
Freiburg mit hartem Kampf gegen zehn Hamburger
Der SC Freiburg hat das Bundesliga-Spiel gegen den Hamburger SV mit 2:1 (0:0) gewonnen. Luka Vušković (48.) brachte die Gäste nach der Pause in Führung, doch nach Gelb-Rot für Daniel Elfadli (51.) glich Vincenzo Grifo per Elfmeter aus (53.). Igor Matanović (83.) erzielte den Siegtreffer für die Breisgauer.
Zum Jahresauftakt empfing der SC Freiburg den Hamburger SV im Europa-Park Stadion. Die Breisgauer waren zuhause seit zehn Pflichtspielen ungeschlagen und konnten mit einem Sieg bis auf einen Punkt an den HSV heranrücken.
Hamburgs Coach Merlin Polzin musste auf mehrere verletzte Spieler verzichten, darunter Robert Glatzel, Warmed Omari und Yussuf Poulsen. Neuzugang Damion Downs stand direkt in der Startelf.
Kübler trifft nur die Latte
Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Kontrolle und ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen. Der HSV stand tief und lauerte auf Konter. In der 9. Minute hatte Lukas Kübler die erste große Chance des Spiels. Nach einem starken Pass von Yuito Suzuki traf der Freiburger Rechtsverteidiger aus 13 Metern nur die Oberkante der Latte.
Kurz darauf kam Lucas Höler frei vor Daniel Heuer Fernandes zum Abschluss, der HSV-Keeper parierte jedoch stark (19.). Freiburg dominierte die Partie, Hamburg kam erst kurz vor der Pause zu ersten Abschlüssen durch Nicolas Capaldo und Fábio Vieira. Zur Halbzeit blieb es beim 0:0.
Vušković trifft, Elfadli fliegt
Zur zweiten Hälfte wechselte Schuster Anthony Jung für den gelbverwarnten Philipp Lienhart ein. Doch der Start nach der Pause verlief für die Hausherren denkbar schlecht. Nach einer Ecke von links köpfte Luka Vušković den Ball gegen die Laufrichtung von Noah Atubolu ins linke Eck (48.).
Doch die Hamburger Führung hatte nicht lange Bestand. Nur drei Minuten später foulte Daniel Elfadli im Strafraum Höler und sah für dieses Vergehen seine zweite Gelbe Karte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Vincenzo Grifo mit Glück zum 1:1 (53.). Heuer Fernandes war noch mit einer Hand am Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

Joker Matanović trifft zum Sieg
Trotz Unterzahl hielt der HSV zunächst gut mit. In der 65. Minute reagierte Schuster und brachte mit Igor Matanović und Patrick Osterhage frische Kräfte für die Schlussphase. Der SC erhöhte den Druck und kam durch Matanović (72.) und Johan Manzambi (75.) zu guten Möglichkeiten.
In der 83. Minute gelang dann die Entscheidung: Nach einer Flanke von links legte der eingewechselte Niklas Beste am Fünfmeterraum quer auf Matanović, der aus kurzer Distanz zum 2:1 für Freiburg traf. In der langen Nachspielzeit von elf Minuten drängte Hamburg noch einmal auf den Ausgleich, doch die Breisgauer Abwehr hielt stand und sicherte den verdienten Heimsieg.
Spieler des Spiels: Luka Vušković
Trotz der Niederlage wurde der kroatische Verteidiger von den Fans zum Spieler des Spiels gewählt. Der erst 18-jährige Innenverteidiger erzielte nicht nur sein erstes Bundesligator mit einem präzisen Kopfball, sondern überzeugte auch defensiv mit wichtigen Zweikämpfen und Klärungsaktionen. Besonders nach dem Platzverweis für Elfadli zeigte Vušković sein Können in der Hamburger Abwehr. Mit seiner Größe und Kopfballstärke war er sowohl offensiv als auch defensiv ein wichtiger Faktor im Spiel des HSV. Obwohl er in der 63. Minute die Gelbe Karte sah, ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen und spielte weiterhin konzentriert.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Freiburg 2,66 - Hamburg 0,51
Schnellster Spieler: Nicolas Capaldo (HSV), 34,03 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Luka Vušković (HSV), 8,6 Prozent
Most Pressed Player: Albert Sambi Lokonga (HSV), 14 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Nicolai Remberg (HSV), +1,11
Fantasy Heroes: Miro Muheim (282 Punkte), Luka Vušković (250), Noah Atubolu (248)
