Jacksonville -Der 1. FC Köln hat mit dem Sieg gegen Fluminese den Sieg beim Florida Cup 2015 perfekt gemacht. Die Rheinländer schlugen die Brasilianer mit 3:2. Bayer Leverkusen unterlag dagegen beim letzten Auftritt der USA-Reise dem Corinthians SC mit 1:2.

Gegen die teilweise hart einsteigenden Brasilianer erzielten Anthony Ujah (8., per Kopf), Bard Finne (51.) nach feiner Vorarbeit von Ujah und Daniel Halfar (65.) mit einem Hammer in den Torwinkel die Tore für die Kölner. Edson hatte die Brasilianer in der 5. Minute in Führung gebracht, Walter konnte 20 Minuten vor Schluss nur noch auf 2:3 verkürzen.

Die Kölner zeigten über 90 Minuten eine ansprechende Leistung und setzen Fluminense deutlich früher unter Druck, als man es von den Geißböcken in der Bundesliga gewohnt ist. Der Lohn waren frühe Ballgewinne und gut herausgespielte Torchancen. Trainer Peter Stöger konnte vor allen Dingen mit seinem Mittelfeld zufrieden sein. Yannick Gerhardt, Kevin Vogt und Matthias Lehmann kontrollierten die Partie nach Belieben. Auffällig auch der Sturm mit Ujah und Finne, die beide je einen Treffer und eine Vorlage beisteuerten.

Leverkusen unterliegt Corinthians nach Führung

Im spektakulären EverBank Field, dem Football-Stadion in Jacksonville, hatte zuvor die Werkself ihr zweites Spiel im Florida-Cup ausgetragen. Gegen Corinthians SC aus Sao Paulo unterlag Bayer 04 1:2 (1:1). Vladlen Yurchenko (13.) erzielte die Führung, der ehemalige Bundesliga-Profi Paolo Guerrero (28., 59.) drehte die Partie mit einem Doppelpack.

Roger Schmidt wechselte seine Startelf im Vergleich zum klaren 3:0 zwei Tage zuvor gegen Fluminense FC auf vier Positionen. Der junge Lukas Boeder und Sebastian Boenisch rückten in die Verteidigung, Josip Drmic und Vladlen Yurchenko sollten nach ihrem überzeugenden Auftritt nun vorne wirbeln. Vor allem der kleine Ukrainer stiftete viel Unruhe und belohnte sich nach 13 Minuten. Drmic hatte sich auf links bis zur Grundlinie durchgesetzt und in die Mitte gespielt, Karim Bellarabi ließ durch, sodass Yurchenko nur noch einschieben brauchte – 1:0.

Kießling muss verletzt runter

Die Werkself machte weiter Druck, verpasste jedoch die 2:0-Führung. Das sollte sich rächen, denn Corinthians wurde angetrieben vom ehemaligen Leverkusener Renato Augusto dann stärker und markierte den Ausgleich. Nach einer Ecke des 26-Jährigen stieg mit Paolo Guerrero ein weiterer ehemaliger Bundesliga-Spieler im Strafraum am höchsten und köpfte zum 1:1 ein (28.).

Einer der vielen Neuen war Stefan Kießling, der nach wenigen Sekunden fast das 2:1 erzielt hätte. Sein Kopfball nach einer Ecke von Julian Brandt ging jedoch ganz knapp über den Kasten von Corinthians. Noch enger war es acht Minuten später, als Bellarabi nach einer feinen Einzelleistung aus 20 Metern abzog.

Kurz darauf war für Kießling schon wieder Schluss. Nach einem Zusammenprall knickte der Werkself-Stürmer um und musste humpelnd das Feld verlassen, für ihn wurde wenig später Marc Brasnic eingewechselt. Und es kam noch bitterer. Auf dem Flügel setzte sich der ehemalige Wolfsburger Rechtsverteidiger Fagner durch und spielte scharf in die Mitte, wo Guerrero nicht lange fackelte und den Ball zum 2:1-Endstand ins Tor knallte (59.).