01.03. 19:30
02.03. 14:30
02.03. 14:30
02.03. 14:30
02.03. 14:30
02.03. 14:30
02.03. 17:30
03.03. 14:30
03.03. 16:30
- © DFL Deutsche Fußball Liga
- © DFL Deutsche Fußball Liga
bundesliga

Die Top-5-Duelle zwischen Bayern München und Werder Bremen

xwhatsappmailcopy-link

Werder Bremen hat seit 32 Partien nicht mehr gegen den FC Bayern München gewonnen, dabei waren die Bremer in der Vergangenheit so etwas wie der Angstgegner des Rekordmeisters. Im Laufe der Jahrzehnte haben beide Clubs große Schlachten ausgetragen. Wir nennen euch die fünf größten Bundesliga-Duelle der beiden einstigen Rivalen.

2008/09 FC Bayern München - SV Werder Bremen 2:5

32 Spiele hat der SV Werder Bremen nicht mehr gegen die Bayern gewonnen, aber der letzte Erfolg hatte es dafür in sich. Die Bremer um Claudio Pizarro, Diego und die an dem Tag überragenden Markus Rosenberg und Mesut Özil wirbelten wie ein Orkan durch die Allianz Arena. Rosenberg stellte mit seinem zweiten Treffer nach knapp 70 Minuten auf 5:0 und es wäre sogar eine historische Schlappe möglich gewesen, denn nie zuvor lagen die Münchner zu diesem Zeitpunkt höher zurück.

Am Ende gestaltete aber ausgerechnet der ehemalige Bremer Tim Borowski das Ergebnis mit einem Doppelpack noch etwas erträglicher. Seitdem spielte der Rekordmeister gegen den SVW aber nur noch vier Mal Remis und gewann die restlichen 22 Bundesliga-Partien allesamt.

Tore: 0:1 Rosenberg (30.), 0:2 Naldo (45.), 0:3 Özil (54.), 0:4 Pizarro (59.), 0:5 Rosenberg (67.), 1:5 Borowski (71.), 2:5 Borowski (85.)

1992/93 SV Werder Bremen - FC Bayern München 4:1

Seit dem 1. Spieltag der Saison 92/93 lag der FC Bayern München an der Spitze, aber Verfolger Werder Bremen ließ sich nicht abschütteln. Am 28. Spieltag traten die Münchner mit zwei Zählern Vorsprung an einem Montagabend unter Flutlicht zum Showdown im Weserstadion an. Ein Sieg des Rekordmeisters wäre vermutlich die Vorentscheidung im Titelrennen gewesen, aber das Rehhagel-Team hatte etwas dagegen. Zunächst brachte Christian Ziege die Münchner zwar in Führung, aber der Bremer Druck wurde im Anschluss immer größer. Wynton Rufer verwandelte gleich zwei Foulelfmeter sicher, bevor Andreas Herzog - der überragende Mann auf dem Platz - das vorentscheidende 3:1 markierte. Bernd Hobsch machte aus dem Weserstadion mit seinem 4:1 endgültig ein Tollhaus.

Die Bayern behielten zwar aufgrund der besseren Tordifferenz auch im Anschluss die Tabellenführung, aber der Konkurrent aus dem Norden war nun nach Punkten gleichauf. Am 33. Spieltag zog Werder erstmals in dieser Saison vorbei und sicherte sich mit einem souveränen Sieg in Stuttgart die dritte Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Der Erfolg im direkten Duell war einer der Meilensteine auf dem Weg zum Titel.

Tore: 0:1 Ziege (29.), 1:1 Rufer (45., Elfmeter), 2:1 Rufer (52., Elfmeter), 3:1 Herzog (68.), 4:1 Hobsch (79.)

1994/95 FC Bayern München - SV Werder Bremen 3:1

Der SV Werder Bremen reisten am letzten Spieltag als Tabellenführer nach München. Die Bayern standen vor der Partie bereits als Sechster fest. Werder musste gewinnen, um die Meisterschaft klar zu machen. Zusätzliche Brisanz erhielt die Partie dadurch, dass Otto Rehhagel zum letzten Mal auf der Bremer Bank saß. Der Meistertrainer der Grün-Weißen übernahm zur Saison 1995/96 den FC Bayern.

Gegen ihren zukünftigen Trainer spielten die Münchner groß auf und gewannen völlig verdient mit 3:1. Mehmet Scholl legte drei Mal auf und Christian Ziege und Alexander Zickler (zwei) machten die Tore. Ein Elfmetertor durch Mario Basler war zu wenig für die Hanseaten, die auf die Schützenhilfe des Hamburger SV hoffen mussten. Die blieb aber aus und Borussia Dortmund wurde Deutscher Meister. Für Otto Rehhagel endete die Zeit in München bereits nach 30 Bundesliga-Spieltagen wieder.

Tore: 1:0 Ziege (13.), 1:1 Basler (37., Foulelfmeter), 2:1 Zickler (41.), 3:1 Zickler (78.)

1985/86 SV Werder Bremen - FC Bayern München 0:0

Am 33. Spieltag der Saison 1985/86 kam es im Weserstadion zum Showdown zwischen den beiden Titelkandidaten. Die Bayern waren während der gesamten Saison der Jäger und standen nie an der Spitze. Werder hingegen war bis auf den 1. und den 13. Spieltag immer Tabellenführer und hätte mit einem Sieg den Titel klarmachen können. Die Partie war lange ausgeglichen, bevor Bremen in der 88. Minute nach einem Handspiel von Sören Lerby ein Strafstoß zugesprochen wurde.

Abwehrspieler Michael Kutzop traf nur den rechten Pfosten. Es blieb beim 0:0 und am letzten Spieltag überflügelten die Münchner den Rivalen aus dem Norden noch. Das Team von Udo Lattek  stand nach dem 34. Spieltag zum ersten Mal in dieser Spielzeit auf Platz eins. Besonders bitter aus Bremer Sicht: Es blieb Kutzops einziger Fehlschuss vom Punkt in der Bundesliga. Alle 15 weiteren Elfmeter konnte er verwandeln.

Tore: Fehlanzeige

2003/04 FC Bayern München - SV Werder Bremen 1:3

Wie 1995 und 1986 ging Bremen als Tabellenführer in das Spiel gegen die Münchner - und wie in den Jahren zuvor konnte der SVW mit einem Sieg den Titel eintüten. Drei Spieltage vor Schluss trennten Werder und den FC Bayern sechs Punkte. Der Rekordmeister wollte das Meisterschaftsrennen mit einem Heimsieg wieder spannend gestalten und die Verantwortlichen äußerten sich im Vorfeld gewohnt selbstbewusst.

Im Spiel dominierte aber dann Werder und spielte eine fast perfekte erste Hälfte. Auch dank eines kapitalen Schnitzers von Oliver Kahn führte der Gast mit 3:0. "Le Chef" Micoud und "Kugelblitz" Ailton hatten nach dem Führungstor von Ivan Klasnic noch erhöht. Nach dem Abpfiff feierten die Bremer im Olympiastadion die Meisterschaft.

Tore: 0:1 Klasnic (19.), 0:2 Micoud (26.), 0:3 Ailton (35.), 1:3 Makaay (56.)