Der FC Bayern München kassiert eine herbe Niederlage gegen den FC Girondins Bordeaux und muss um das Erreichen des Achtelfinals zittern. bundesliga.de hat alle Spieler des FCB in der Einzelkritik:

Hans-Jörg Butt: Bekam zwei Schüsse auf sein Tor, die beide drin waren. Beim 0:1 unglücklich, konnte allerdings wenig machen, da Torschütze Gourcuff fünf Meter vor seinem Kasten freistehend einköpfte. Sein Fehler vor dem 0:2 besiegelte das Schicksal der Münchner.

Edson Braafheid: War in der Anfangsphase der aktivste Bayern-Spieler, verbuchte sogar eine Flanke an die Latte. Das war allerdings die letzte gefährliche Szene. Nach den ersten 15 Minuten tauchte er ab.

Holger Badstuber: Bot bis zu seinem Patzer zum 0:2 eine durchschnittliche Leistung. War bis dato allerdings nur höchst selten gefordet, da Bordeaux kaum im Angriff war.

Martin Demichelis: Lieferte ein ordentliches Startelf-Debüt nach seiner Verletzungspause ab. Er hatte die meisten Ballkontakte aller Spieler auf dem Platz (106) und war mit 71,4 Prozent der zweikampfstärkste Münchner.

Philipp Lahm: Schwächelte auf rechts in der Defensive - er gewann nur 42,9 Prozent seiner Zweikämpfe. Nach vorne fehlte es ihm an Durchschlagskraft. Der Nationalspieler gab nur eine Torschussvorlage.

Danijel Pranjic: War bemüht, fiel offensiv zumeist aber durch Fehlpässe auf. Seine beiden einzigen Flanken kamen nicht an. In der zweiten Halbzeit wurde er links in die Vierekette gezogen, spielte dort sicherer.

Mark van Bommel: Der Kapitän ließ Gourcuff beim 0:1 laufen und verschuldete somit den Rückstand. Wenige Akzente in der Spielentfaltung.

Bastian Schweinsteiger: Der Nationalspieler fiel als zweiter Sechser neben van Bommel selten auf. Erst in der Schlussviertelstunde kamen Ideen von ihm. Hatte insgesamt die meisten Torschüsse aller Münchner (drei).

Anatoliy Tymoshchuk: War der engagierteste aller Bayern-Spieler und hat mit 91,7 Prozent die erfolgreichste Passquote. Defensiv ging er ein, zwei Mal hart in den Mann, offensiv versuchte er, das Spiel zu strukturieren, was ihm bisweilen ordentlich gelang.

Miroslav Klose: Vergab die beste Chance zum 1:0 in der 32. Minute, allerdings verhinderte Ciani diese per Handspiel. Davor und danach war nichts mehr von ihm zu sehen. Zur Pause zurecht ausgewechselt.

Luca Toni: Versuchte, sich offensiv einzubringen und hatte in der 46. Minute die größte Chance. Den schwierigen Schuss setzte er jedoch drüber. Wurde meist mit hohen Bällen angespielt, die er aber nicht ablegen konnte.

Mario Gomez: Sorgte nach seiner Einwechslung kurz für eine gute Chance, die Keeper Carrasso jedoch gut klärte. Danach agierte er oft zu hektisch.

Arjen Robben: Kam nach der Pause und belebte das Angriffsspiel, verrannte sich dann aber zusehends in Zweikämpfen und Dribblings. Auch er zog vermehrt in die Mitte, anstatt das Spiel über die Flügel zu entzerren.