Zum 18. Mal wird 2017 der DFL-Supercup ausgetragen. DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund empfängt am Samstag um 20.30 Uhr den Deutschen Meister FC Bayern München. bundesliga.de hat alles Wissenswerte zum großen Showdown um den ersten Titel der Saison im "A bis Z" zusammengefasst.

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A wie Auftakt

Der DFL-Supercup ist der erste offizielle Titel der Saison. Ein deutscher Club kann rein theoretisch drei nationale (Supercup, Deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal) und drei internationale Titel (Europäischer Supercup, FIFA Klub-Weltmeisterschaft, Europa oder Champions League) gewinnen.

B wie Beinahe

Fast wäre dem FC Bayern 2013 der Gewinn dieses Sextetts gelungen. Die Münchner gewannen 2012/13 DFB-Pokal, Deutsche Meisterschaft und die Champions League, holten anschließend den UEFA-Supercup und die Klub-Weltmeisterschaft. Nur im Supercup scheiterten sie, mussten sich in Pep Guardiolas erstem Pflichtspiel als Bayern-Coach Borussia Dortmund mit 2:4 geschlagen geben.

C wie Clubs

Zwölf Clubs haben bisher das Spiel um den Supercup erreicht: Zuletzt debütierte der VfL Wolfsburg 2015 und sicherte bei der Premiere mit einem Sieg nach Elfmeterschießen direkt den Titel. Rekordteilnehmer sind die Bayern, die 2017 bereits zum elften Mal um die Trophäe kämpfen.

Video: Bosz vor BVB-Premiere

D wie Debüt

Für Borussia Dortmunds Trainer Peter Bosz ist das Prestigeduell gegen Bayern München nicht nur der letzte Härtetest vor dem Start in die neue Bundesliga-Spielzeit, es ist auch sein erstes Pflichtspiel als Coach des Pokalsiegers.

E wie Elfmeter

Schon vier Mal wurde die Entscheidung über den Supercup-Sieg erst im Elfmeterschießen entschieden. 1993 gewann der SV Werder Bremen gegen Bayer 04 Leverkusen, 1996 Borussia Dortmund gegen den 1. FC Kaiserslautern, 2011 der FC Schalke 04 gegen den BVB und zuletzt 2015 der VfL Wolfsburg gegen Bayern München.

F wie Fluch

Der Supercup-Sieger wurde in der anschließenden Saison nur drei Mal auch Deutscher Meister – Borussia Dortmund schaffte dies 1995/96 und die Bayern 2012/13 sowie letzte Saison.

G wie Gesamtbilanz

Die Münchner und die Dortmunder trafen schon fünf Mal im Supercup aufeinander: 1989 siegte der BVB gegen den deutschen Rekordmeister in Kaiserslautern trotz zweimaligem Rückstands mit 4:3. Andreas Möller erzielte in der 88. Spielminute den Siegtreffer. 2012 gewannen die Bayern am in der Allianz Arena mit 2:1. 2013 und 2014 hieß der Sieger jeweils Dortmund (4:2 und 2:0), ehe letzte Saison die Bayern wieder mit 2:0 die Oberhand behielten.

Video-Rückblick: FCB holt Supercup

H wie Heimvorteil

Seit 2011 findet der Supercup im Stadion des DFB-Pokalsiegers bzw. Vizemeisters statt. Bis 2015 gab es nur Heimsiege, zuletzt der Erfolg des VfL Wolfsburg im Elfmeterschießen gegen Bayern München. Der amtierende Deutsche Meister war im Supercup also fünf Jahre lang sieglos, ehe der FCB im vergangenen Jahr mit einem 2:0-Sieg in Dortmund den Bann brechen konnte.

I wie Interesse

Auch 2017 ist das Interesse am Supercup wieder immens: Der Signal-Iduna-Park dürfte auch im zweiten Jahr in Folge prächtig gefüllt sein. Auch im TV wird die Partie zwischen Pokalsieger Borussia Dortmund und Meister Bayern München übertragen: Neben dem ZDF überträgt erstmals auch Eurosport den Supercup.

J wie Jubel

Die beiden Rekordsieger treffen im direkten Duell aufeinander: Sowohl Borussia Dortmund als auch Bayern München haben den Supercup bereits fünf Mal für sich entscheiden können. Ein Sieg am Samstag bedeutet also die alleinige Tabellenführung in dieser Kategorie.

K wie Kenner

Gleich drei Bayern-Profis halten mit sechs Einsätzen den Rekord für die meisten Supercup-Teilnahmen: Robert Lewandowski (3x BVB, 3x FCB), Thomas Müller und Philipp Lahm (beide jeweils im Bayern-Trikot) thronen ganz oben. Und nach dem Lahm-Rücktritt haben Müller und Lewandowski die Chance, die Münchener Legende hinter sich zu lassen.

© DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA

L wie leidensfähig

Bei zuvor zehn Teilnahmen hat der FC Bayern München vier Mal gewonnen, also genau die Hälfte der Supercup-Duelle. Damit sind sie mit fünf Niederlagen auch Rekordverlierer des Wettbewerbs. Dortmund unterlag in acht Teilnahmen bislang nur drei Mal.

