Leverkusen - Bayer 04 Leverkusen hat mit einer Demonstration der Stärke zum zehnten Mal die Champions League erreicht und kann sich auf hochkarätige Gegner freuen. Durch ein hochverdientes 3:0 (1:0) im Play-off-Rückspiel gegen Lazio Rom vergoldete die Werkself die vergangene Saison mit dem vierten Platz in der Bundesliga und darf sich auf packende Europapokalabende freuen.

Hakan Calhanoglu (40.), Neuzugang Admir Mehmedi (48.) und Karim Bellarabi (88.) sorgten drei Tage vor dem Bundesliga-Gipfel bei Bayern München für den Triumph der Leverkusener, die das Hinspiel in Rom eine Woche zuvor 0:1 verloren hatten. Bayer, das ab der 68. Minute nach einer Gelb-Rote Karte gegen Mauricio in Überzahl agierte, setzte sich aber auch bei seiner fünften Teilnahme an der Ausscheidungsrunde durch.

Perfekte Vorstellung vor ausverkauftem Haus

"Es ist super gelaufen", sagte Sportdirektor Rudi Völler im ZDF, "Lazio hat eine Klassemannschaft, aber wir waren heute besser." Torschütze Mehmedi verspürte "ein unbeschreibliches Gefühl. Wir hatten uns so viel vorgenommen, und das haben wir auch realisisert."

Vor 28.000 Zuschauern in der ausverkauften BayArena bestimmten die Gastgeber von Beginn an das Geschehen und setzten den Gegner permanent unter Druck. Nachdem Bellarabi, zwei Mal Calhanoglu und vor allem Torjäger Stefan Kießling, der in der 25. Minute am Aluminum gescheitert war, zunächst die mögliche Führung versäumt hatten, durften die Bayer-Fans fünf Minuten vor der Pause jubeln. Calhanoglu stand nach Vorarbeit von Kießling goldrichtig und ließ Lazio-Keeper Etrit Berisha keine Chance.

Bayer verpasst höheren Sieg

Auch nach dem Seitenwechsel gab  Bayer den Ton an und kam durch den ehemaligen Freiburger Admir Mehmedi schnell zu seinem zweiten Treffer, der von Bellarabi glänzend vorbereitet wurde. Die Römer, die verletzungsbedingt auf ihren deutschen Weltmeister Miroslav Klose, ihren Kapitän Lucas Biglia, Stammtorwart Federico Marchetti und Mittelstürmer Filip Djordjevic auskommen mussten, zeigten sich geschockt und hatten dem Leverkusener Sturmlauf kaum noch etwas entgegenzusetzen.

Bayer, das in Charles Aranguiz, Ömer Toprak und Tin Jedvai ebenfalls hochkarätiges Personal fehlte, zeigte sowohl in der Offensive als auch in der Defensive eine tadellose Leistung und hätte am Ende auch noch höher gewinnen können. Unter anderem vergab Kapitän Lars Bender noch eine gute Gelegenheit.

SID