Wer wird der nächste Held im ewigen Duell zwischen Bayern und Werder? - © DFL Deutsche Fußaball Liga
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Die Top-5-Duelle zwischen Bayern München und Werder Bremen

Köln - Werder Bremen hielt am 30. Spieltag in München lange dagegen, musste sich am Ende aber mit 0:1 geschlagen geben. Die letzten 17 Bundesliga-Spiele gegen den SV Werder Bremen hat der FC Bayern München allesamt gewonnen. Eine solche Duell-Serie ist einmalig in der Geschichte der Bundesliga. Dennoch verlor der Rekordmeister in der Bundesliga gegen keinen Gegner so häufig wie gegen die Bremer. Im Laufe der Jahrzehnte haben beide Clubs große Schlachten ausgetragen. Wir nennen euch die fünf größten Bundesliga-Duelle der einstigen Rivalen.

2017/18 FC Bayern München - SV Werder Bremen 4:2

Die Bayern gingen als haushoher Favorit in die Partie mit den damals akut abstiegsbedrohten Bremern. Im ersten Auftritt gegen die Münchner unter Florian Kohfeldt hielten die Gäste aber sehr gut mit und gingen sogar in Führung. Durch ein Eigentor von Niklas Süle kam Werder in der 75. Minute zum 2:2 Ausgleich, aber letztlich ist die Klasse von Robert Lewandowski und Thomas Müller, die jeweils doppelt treffen, zu groß.

Die Partie in der Allianz Arena war auch deshalb außergewöhnlich, weil es ein Tag der Jubiläen war. Javier Martinez feierte in seinem 100. Bundesliga-Spiel seinen 85. Sieg. Kein anderer Bundesliga-Spieler hatte bei seinem 100. Spiel eine so hohe Siegquote. Robert Lewandowski löste Arjen Robben als erfolgreichsten Ausländer im Bayern-Dress ab und Thomas Müller markierte seinen 100. Bundesliga-Treffer. Weniger schön war es für Werder, das die 600. Niederlage in der Bundesliga hinnehmen musste.

Tore: 0:1 Gondorf (25.), 1:1 Müller (41.), 2:1 Lewandowski (63.), 2:2 Süle (75., Eigentor), 3:2 Lewandowski (76.), 4:2 Müller (84.)

2008/09 FC Bayern München - SV Werder Bremen 2:5

20 Spiele hat der SV Werder nicht mehr gegen die Bayern gewonnen, aber der letzte Erfolg hatte es dafür in sich. Die Bremer um Claudio Pizarro, Diego und den an dem Tag überragenden Markus Rosenberg und Mesut Özil wirbelten wie ein Orkan durch die Allianz Arena. Rosenberg stellte mit seinem zweiten Treffer nach knapp 70 Minuten auf 5:0 und es wäre sogar eine historische Schlappe möglich gewesen, denn nie zuvor lagen die Münchner zu diesem Zeitpunkt höher zurück.

Am Ende gestaltete aber ausgerechnet der ehemalige Bremer Tim Borowski das Ergebnis mit einem Doppelpack noch etwas erträglicher. Seitdem spielte der Rekordmeister gegen den SV aber nur noch drei Mal Remis und gewann die restlichen 17 Bundesliga-Partie allesamt.

Tore: 0:1 Rosenberg (30.), 0:2 Naldo (45.), 0:3 Özil (54.), 0:4 Pizarro (59.), 0:5 Rosenberg (67.), 1:5 Borowski (71.), 2:5 Borowski (85.)

1994/95 FC Bayern München - SV Werder Bremen 3:1

Der SV Werder Bremen reisten am letzten Spieltag als Tabellenführer nach München. Die Bayern standen vor der Partie bereits als Sechster fest. Werder musste gewinnen, um die Meisterschaft klar zu machen. Zusätzliche Brisanz erhielt die Partie dadurch, dass Otto Rehhagel zum letzten Mal auf der Bremer Bank saß. Der Meistertrainer der Grün-Weißen übernahm zur Saison 1995/96 den FC Bayern.

Gegen ihren zukünftigen Trainer spielten die Münchner groß auf und gewannen völlig verdient mit 3:1. Mehmet Scholl legt drei Mal auf und Christian Ziege und Alexander Zickler (zwei) machen die Tore. Ein Elfmetertor durch Mario Basler war zu wenig für die Hanseaten, die auf die Schützenhilfe des Hamburger SV hoffen mussten. Die blieb aber aus und Borussia Dortmund wurde Deutscher Meister. Für Otto Rehhagel endete die Zeit in München bereits nach 30 Bundesliga-Spieltagen wieder.

Tore: 1:0 Ziege (13.), 1:1 Basler (37., Foulelfmeter), 2:1 Zickler (41.), 3:1 Zickler (78.)

1985/86 SV Werder Bremen - FC Bayern München 0:0

Am 33. Spieltag der Saison 1985/86 kam es im Weserstadion zum Showdown zwischen den beiden Titelkandidaten. Die Bayern waren während der gesamten Saison der Jäger und standen nie an der Spitze. Werder hingegen war bis auf den 1. und den 13. Spieltag immer Tabellenführer und hätte mit einem Sieg den Titel klarmachen können. Die Partie war lange ausgeglichen, bevor Bremen in der 88. Minute nach einem Handspiel von Sören Lerby ein Strafstoß zugesprochen wurde.

Abwehrspieler Michael Kutzop traf nur den rechten Pfosten. Es blieb beim 0:0 und am letzten Spieltag überflügelten die Münchner den Rivalen aus dem Norden noch. Das Team von Udo Lattek  stand nach dem 34. Spieltag zum ersten Mal in dieser Spielzeit auf Platz eins. Besonders bitter aus Bremer Sicht: Es blieb Kutzops einziger Fehlschuss vom Punkt in der Bundesliga. Alle 15 weiteren Elfmeter konnte er verwandeln.

Tore: Fehlanzeige

2003/04 FC Bayern München - SV Werder Bremen 1:3

Wie 1995 und 1986 ging Bremen als Tabellenführer in das Spiel gegen die Münchner - und wie in den Jahren zuvor konnte der SVW mit einem Sieg den Titel eintüten. Drei Spieltage vor Schluss trennten Werder und den FC Bayern sechs Punkte. Der Rekordmeister wollte das Meisterschaftsrennen mit einem Heimsieg wieder spannend gestalten und die Verantwortlichen äußerten sich im Vorfeld gewohnt selbstbewusst.

Im Spiel dominierte aber dann Werder und spielte eine fast perfekte erste Hälfte. Auch dank eines kapitalen Schnitzers von Oliver Kahn führte der Gast mit 3:0. "Le Chef" Micoud und "Kugelblitz" Ailton hatten nach dem Führungstor von Ivan Klasnic noch erhöht. Nach dem Abpfiff feierten die Bremer im Olympiastadion die Meisterschaft.

Tore: 0:1 Klasnic (19.), 0:2 Micoud (26.), 0:3 Ailton (35.), 1:3 Makaay (56.)