München - Das Top-Duell des DFB-Pokal-Achtelfinals in dieser Saison steigt in Möchengladbach: Im West-Schlager kreuzen die formstarken Borussen mit den zuletzt so furios auftrumpfenden Schalkern die Klingen. Das Duell der Top-Stürmer heißt hierbei Marco Reus gegen Klaas-Jan Huntelaar.

Im zweiten späten Spiel treffen ebenso zwei Bundesligisten aufeinander: Stuttgart empfängt den HSV (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04

Nach der 5:0-Gala in der Bundesliga gegen Werder Bremen reisen die Schalker mit großem Selbstvertrauen zu den seit dem 18. März zuhause ungeschlagenen Gladbachern. Der Respekt ist angesichts dieser stolzen Serie groß. "Mönchengladbach hat eine Mannschaft mit Qualität. Das kann man am Tabellenstand in der Bundesliga ablesen", meint Trainer Huub Stevens.

Schalke hat mit Platz 3 in der Bundesliga und dem Einzug in die Zwischenrunde der Europa League die Erwartungen in dieser Saison bisher voll erfüllt, nun soll im Pokal nachgelegt werden. "Wir wollen auch im DFB-Pokal überwintern", sagt Stevens. In der Meisterschaft liegt der dreimalige Pokalsieger Gladbach nur einen Zähler hinter den "Königsblauen". Daher erwartet nicht nur Torhüter Marc-Andre ter Stegen "ein Duell auf Augenhöhe, das durch Kleinigkeiten entschieden wird." Der Schlussmann will trotz schmerzhafter Rippenprellung auflaufen: "Im Moment sieht es ganz gut aus, ich bekomme ganz gut Luft."

Neben ter Stegen ruhen die Gladbacher Hoffnungen auf Nationalspieler Marco Reus. Bei seinem Comeback gegen Mainz (1:0) nach zweiwöchiger Pause wegen seines Zehenbruchs verdrehte sich Borussias Top-Stürmer (zehn Saisontore) zwar das Knie, doch Reus gab schon am Montag Entwarnung.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Gladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter - Herrmann, Arango - Reus, Hanke

Schalke: Unnerstall - Höwedes, Papadopoulos, Matip, Fuchs - Jones - Jurado, Höger - Raul, Pukki - Huntelaar

VfB Stuttgart - Hamburger SV

"Die Gesamtsituation darf uns jetzt nicht interessieren, bis Mittwochabend zählt nur das Weiterkommen im Pokal", sagte Trainer Bruno Labbadia vor dem Duell gegen seinen Ex-Club angesichts der zuletzt schwachen Bilanz in der Bundesliga. Lediglich einen Sieg hat der VfB aus den vergangenen acht Spielen geholt und damit den Kontakt zur Spitzengruppe abreißen lassen müssen.

Jetzt gelte es, den Hebel umzulegen: "Wir müssen die letzten Wochen aus den Köpfen kriegen. Es macht jetzt wenig Sinn, über Dinge nachzudenken, die die Saison betreffen", sagte Labbadia. Sportdirektor Fredi Bobic warnt vor den Gästen: Der HSV sei "auf Augenhöhe" und nur mit dem "größeren Willen" zu besiegen. Cristian Molinaro, in der Bundesliga rotgesperrt, kehrt ins Team zurück.

"Vor rund drei Monaten haben wir bereits einmal auswärts gegen den VfB Stuttgart gespielt - und dabei gewonnen. Das ist sicherlich im Hinterkopf der Stuttgarter und bei meinen Spielern natürlich auch", erinnert HSV-Trainer Thorsten Fink an die letzte Begegnung der beiden Teams. Er sieht sein Team in der Außenseiterrolle, kann aber personell aus dem Vollen schöpfen. Das bedeutet: Marcell Jansen, wegen Adduktorenproblemen gegen Augsburg geschont, wird wieder über links angreifen. Ivo Ilicevic ersetzt Mladen Petric, der noch nicht bei 100 Prozent ist, als hängende Spitze.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Stuttgart: Ulreich - Boka, Tasci, Maza, Molinaro - Kvist, Gentner - Harnik, Hajnal, Okazaki - Cacau

Hamburg: Drobny - Diekmeier, Bruma, Westermann, Aogo - Rincon, Kacar - Töre, Jansen - Ilicevic - Guerrero