München - Das letzte Highlight der Saison steht an: Im Berliner Olympiastadion bestreiten der FC Bayern München und der VfB Stuttgart am Samstag (Sa., ab 19:30 Uhr im Live-Ticker) das 70. Endspiel um den DFB-Pokal.

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Final-Bilanzen: 15:3 für Bayern

Die Bayern stehen zum 19. Mal im Endspiel. Bislang haben sie 15 Pokalfinals gewonnen. Nach 1985 gegen Bayer Uerdingen (1:2) und 1999 im Elfmeterschießen gegen Werder Bremen setzte es im letzten Jahr ein 2:5-Debakel gegen Borussia Dortmund. Der VfB hingegen hat drei seiner bisherigen fünf Endspiele gewonnen (1954 gegen Köln, 1958 gegen Düsseldorf und 1997 gegen Cottbus) - 1986 gegen Bayern (2:5) und 2007 gegen Nürnberg (2:3 n.V.) gab es Niederlagen.

Dreimal in Folge! Immer wieder FCB gegen VfB im Pokal

Nach dem Achtelfinale 2010/11 und dem Viertelfinale 2011/12 treffen die beiden Teams nun in der dritten Saison in Folge in diesem Wettbewerb aufeinander. Dass zwei Mannschaften in drei Saisons in Folge im Pokal aufeinander getroffen sind, gab es schon dreimal, allerdings gewann nie dreimal das gleiche Team. Bleibt es dabei, dann wäre der VfB Stuttgart Cupsieger 2013.

In drei der letzten vier DFB-Pokal-Spielzeiten schied der VfB im Pokal gegen Bayern aus. In der Vorsaison verloren die Schwaben im Viertelfinale zu Hause mit 0:2 gegen die Münchner, 2010/11 gab es im Achtelfinale ein 3:6 und 2008/09 ebenfalls im Achtelfinale ein 1:5.

Duell-Facts: Stuttgart ist Bayerns Pokal-Lieblingsgegner

In acht der neun bisherigen Duelle mit dem VfB im DFB-Pokal setzte sich der FCB durch. Gegen keinen anderen Club gewann der Rekordpokalsieger in diesem Wettbewerb so oft. Stuttgart wiederum verlor im nationalen Pokal gegen kein anders Team so oft (unter anderem die letzten sechs Duelle). Der einzige Pokalsieg des VfB gegen die Münchner gelang am "Tag des Mauerfalls", am 9. November 1989 zu Hause mit 3:0 (die Tore im Achtelfinale erzielten Fritz Walter per Doppelpack und Jürgen Hartmann), Bayern-Trainer war damals Jupp Heynckes. Zum zehnten Mal kommt es im DFB-Pokal zu diesem Duell.

Heynckes: Letzte Lücke im Trophäenschrank

FCB-Coach Jupp Heynckes könnte nun eine Lücke in seiner Vita schließen: Er wurde in seiner Trainerkarriere nie DFB-Pokalsieger. Seine beiden Endspiele als Trainer hat er beide verloren: 2012 mit dem FCB gegen Dortmund und 1984 mit Borussia Mönchengladbach in Frankfurt gegen die Bayern im Elfmeterschießen (Lothar Matthäus vergab legendär).

Sowohl Heynckes (1973 mit Mönchengladbach) als auch VfB-Trainer Bruno Labbadia (1990 mit dem 1. FC Kaiserslautern) haben als Spieler den DFB-Pokal schon gewonnen, als Trainer jedoch nicht. Bisher gab es nur drei Personen, die den nationalen Cup als Spieler und Trainer gewannen: Thomas Schaaf (Werder Bremen), Alfred "Aki" Schmidt (Dortmund und Offenbach) sowie Ludwig Janda (1860 München und KSC).

Heynckes wird im Pokalfinale zum letzten Mal als Bayern-Trainer an der Seitenlinie stehen. Er hat von bisher 311 Pflichtspielen mit dem FC Bayern 199 gewonnen. Dabei gelangen den Münchnern insgesamt 698 Tore. Im Pokalfinale könnte es also ein doppeltes Jubiläum geben.

Das einzige Pokalfinale Bayern-Stuttgart: 1986

Einmal zuvor trafen beide Mannschaften in einem Pokalfinale aufeinander: 1986 hatte Stuttgart die Bayern eine Woche zuvor zum Meister gemacht (2:1 gegen Bremen, der FCB zog damit durch ein 6:0 gegen Mönchengladbach noch an Werder vorbei), die Münchner "bedankten" sich beim VfB im Endspiel in Berlin dann mit einem 5:2-Sieg. Es war damit eines der vier torreichsten Endspiele der Pokalgeschichte, mehr als sieben Tore gab es nie (Foto: © Imago).

Bobic: 31 Mal gegen die Bayern, 31 Mal verloren

Fredi Bobic spielte in seiner aktiven Karriere 23 Mal gegen die Bayern (18 Mal in der Bundesliga, zweimal im DFB- und dreimal im Ligapokal) - und gewann nie! In der Bundesliga-Historie bestritt kein anderer Spieler so viele Partien gegen die Bayern wie Bobic, ohne auch nur einmal zu gewinnen. Und in seinen acht Partien als VfB-Sportdirektor war ihm gegen die Bayern auch kein Sieg beschieden, im Gegenteil. Es gab acht Niederlagen (Foto: © Imago).


Text: Tobias Gonscherowski