M wie Meister

Trotz des letztjährigen Bayern-Triumphs spricht die jüngste Bilanz im Supercup klar gegen die Deutschen Meister, die von 2011 bis 2015 fünf Spiele in Folge verloren hatten. Insgesamt führten sie aber immer noch mit zehn Siegen zu sechs Erfolgen der DFB-Pokalsieger bzw. Vize-Meister.

N wie Neuheit

Beim Supercup 2017 zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München kommt erstmals bei einem Pflichtspiel in Deutschland der Video-Assistent zum Einsatz. Der Video-Assistent soll eine weitere Unterstützung für den Schiedsrichter auf dem Platz sein.

O wie Otto

Der Rekordtrainer der Bundesliga (832 Spiele) ist auch Spitzenreiter im Supercup. Insgesamt war Otto Rehhagel sechs Mal als Chefcoach beim Supercup. Fünf Mal erreichte er das Finale mit Bremen, einmal mit Kaiserslautern. Dreimal sicherte er sich den Cup.

Video-Rückblick: Die BVB-Saison 16/17

P wie Pokalsieger

Nach drei verlorenen Endspielen in Serie durfte Borussia Dortmund im DFB-Pokalendspiel wieder jubeln: Ein 2:1 über Eintracht Frankfurt bescherte dem BVB den vierten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Rekordsieger des Wettbewerbs ist der Supercup-Gegner Bayern München mit 18 Titeln.

Q wie Qualität

Torreich ging es in der Vergangenheit zumeist in den Spielen des Supercups zu. In den 17 Endspielen vor 2015 fielen 53 Tore – im Schnitt 3,11 pro Partie.

R wie Rekordtorschütze

Der erfolgreichste Supercup-Knipser ist Wynton Rufer. Der Neuseeländer traf fünf Mal im Supercup für Werder Bremen.

S wie Serie

Bereits zum fünften Mal innerhalb der letzten sechs Jahre treffen Borussia Dortmund und der FC Bayern München zum traditionellen Opening der Spielzeit aufeinander. Seit der Rückkehr des Supercups 2010 fehlte der FCB nur ein einziges Mal: 2011 standen sich in Augsburg der BVB und Revierrivale Schalke 04 gegenüber.

© DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Johannes Simon

T wie Trophäe

Der aktuelle Pokal wird seit 2010 als Wanderpokal vergeben. Er ist 53 Zentimeter hoch und sechs Kilo schwer. Die Trophäe symbolisiert zwei Arme – einen silbernen, der für die Meisterschale steht, und einen goldenen für den DFB-Pokal -, die einen Ball halten. Der Versicherungswert des Supercups liegt bei 40.000 Euro.

U wie Unterbrechung

Von 1987 bis 1996 und seit 2010 wird der Supercup offiziell zwischen dem Meister und dem Pokalsieger ausgetragen – jetzt also zum 18. Mal. 1977, 1983, 2008 und 2009 fanden inoffizielle Supercup-Duelle statt.

V wie Verlängerung

Im Supercup gibt es im Gegensatz zu anderen Endspielen keine Verlängerung. Sollte es nach 90 Minuten unentschieden stehen, gibt es gleich ein Elfmeterschießen. Ein solches gab es zuletzt 2015, als der .

W wie Wechsel

Beide Teams haben sich im Sommer namhaft verstärkt: Bayern München holte neben den beiden Hoffenheimer Nationalspielern Niklas Süle und Sebastian Rudy die Stars James Rodriguez und Corentin Tolisso an die Säbener Straße. Der BVB rüstete derweil unter anderem mit Leverkusen-Kapitän Ömer Toprak, Mahmoud Dahoud (Borussia Mönchengladbach) und Freiburgs Senkrechtstarter Maximilian Philipp auf.

Video-Porträt: James - Bayerns neuer Sunnyboy

X wie XXL

In der Saison 91/92 nach der Wiedervereinigung wurden gleich drei Spiele ausgetragen, um den Supercup-Sieger zu ermitteln. Neben dem Deutschen Meister 1. FC Kaiserslautern und DFB-Pokalsieger Werder Bremen traten auch DDR-Doublesieger Hansa Rostock und Pokalfinalist Stahl Eisenhüttenstadt an. Der FCK gewann den Cup.

Y wie Youngster

2014 setzte Coach Pep Guardiola – auch weil viele WM-Fahrer noch nicht in Form waren – auf die Jugend, brachte mit Pierre-Emil Höjbjerg (damals 19) und Gianluca Gaudino (17) zwei Youngster in der Startelf.

Z wie Zuschauer

Auch die 17. Auflage des Supercups war wieder ausverkauft. Im Signal-Iduna-Park in Dortmund sahen 81.360 Fans live den Erfolg des FC Bayern München. Damit war jeder Supercup seit Wiederaufnahme 2010 ausverkauft.

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