Köln - Nicklas Bendtner hat den VfL Wolfsburg vor einem sportlichen Rückschlag bewahrt. Der Däne sorgte beim 1:1 (0:1) der Wölfe beim 1. FC Köln für den glücklichen Ausgleich in der 83. Minute. Der 1. FC Köln war lange Zeit die bessere Mannschaft und gab den Sieg erst in der Schlussphase aus der Hand. Für die Kölner hatte Simon Zoller (30.) die Führung erzielt. Der Klub verpasste es durch den späten Ausgleich, erstmals seit zehn Jahren zum Saisonauftakt zwei Bundesliga-Siege zu feiern.

Vor 46.000 Zuschauern fehlte den Wolfsburgern zu Beginn jegliche Dynamik. Die Kölner waren zweikampfstärker und auch gedanklich meist einen Schritt voraus, der VfL leistete sich dagegen zahlreiche unnötige Ballverluste. Auch Superstar Kevin De Bruyne passte sich nahtlos an. Ein harter Bodycheck gegen Leonardo Bittencourt (15.) und eine völlig misslungene Flanke (30.), die er unbedrängt auf die Tribüne schlug, waren die ersten auffälligen Aktionen des Belgiers.

Zoller düpiert Naldo und Casteels

Nur Sekunden nach diesem Fehlschuss nutzte Zoller die erste große Chance des Spiels zur Führung der Kölner. Zoller erlief eine Kopfballverlängerung von Anthony Modeste, setzte sich gegen Naldo durch und hob den Ball über VfL-Torwart Koen Casteels.

Erneut Zoller (47.) vergab für Köln nach der Pause allein vor Casteels sogar die Chance auf das 2:0. Ein Aufbäumen der Gäste war auch in dieser Phase nicht zu erkennen, im Gegenteil kam Modeste (60./70.) gleich mehrfach gefährlich zum Abschluss. Wie aus dem Nichts scheiterte Stürmer Bas Dost (65.) zwar an Timo Horn, an den Spielanteilen änderte sich jedoch wenig.

In der Schlussphase dreht Wolfsburg auf

Erst in den letzten 20 Minuten wurden die Gäste stärker und hatten in der Nachspielzeit durch De Bruyne und Dost noch zwei Großchancen zum Sieg, der allerdings nicht verdient gewesen wäre. Auf Kölner Seite hatte Jonas Hector in der Nachspielzeit den Sieg auf dem Fuß. Den strammen Schuss parierte Casteels glänzend.

SID

Spieler des Spiels: Timo Horn

Lange Zeit war der Kölner Schlussmann fast beschäftigungslos, aber als er gebraucht wurde, war er da. Horn parierte fünf der sechs Torschüsse auf seinen Kasten. Er vereitelte mit fantastischen Reflexen gleich zwei Wolfsburger Großchancen in der Nachspielzeit und hielt damit den hochverdienten Kölner Punkt fest.