln feierte nach gut 22 Jahren wieder einen Bundesliga-Sieg gegen Lautern. Der zuvor letzte Erfolg gelang unter Trainer Christoph Daum im Dezember 1989 auch auf dem Betzenberg (2:1) - dazwischen lagen 25 Partien ohne Erfolg der Domstädter. Magath verlor als Bundesliga-Trainer nie ein Heimspiel gegen Gladbach (sieben Siege, fünf Remis). Dortmund gewann erst zum zweiten Mal in seiner Bundesliga-Geschichte die ersten drei Rückrundenspiele - zuvor war das nur vor 20 Jahren in der Saison 91/92 gelungen. Mönchengladbach teilte erstmals in dieser Saison in einem Auswärtsspiel die Punkte (zuvor fünf Siege und vier Niederlagen). Mit Jürgen Klopp als BVB-Trainer hat Dortmund alle sechs Spiele gegen Nürnberg gewonnen. Skibbe auf den Spuren von Neururer: In der Bundesliga-Geschichte der Hertha gab es zuvor erst einen Trainer, der seine ersten drei Bundesliga-Spiele verlor: Im Frühjahr 1991 gab es für den damaligen Hertha-Trainer Peter Neururer sogar gleich fünf Niederlagen in Serie zum Auftakt. Die Null steht: Als einziges Team bleibt Hannover in der Rückrunde ohne Gegentor.

KARTEN: Sebastian Neumann und Ariel Borysiuk waren die Bundesliga-Spieler Nummer 16 und 17, die bei ihrem Debüt vom Platz flogen. Logische Platzverweise: Leverkusen und Stuttgart sahen jeweils ihren 109. Platzverweis - historischer Höchstwert. Für Kadlec und Molinaro war es jeweils der zweite Platzverweis diese Saison (wie sonst nur Köln Brecko).

SONSTIGES: Es gab diesen Spieltag keinen Heimsieg - das war nun erst zum fünften Mal in der Bundesliga-Geschichte der Fall, erstmals seit Februar 1998. Sechs Mal teilten die Teams die Punkte - Saisonrekord. Felix Magath setzte mit Debütant Ibrahim Sissoko seinen 36. Spieler in dieser Saison ein - ewiger Rekord. Der FC Bayern ist erstmals seit Ende November (nach dem 14. Spieltag) nicht mehr Tabellenführer. Schalke spielte zum 200. Mal in seiner Bundesliga-Historie zu Hause unentschieden. Hannover traf im zehnten Auswärtsspiel dieser Saison zum ersten Mal nach der Pause. Mohammed Abdellaoue traf mit seinem einzigen Torschuss und sorgte damit wie in der Vorwoche gegen Nürnberg für Hannovers 1:0-Sieg. Diego Benaglio musste nicht einen einzigen Gladbacher Torschuss abwehren, hatte allerdings Glück, dass Marco Reus seine Großchance versiebte.