
Schwereloser Bundesliga-Start für die Elv!
Den Bundesliga-Aufstieg verglich Chefcoach Vincent Wagner mit der Mondlandung, den Klassenerhalt mit der Reise zum Mars. Jetzt ist klar: Die SV Elversberg ist schwerelos in den Bundesliga-Kosmos gestartet!
Der Countdown lief. Die Euphorie an der Kaiserlinde war riesig. In der gerade im Umbau befindlichen URSAPHARM-Arena herrschte Aufbruchstimmung – und dann legte die Elv einen Raketenstart hin. Nur acht Minuten brauchte Lukas Petkov um sich als erster Bundesliga-Torschütze der SV Elversberg in die Geschichtsbücher einzutragen. "Ein unglaubliches Gefühl."
Nach dem zweiten landete auch der dritte SVE-Torschuss in der Bundesliga im Netz. Für die ersten beiden Bundesliga-Tore brauchte Elversberg gerade einmal neun Minuten – so schnell hatte zuvor noch keiner der 58 Bundesligisten zweimal getroffen! Die bisherige Bestmarke hielt der VfB Leipzig, der 1993 nach 17 Minuten zweimal getroffen hatte.
In der zweiten Halbzeit saß gleich wieder der erste Elversberger Torschuss – der Mond war längst verlassen. Dabei setzte sie auch eine beeindruckende Serie fort: Im Profibereich hat Elversberg noch nie an einem ersten Spieltag verloren – in Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga gab es drei Siege und drei Unentschieden.

"Wir haben heute Geschichte geschrieben"
Wagner hatte seine Mannschaft schon vor dem Start bewusst klein gehalten – so reist es sich bekanntlich leichter. "Fürchten muss sich vor uns niemand", sagte der Coach, der aber trotzdem versuchen wollte "unser Ding durchzuziehen."
Gesagt, getan. Die Elv presste hoch und spielte mit viel Energie. "Wir waren mutig, wir waren aktiv und haben uns für unseren Aufwand belohnt", so Wagner. Doch der 40-Jährige verlor bei aller Schwerelosigkeit nicht die Bodenhaftung: "Man hat auch gesehen, wie schwer es wird in der letzten Viertelstunde. Aber zumindest sind wir beim Start nicht direkt in die Luft geflogen", sagte Wagner.
Nicht in die Luft geflogen, aber abgehoben – Richtung Bundesliga-Verbleib. "Wir haben heute Geschichte geschrieben", freute sich Wagner nach der Partie. Erstmals seit elf Jahren gewann ein kompletter Neuling sein Auftaktspiel. Und als erster saarländischer Bundesligist überhaupt.
Nächster Halt: Borussia-Park. Und der liegt zum Glück deutlich näher als der Mars.
