Frankfurt - Stark verbessert und gleich der erhoffte Erfolg: Der FC Augsburg hat am 3. Spieltag seine ersten Punkte geholt und damit den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte verhindert. Bei Eintracht Frankfurt gewann die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl verdient mit 1:0 (0:0) - mit nun drei Zählern auf dem Konto verließ der FCA den letzten Tabellenplatz und befindet sich wie Frankfurt (vier Punkte) im Mittelfeld.

"Das war ein großes Spiel unserer Mannschaft. Alle zusammen haben sich dagegen gestemmt und sich viele Torchancen herausgespielt. Das war eine richtig gute Mannschaftsleistung", meinte Augsburgs Sportdirektor Stefan Reuter bei Sky.

Bobadilla mit seinem zweiten Saisontor

Raul Bobadilla, erstmals in dieser Saison in der Startelf, erzielte mit seinem zweiten Saisontreffer die Augsburger Führung (49.). Nach zwei Niederlagen in der Bundesliga und dem Erstrunden-Aus im DFB-Pokal waren die Augsburger vor 43.500 Zuschauern zu Beginn sichtlich um Wiedergutmachung bemüht. In den Zweikämpfen bissig, in der Offensive mit Zug zum Tor - einzig die fehlende Genauigkeit verhinderte eine rasche Führung. So köpfte Jan-Ingwer Callsen-Bracker in der zweiten Minute nach einer Ecke den Ball nur knapp über das Gehäuse.

Weinzierl hatte den couragierten Beginn seiner Mannschaft auch mit drei Veränderungen in der Anfangsformation herbeigeführt. Unter anderem strahlte dabei Sascha Mölders im Sturm mehr Gefahr aus als zuletzt Neuzugang Nikola Djurdjic. Nach der überzeugenden Anfangsviertelstunde und einer weiteren guten Chance durch Bobadilla (14.) entglitt den Schwaben jedoch ein wenig die Spielkontrolle.

Die Gastgeber waren es nun, die vor allem im Mittelfeld mehr Zweikämpfe gewannen und die Balleroberungen zu vielversprechenden Tormöglichkeiten ummünzten. Dabei verpassten der Japaner Takashi Inui (15.) sowie der agile Kadlec (30.) erst aus kurzer und Kadlec ein weiteres Mal aus langer Distanz (37.) den Führungstreffer. Von den Augsburgern war bis auf einen weiteren Kopfball von Callsen-Bracker (45.+1) nur noch wenig zu sehen.

Augsburg lässt nichts anbrennen

Nach der Pause fanden die Gäste wieder in die Spur zurück: Anderson rettete zwar gegen Altintop, aber der Klärungsversuch des Brasilianers landete genau vor den Füßen von Raul Bobadilla, der den Ball aus 20 überlegt ins lange Eck schlenzte. Vom Innenpfosten sprang der Ball ins Tor. Keine Chance für Kevin Trapp. Nur vier Minuten später vergab Tobias Werner die nächste Großchance.

Die Führung verlieh dem Augsburger Spiel wieder mehr Ordnung. Mit zwei dicht gestaffelten Viererketten und allen Akteuren hinter dem Ball machten es die Gäste ihrem Gegner praktisch unmöglich, gefährlich vor das Tor zu kommen. Im weiteren Spielverlauf waren die Gäste dem 2:0 deutlich näher als die Eintracht dem Ausgleich. Tobias Werner scheiterte allein zwei Mal am Pfosten.

SID

Spieler des Spiels: Raul Bobadilla

Raul Bobadilla stand gegen Frankfurt erstmals in dieser Saison in der Startelf. Wie auch beim letzten Augsburger Gastspiel in Frankfurt erzielte er das 1:0 - diesmal reichte es auch zum Sieg (am 20. Dezember 2013 endete das Spiel 1:1). Zudem war er an acht der 17 Augsburger Torschüsse beteiligt (vier Torschüsse, vier Torschussvorlagen). Eine starke Bilanz - gerade wenn man bedenkt, dass der Argentinier in der 75. Minute ausgewechselt wurde.