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Angekommen beim 1. FC Union Berlin: Der außergewöhnliche Weg des Taiwo Awoniyi

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Als 18-Jähriger vom FC Liverpool verpflichtet, wurde Taiwo Awoniyi in den letzten Jahren bei zahlreichen Leih-Vereinen geparkt – und dennoch nie richtig glücklich. Jetzt hat der Mittelstürmer beim 1. FC Union Berlin endlich seine Heimat gefunden und wächst über sich hinaus. Ob Derbyheld oder bester Torschütze des Vereins in der Bundesliga, der Nigerianer knackt eine Bestmarke nach der anderen. Awoniyi scheint derzeit einfach nicht aufzuhalten zu sein.

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1. FC Union Berlin, 1. FSV Mainz 05, Royal Excel Mouscron, KAA Gent, NEC Nijmegen und ja, auch der heutige Regionalligist FSV Frankfurt waren die Stationen, die Taiwo Awoniyi alleine in den letzten fünf Jahren als Leihspieler durchlaufen hat. Mit wenigen Ausnahmen konnte er sich aber eigentlich bei keiner dieser Stationen nachhaltig empfehlen.

Dass es überhaupt so viele Leihgeschäfte in der jungen Karriere des heute 24-Jährigen gab, lag auch vor allem an der fehlenden Arbeitserlaubnis in England, die letztlich dazu führte, dass er bei seinem Stammclub FC Liverpool in den vergangenen sechs Jahren kein einziges Pflichtspiel absolvierte. Eine mehr als unzufriedenstellende Situation.

Erster Verfolger von Haaland und Lewandowski

Und so probierte es Awoniyi 2020/21 noch einmal mit einer Leihe nach Berlin zu Union. Mit fünf Toren in seinen ersten 13 Spielen konnte er sich zunächst in den Vordergrund spielen, ehe ihn am Ende ein langwieriger Muskelbündelriss außer Gefecht setzte. Doch die Verantwortlichen in Köpenick hatten genug gesehen. Genug, um den Mittelstürmer ab Sommer 2021 fest zu verpflichten.

Eine Entscheidung, die sich für alle Beteiligten schon jetzt ausgezahlt hat. Awoniyi ist zweifelsohne in der Form seines Lebens und avanciert derzeit zur Unioner Lebensversicherung. Er hat mit Abstand die meisten Tore bei den Köpenickern geschossen und ist einer der härtesten Verfolger des Duos Erling Haaland und Robert Lewandowski in der Bundesliga-Torschützenliste.

"Ich bin richtig glücklich, hier in Berlin zu sein. Hier arbeitet man zusammen, um alle glücklich zu machen. Und das ist das Wichtigste im Leben", sagt der 24-Jährige.

Awoniyi ist vorerst Unions Rekordtorschütze

Am 12. Spieltag avancierte Awoniyi mit seinem Treffer zum 1:0 gegen Hertha BSC zum Berliner Derbyhelden. Union gewann die Partie im Stadion An der Alten Försterei mit 2:0. Es war damals sein 13. Bundesliga-Tor für die Eisernen, womit er (vorerst) seinen Teamkollegen Max Kruse als Rekordtorschützen von Union abgelöst hatte.

Und dabei ist Awoniyi noch so viel mehr als ein Vollstrecker: Er kann die Bälle mit dem Rücken zum Tor festmachen. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 34,5 km/h ist er trotz seines bulligen Körpers außerdem unter den schnellsten Spielern der Bundesliga vertreten und auch seine Arbeit gegen den Ball dürfte Trainer Urs Fischer imponieren: Kein Unioner führt mehr Zweikämpfe als der Nigerianer.

Zur Belohnung wurde er jüngst erstmals für die A-Nationalmannschaft seines Heimatlandes Nigeria nominiert. Dort hat man noch beste Erinnerungen an ihn, als er die U17 im Jahr 2013 zum Weltmeistertitel schoss. Acht Jahre später ist der Stürmer nach langer Orientierungslosigkeit endlich wieder auf einem internationalen Top-Niveau angekommen.

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